The Witcher 3: Wilde Jagd und seine offene, in sich stimmige Welt

Artikel von 22.08.2013 um 15:48 Uhr

Beim Blick auf aktuell angekündigte Next-Gen Projekte fallen teilweise Spiele auf, die nur grafisch aufpoliert wurden, aber kaum wirklich Neues versprechen. Auf der Suche nach wahren Abenteuern, die eine Erfahrung der neuen Art versprechen, muss man sich etwas in Richtung Ende 2014 bewegen, dann wird man doch fündig: Auf der gamescom wurde uns The Witcher 3: Wilde Jagd präsentiert, das bereits jetzt einen rundum stimmigen Eindruck machte. Wir bekamen einen Einblick in die Einflechtung der Nebenquests in den riesigen Hauptstrang der Story sowie in die ebenso große Spielwelt.

The_Witcher_3_GeraltIn The Witcher 3 schlüpft man wieder in die Rolle von Geralt von Rivia, der für Geld und Beute Aufträge erledigt. Dabei trifft er harte Entscheidungen, die jederzeit in die Hand des Spielers fallen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern setzen die Entwickler bei CD Projekt RED dieses Mal jedoch nicht auf einen relativ linearen Spielaufbau, sondern stellen eine komplette Open World zur Verfügung, die zudem wahrlich riesig ausfallen wird: Allein die uns gezeigte Insel war bereits so groß wie die komplette Spielwelt in The Witcher 2: Assassins of Kings, insgesamt soll der Next-Gen Titel fast die 30-fache Fläche bieten.

Erfreulich ist, dass man sich bei The Witcher 3 auch wieder stärker auf die Romane von Andrzej Sapkowski besinnt hat, die den professionellen Monsterjäger schon seit 1994 beschrieben und geprägt haben.

Das Gameplay – Vielfalt in einer gefährlichen Welt

12_The_Witcher_3_Wild_Hunt_The Witcher 3: Wilde Jagd ist ein Actionrollenspiel mit 3rd-Person Ansicht. Es entlässt euch in die offene Spielwelt, in der ihr euch jederzeit entscheiden könnt, der Hauptstory zu folgen, Nebenquests anzunehmen, die teilweise in die Hauptstory eingeflochten sind und diese beeinflussen können, oder aber anderen Beschäftigungen nachzugehen. Es gibt viel zu entdecken, es erwarten euch anspruchsvolle Gegner, denen ihr normalerweise nie begegnen würdet, die aber fette Beute fallen lassen. Eine interessante Quest hat man uns während der Präsentation gezeigt, denn es galt, ein kleines Dorf von einer fiesen Bedrohung zu befreien. Hätte man diese ignoriert, wäre das Dorf beim nächsten Besuch wahrscheinlich durch das Monster ausgelöscht worden.

The Witcher 3: Wilde Jagd bietet dabei eine erfrischende Mischung aus Cutscenes und Dialogen, die Auswahlmöglichkeiten bieten, als auch Kämpfen, die dynamisch ablaufen und in denen Geralt Nutzen von seinen Stichwaffen als auch Magie macht. Zudem hat er auch eine Fähigkeit, mit dem er besondere Spuren auslesen kann, die euch zum Ziel der Mission führen. Im Englischen heißt diese „The Witcher’s Eye“. Somit laufen die einzelnen Missionen innerhalb der offenen Welt wohl teilweise doch relativ linear ab, doch das stört gar nicht, denn so bleiben Anfänger auch nicht im Regen stehen und es bleibt euch ja jederzeit offen, die Quest einfach abzubrechen und etwas anderes zu erledigen.

Die Technik: Wahrlich Next-Gen

The-Witcher-3-Wild-Hunt_2013_06-25-13_006.jpg_600Wenn wir schon beim Thema Regen sind: Auch technisch offenbart The Witcher 3: Wilde Jagd seine volle Stärke. Insbesondere bei Regen und Sturm sieht die Spielwelt einfach fantastisch aus, überall bilden sich Pfützen und in der ganzen Spielwelt sidn die Effekte des Unwetters sichtbar. Deshalb solltet ihr auch vor Reisen den Himmel gut im Auge behalten: Denn obwohl euer Boot prinzipiell ein sicheres und schnelles Fortbewegungsmittel ist, wird die See bei Sturm schnell zur tödlichen Gefahr. So offenbart sich, dass The Witcher 3 nicht nur rein grafisch zu begeistern weiß, sondern auch im Gesamtbild technisch wahre Next-Gen Qualitäten beweist.

Freilich gab es in der Pre-Alpha Version noch einige Grafikfehler, so wusste Geralt beim Aufsteigen aufs Pferd noch nicht so richtig, wie das funktioniert und auch sein Zopf wehte er verwirrt durch die Gegend. Dennoch war das Spiel im Hinblick auf Größe und Detailreichtum schlichtweg atemberaubend. Wenn das Niveau in der kompletten Spielwelt so gehalten werden kann, dann Hut ab!

Unser Eindruck

The Witcher 3 war auf der gamescom eines jener Projekte, die den richtigen „Wow-Effekt“ für sich beanspruchen konnten. Die Welt wirkte riesig und glaubwürdig, die Missionen gut durchdacht und ebenfalls authentisch. Sogar die technischen Macken aus der Pre-Alpha Version mochte man dem Spiel schon beinahe verzeihen, da es auf so vielen anderen Ebenen einen genialen Eindruck hinterließ. Für PlayStation 4 Spieler kommt mit The Witcher 3: Wilde Jagd mit Sicherheit ein Must-Have Titel auf den Markt. Wir können nur sagen: CD Projekt, weiter so!