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Zombeer, das tödliche Gesöff haben wir gestestet

Artikel von | 01.02.2014 um 12:47 Uhr

Uff, wieder ein ein Zombie-Ego-Survival-Shooter im Laufwerk. Na, das kann Freude bereiten, dachte ich mir. Und trank dazu ein Zombeer von den Moonbite Studios. Das Gesöff war recht lecker und der Überlebenskampf war, ich wage es zu sagen, humorvoll. Doch lest selbst.

Beißen und Trinken

Es ist wieder mal Zeit sich gegen Horden an Untoten zu stellen. In der Tasche ein Getränk namens Zombeer. Dieses alkoholische Getränk hat es nämlich in sich. Denn es verweist den Virus, der schon im Körper des Helden schlummert, in seine Schranken. Ja, man spielt einen Zombie,Zombeer 07 der aber noch nicht ganz zu einem Untoten mutiert ist. Die Aufgabe des Spiel ist es, seine Freundin zu retten, die angeblich noch nicht gebissen wurde und sich in einem nahe gelegenen Schulhaus verschanzt hat. Hat man das Telefonat beendet, wo einem dies mitgeteilt wird, befindet man sich in einem Saloon, der einen an Borderlands erinnert. Schnell kommt man darauf, sich die Taschen mit so vielen Zombeer zu füllen wie möglich und gleich danach erhält man auch schon seine erste Waffe, die wiederum eines an Saints Row IV geklaut sein könnte. Nein, diesmal ist es kein überdimensionaler Schwingdildo, diesmal ist es ein handlicher, niedlicher, mit Sternen und Herzen versehener Vibrator (Vibration inklusive). Kaum draußen stürmen auch schon die ersten Zombeer 04Zombies her, die man mit diesem Vibrator genüsslich verhaut. Und schon steht da der nächste Sidekick, nämlich Klötze aus Minecraft versperren den Weg. Solche Easter Eggs gibt es in Hülle und Fülle. Nicht nur die Videospielindustire mit ihren Titeln werden veräppelt, auch die Filmindustire bekommt ihr Fett weg.
Hat man im Verlauf der Geschichte seine Freundin eingeholt, muss man mit Schrecken feststellen, dass sich die Freundin in der Zwischenzeit in eine Untote verwandelt hat. Aber nicht eine wie die Hundert Toten vor der Tür. Die gute Dame hat ihr Bewusstsein behalten, kann reden – nur der Fresstrieb ist vom Virus geblieben. Wieso und warum das so ist, verrät die zweite Hälfte des Spiels.

Etwas skurril

Zombeer bietet neben den vielen Sidekicks auch lustigen Humor. Zwar sind die meisten Zombies Klone, da sie alle gleich aussehen, doch gibt es dann doch ein paar Interessante, ausgestattet mit Fähigkeiten, die sich einem in den Weg stellen. Schon früh im Spiel hat man eine Begegnung mit einem Borat-Zombie, der einem das Bier im Körper in Wallung versetzt. Tötet man ihn nicht schnell genug, erhöt sich das Bier im Blut, die Sicht verschwimmt und die Steuerung wird hackelig. Ein Heidenspaß, den man auch mit zuviel Zombeer 02Zufuhr des Zombeer erhalten kann. Und trinken sollte man. Der Virus wütet weiterhin im Körper des Helden und wenn man keinen Schlucken mehr trinkt oder nichts mehr in der Tasche hat, wird man zu einem Zombie. Dieser Status hat auch sein Gutes, man kann durch die Horden an Untoten marschieren. Verweilt man zu lange in diesem Modus, sieht man auch den Game Over Bildschirm.
Nebst dem Vibrator gesellen sich noch ein paar klassische Wummen hinzu, die wieder mit viel Humor daherkommen. Eine Nagelpistole ist die Erste, die man erhält, levelt man diese auf, wird sie zur einer Gitarren-Nagelpistole, samt Sound beim Wechseln der Munition. Eine Kraken-Shootgun ist auch dabei und eine spezielle Art des Zombeer, dass man nicht trinken sollte. Wer schon mal Coca Cola und Mentos gemischt hat, weiss was da passieren kann.

Beiß mich

Zombeer bietet nebst dem vielen Humor reichlich wenig. Hin und wieder optionale Minispiele, die aber alle gleich sind. Der Weg ist schlichtweg linear. Verpassen kann man kaum was, trotzdem sollte man alle Räume aufsuchen, um an Munition und Zombeer heranzukommen. Natürlich dürfen Sammelitems nicht fehlen.Zombeer 05
Doch das eigentliche Manko am ganzen Titel ist das Gameplay an sich. Das Zielen ist zu schwammig, zu unterschiedlich ist der Schwierigkeitsgrad herausgekommen. Die Zombies sind Klonfutter und auch die Effekte erscheinen teilweise zu spät. Vor allem dann, wenn einige Zombies in Flammen stehen. Auch das ständige Nachtrinken des Biers verkommt mit der Zeit zu einem lästigen Ding. Die Grafik selbst schwammt auch von Kapitel zu Kapitel. Da findet man knackfrische Texturen und daneben wieder verwaschene. Die Qualität schwankt merklich, was ein wenig an der Atmosphäre kratzt.
Die Sprachausgabe ist in einem guten Englisch gehalten, die Übersetzung hätte man aber ein bisschen größer auf den Bildschirm zaubern können.

Zombeer ist TÜV geprüft

Zombeer ist im Herzen ein solider Shooter mit kleinen Macken. Das Hauptaugenmerk des Moonbite Studios war hier ganz klar auf den Humor. An fast jeder Ecke schmunzelt man über die vielen verschiedenen Sidekicks. Obwohl die Technik dahinter ein bisschen enttäuscht da die Steuerung schwammig ausgefallen war oder die Grafik mitunter recht von Areale zu Arele unterscheidet, kann sie jedoch über die ganze Strecke des Spiels unterhalten. Auch wenn Zombeer das Rad nicht neu erfindet. Es erfrischt so manchen Shooter Abend oder es treibt euch zur Weißglut

Zombeer Testbericht

Zombeer

  • Release: 22.01.2014
  • Genre: Ego Shooter
  • Entwickler: Moonbite
  • Publisher: Moonbite

Gutes

- Zombeer!!
- Viele Sidekicks und Humor im Spiel
- Abgefahrene Waffen

Schlechtes

- Teilweise schwammige Steuerung
- Linear, kaum Interaktionen oder Geheimnisse
- Grafik schwankt
- Schwierigkeitsgrad schwankt

7.3 / 10 Gut

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