WWE 2K16 im Test – Give me a Hell Yeah!

Getestet von | 05.11.2015 um 14:59 Uhr

Wie jedes Jahr zu dieser Zeit, gibt es wieder die alljährlichen Titel wie Assassin’s Creed, FIFA, PES oder Call of Duty. Auch WWE 2K16 ist einer von diesen Titeln. Nach dem eher schwachen Auftritt vom letzten Jahr, will man mit 2K16 wieder vieles gut machen und Verbessern. Im Mittelpunkt steht diesmal kein Geringerer als Stone Cold Steve Austin. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut und verraten euch, ob es eher ein Hell Yeah! oder ein Hell No! geben wird.

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Die drei Säulen des Spiels

In WWE 2K16 gibt es viel zu tun und im Kern wird das Spiel von drei Modi geprägt, sozusagen die drei Säulen die das Spiel stemmen. Da wäre der Karriere Modus, 2K Showcase und das WWE Universe. Neben diesen drei wichtigen Modi, gibt es aber noch mehr. So bekommen wir natürlich wieder den Exhibition Modus präsentiert, in dem man seine Traum Matches erstellen und nachspielen kann. Dann wäre da noch der Online Modus und natürlich der Editor. Doch der Reihe nach, fangen wir mit dem Karriere Modus an. Wie der Name schon vermuten lässt, ist es hier euer Ziel die Karriereleiter aufzusteigen. Dazu erstellt ihr euch einen eigenen Wrestler, sowohl die Optik, als auch das Move-Set, doch dazu gehen wir später mehr ins Detail. Zu Beginn seid ihr ein kleiner Fisch bei NXT. Unser erstes Ziel ist hier natürlich direkt der NXT Champion Gürtel. Wir müssen aber erst in der Rangliste aufsteigen und natürlich tun wir das, indem wir möglichst viele Kämpfe gewinnen. Durch Siege gibt es TP und später auch VC. Mit TP könnt ihr eure Attribute verbessern und Fähigkeiten freischalten. Bei den Fähigkeiten handelt es sich zum Beispiel um das stehlen des Finishing-Moves des Gegners, die einmalige Chance, aus einem Pin herauszukommen oder gesteigerter Schaden durch bestimmte Moves. VC sind für Talente zu gebrauchen. Bei Talenten handelt es sich eigentlich auch nur um besondere Fähigkeiten. So könnt ihr damit  Finisher aufladen, stärkere Griffe nutzen oder ihr erhaltet Zugriff auf OMG!-Momente. Letztere sind ein kleines Highlight im Spiel, denn wenndiese Momente passieren, knallt es so richtig. Nachdem ihr einen OMG!-Moment freigeschaltet habt, müsst ihr im Kampf nur die besonderen Anforderungen erfüllen und dann kann man staunen. So könnt ihr dafür sorgen, dass der Ring zusammenbricht, wenn ihr einen schweren Gegner auf die Matte werft. Ebenso ist es möglich, Gegner in ihrem Finisher aufzufangen und direkt den eigenen anzubringen oder ihr habt die Möglichkeit, zwei Gegner mit einmal auszuschalten.

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Natürlich müsst ihr im Karriere-Modus nicht nur Kämpfen, so gibt es auch Interviews, die euren Charakter beeinflussen. Wenn ihr nach einem Match zum Beispiel gefragt werdet, ob ihr dank der Unterstützung der Fans gewonnen habt, könnt ihr positiv oder negativ antworten. Wenn ihr den Fans dankt, steigt eure “Respektvoll” Anzeige und ihr werden als einer der guten Jungs eingestuft. Wenn ihr jedoch der Meinung seid, dass die Fans nichts damit zu tun haben und ihr das nur geschafft habt, weil ihr der Beste seid, steigt die “Respektlos” Anzeige und ihr werdet als Böse eingestuft. Hier gibt es aber mehr als nur die beiden Kategorien, da wären unter anderem noch: Stolz/Egoistisch, Mutig/Feige oder Loyal/Verräterisch. Diese Charakteristiken beeinflussen auch den Ablauf der Karriere. So werdet ihr als Good Guy manchmal bei euren Matches von einem eurer Rivalen besucht, der euch ablenkt oder direkt attackiert. Wenn ihr der Bad Guy seid, kann es natürlich auch andersherum laufen. Alles in allem kann man sagen, dass der Karriere Modus sehr gut gelungen ist. Kommen wir als nächstes zum 2K Showcase Modus.

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„And that’s the bottom line, ‚cause Stone Cold said so“

Im 2K Showcase Modus steht ein Mann im Fokus und zwar die texanische Klapperschlange, Stone Cold Steve Austin. Einfach gesagt, spielt man hier die Geschichte von Steve Austin nach und kann die Highlights seiner Karriere und viele  erneut erleben. Anders als bei den normalen Matches in den sonstigen Modi, gibt es hier auch gewisse Etwas, in den Matches selbst, die aber durch euch erst herbeigeführt werden müssen. So müsst ihr beispielsweise X Schaden am Gegner verursachen, damit eine Sequenz startet. Nach dieser geht das Match dann weiter und diesmal müssen wir Angriff X anbringen, damit es wieder weiter geht. Die Idee dahinter ist eigentlich ganz gut, da hierdurch eine gewisse Dynamik und gute Inszenierung entsteht, die wirklich wie aus dem TV wirkt. Leider muss man so gut wie immer die gleichen Aufgaben erledigen. Mach Angriff X und verursache so und so viel Schaden, bilden 70% der Aufgaben. Es gibt aber auch noch ein paar Spezialziele, die in einem separaten Menüpunkt gelistet sind. Hier müsst ihr beispielsweise ein bereits bestrittenes Match erneut absolvieren, ABER diesmal seid ihr der Gegner von Stone Cold und müsst ihn auf die Matte schicken. Es gibt aber auch Aufgaben, wo ihr einfach nur zuerst angreifen müsst oder trotz kritischem Schaden noch gewinnen müsst. Hier gibt es dann auch viel freizuspielen, wie neue Outfits, Kleidungsstücke für euren eigenen Charakter oder neue Wrestler.

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Dann wäre da noch der dritte wichtige Modus, WWE-Universum. Hier seid ihr der Manager und habt das sagen. Besonders die richtigen Hardcore Fans kommen hier auf ihre Kosten. Im Prinzip ist es WWE in Reinform, denn es gibt RAW, Smackdown, NXT und PPV wie Wrestlemania und Co. und ihr habt die Macht alles nach eurem Willen zu beeinflussen. Ihr könnte eigenen Stars einführen oder bestehende bearbeiten. Ihr könnt neue Shows und auch eigene Titel kreieren. Ihr könnt aus Freunden, Feinde machen, Gruppierungen zerstören und neue erstellen. Es gibt auch Rivalitäten und die Charaktere machen Entwicklungen durch. Wenn ihr wollt könnt ihr alles simulieren und nur als “Manager/Ersteller” agieren oder aber auch selbst ins Geschehen eingreifen. Hier kann man wirklich viele Stunden verbringen. Hier liegt wirklich alles in euren Händen.

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Gutes

- Es gibt reichlich zu tun
- Super Editor für alles Mögliche
- Mehr als 120 Wrestler

Schlechtes

- Steuerung nicht immer ideal
- Grafisch und Technisch schwach
- Verbindungsprobleme (während des Test-Zeitraums)

7.5 Gut

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