Winter Sports 2011: Go For Gold – Review

Getestet von | 10.02.2011 um 00:00 Uhr

Was gehört neben Kälte, Weihnachten und Glühwein noch zum Winter dazu? Richtig, spannende sportliche Wettkämpfe, die nur zu dieser kalten Jahreszeit ausgetragen werden können, die Winterspiele. RTL Sports bringen daher das offizielle Winter Sports 2011 Go For Gold auf den Markt. Wir sind für euch also durch allerlei Events gerutscht, gefahren oder geschliddert und vergeben nun unsere Mediale. Das Ergebnis lest ihr in dieser Review.

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Willkommen in deinem Team

Was wäre der Winter doch ohne ein wenig Winter-Sport? Genau, nur die Hälfte Wert und deswegen haben die eher unbekannten Entwickler RTL Sports auch das passenden Spiel dafür entwickelt. Nach erfrischend kurzen Ladezeiten befinden wir uns auch schon im Spielmenü wieder. Hier gibt es die üblichen Menüpunkte Karriere, Multiplayer, sowie Optionen, Schnelles Spiel und die Credits. Hauptaugenmerk ist natürlich die Karriere, mit der wir uns nun beschäftigen. Bevor wir hier allerdings loslegen können, müssen wir uns zunächst einem Team anschließen. Es gibt mehrere Teams, die unterschiedliche sportliche Einstellungen haben und auch unterschiedlich alte wie junge Leute. Der Spieler soll nun seinen persönlichen Favoriten auswählen. Die Wahl des Teams ist insofern wichtig, da ihr mit diesem eure gesamten Wettkämpfe bestreiten sollt. Sonst ist die Wahl des Teams aber eher nebensächlich und gibt niemanden Vor- oder Nachteile. Nachdem sich nun für ein Team entschieden wurde, darf man nun in das Team-Menü. Von hieraus kann der Spieler sein Team verwalten, an Wettkämpfe teilnehmen und die Fähigkeiten seines Teams verbessern. Euer Team besteht immer aus zwölf Leuten. Zwölf deshalb, weil es insgesamt zwölf verschiedenen Wettkämpfe gibt und jedes Team hat sozusagen einen Spezialisten für jede Disziplin. Zu den Disziplin gehören: Eiskunstlauf; Skifliegen; Vierer-Bob; Schneemobil-Rennen; Ski-Alpin Abfahrt; Ski Alpine Free Ride; Snowboard Cross; Biathlon; Short-Track
Jede dieser Disziplin wird nun willkürlich in den Wettkämpfen vorkommen. Die Wettkämpfe unterscheiden sich jeweils von der Stufe. Es gibt Anfänger- und Profi-Wettkämpfe und ihr müsst euch jeweils von Turnier zu Turnier kämpfen. Es ist selbstredend natürlich besser mit den Anfänger Wettkämpfen anzufangen, da diese euch auch schon einiges abverlangen.

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Und ab geht die wilde Fahrt

Stürzen wir uns doch gleich mal in so einen Wettkampf. Bevor dieser Wettkampf überhaupt startet, könnt ihr noch euer Team aufwerten. Diese Aufwertung könnt ihr nur mit Punkten machen, die ihr für Rangaufstiege bekommt. Im Rang steigt ihr wiederum auf, wenn ihr euch in Wettkämpfen gut platziert. Ihr könnt bei jedem Mitglied für die einzelne Wettkampfart immer 5 Attribute steigern. Einmal die allgemeinen Fähigkeiten und dann noch immer vier spezielle auf den Wettkampf zugeschnittene Dinge, wie z.B bessere Kurvenlage bei dem Bob, oder besser anfahren bei einem Schneemobil, oder aber auch bessere Präzision beim Eiskunstlauf. Nachdem ihr mit der Konfiguration zufrieden seid, könnt ihr nun einen Cup auswählen. Zu Anfang könnt ihr nur einen einzigen Cup auswählen, danach könnt ihr aber immer mehr freischalten. Nachdem ihr einen Cup startet, gibt es immer eine kleine Videosequenz, mit einem Kommentator, der das ganze immer kommentiert. Dies soll ein wenig Fernsehfeeling aufkommen und das schafft das Spiel sogar. Leider sind die Videos immer ein wenig komisch gestaltet, dass das ganze mehr ulkig als witzig wirkt. Nachdem das Video, welches auch weggeklickt werden kann, vorbei ist, geht das Spiel sofort in den ersten Wettkampf über. Die Ladezeiten sind hier zudem angenehm kurz. Bevor ihr einen Wettkampf startet, kommt immer eine Art Crash-Cours-Tuturial. Hier seht ihr nämlich jeden Befehl der Steuerung als ein kleines Bildchen, damit ihr wisst was ihr gleich zu tun habt. Die Steuerung ist für jeden Wettkampf anders, sodass man sich zuerst ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlt. Doch die Steuerung hat man recht schnell kapiert und der Spieler weiß was zu tun ist. Leider wird hier ein großes Manko von Sports Champion 2011 deutlich. Die Steuerung schwangt von extrem leicht und präzise zu extrem schwammig und bitter. Ein gutes Beispiel sind hier Viererbob und Schneemobil. Während ihr mit eurem Viererbob gekonnt durch den Eiskanal brettert und die Steuerung so gut wie keine Fehler zulässt, brettert ihr mit eurem Schneemobil gegen jede Wand in engen Kurven. Warum? Weil hier die Steuerung nicht gut umgesetzt wurde und man das Gefühl hat einen 40-Tonner zu steuern. Ähnlich ist auch beim Biathlon. Die Steuerung während man fährt ist angenehm und sehr simpel. Doch sobald ans schießen geht, kann man den Controller auch gleich aus der Hand legen. Eine schlechtere „Waffen-Steuerung“ haben wir selten erlebt. Die Waffe zieht von links nach rechts und von unten nach oben. Stilles halten, nahezu unmöglich, weshalb sich hier auch ein wenig Frust zeigt, wenn man aus fünf Schüssen gerade mal einen versenkt.
Dies waren aber auch die beiden negativ-Beispiele. Sonst ist die Steuerung bei den meisten Wettkämpfen passabel. Besonders beim Snowboard Cross und Ski Alpine Free Ride macht sich die Steuerung gut, da hier sogar Tricks mit eingearbeitet worden sind, die der Spieler vollführen kann. Gut gefiel uns hier die Art der Grinds. Mit einem Sprung geht’s ab auf die Rail und nun muss mit dem Stick das Gleichgewicht ausbalanciert werden, damit ihr auch schnell über die Rail kommt. Für viele gute Aktionen und guter Technik bekommt ihr dann auch sogenanntes Adrenalin. Dieses Adrenalin wird in einer Anzeige gespeichert und ist sowas wie Nitro. Man kann sich das so vorstellen, dass sobald man X drückt, man einen fetten Turboboost bekommt. An und für sich ja keine schlechte Idee, bloß für diese Art von Sportspiel doch irgendwie fehl am Platz, zumal das die Atmosphäre nicht gerade unterstützt, tritt das Spiel sonst sehr Atmosphärisch auf. Zum Ende werden nämlich die Sieger in einer Siegerehrung gekürt und sofern ihr im Spiel ein Deutscher seid, bekommt ihr auch immer die deutsche Nationalhymne zu hören. Eine coole und nette Idee eigentlich.

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Kannst du da mithalten?

Natürlich könnt ihr die einzelnen Disziplinen auch so mal spielen, in einer Art schnellen Spiel. Hier könnt ihr viele Dinge einstellen und dann ein wenig trainieren. Hier wird allerdings wieder ein kleines Manko deutlich. Das Spiel hat zwar einige Disziplin, doch alle haben nur zwei Strecken, die jeweils in zwei Variationen da sind. Die ersten beiden sind einfach und die beiden anderen immer schwer. Leider eine sehr nüchterne Ausbeute, die nicht gerade nach Langzeitmotivation schreit. Glücklicherweise gibt es da noch die Herausforderungen. In eurer Karriere könnt ihr nämlich neben den Cups noch ein wenig Herausforderungen machen. Diese bestehen immer aus Dingen wie, mache acht Tricks hier, oder unterbiete diese und diese Zeit, schlage diese Weite usw. Auch hier müsst ihr euch von den ersten leichten Challenges bis zu den harten kämpfen. Für bestandene Challenges gibt es dann XP, die ihr ja für die Aufwertung eures Teams- und für Rangaufstiege braucht. Widmen wir uns allerdings noch einen wenig mehr den technischen Dingen. Die Grafik ist ok, kann aber nicht mit den heutigen Top Titeln mithalten. Auch sehen die Menschen alle sehr ähnlich aus und haben ein eher oberflächliches Design und einen ebenso oberflächlichen Detailgrad. Die Umgebung sieht da schon besser aus und sieht manchmal sogar ganz gut aus, leider zu selten. Hier und da gibt es einen Framrate-Einbruch und die Steuerung, die ja schon genannt wurde, stimmt in der eher mittelmäßigen Technik mit ein.
An dieser Stelle wäre jetzt noch der Online-Part gekommen, doch leider scheint das Spiel niemand online spielen zu wollen, sodass wie mehrfach vergeblich versuchten ein Onlinegame in Gang zu bekommen, vergeblich. Eigentlich schade, da man online gegen menschliche Gegner sich doch gerne in den verschiedenen Disziplinen messen möchte.

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Fazit:
Sports Champion 2011 Go For Gold ist ohne Frage ein „Zwischendurch-Spiel“. Das Spiel bietet zwar einen angemessenen Umfang, doch die Technik ist längst nicht mehr aktuell und wirkt gegen andere Spiele schon sehr dürftig. Das der Online-Part mehr oder weniger komplett wegfällt tut dem Spiel nicht gut, sodass hier eine Langzeitmotivation ausbleibt. Es ist für absolute Wintersportfanatiker sicher `ne willkommene Abwechslung, aber sonst ist das Spiel eher nicht zu empfehelen.

Gutes

+ Viele Disziplinen
+ Ordentlicher Umfang

Schlechtes

- Teilweise schwammige Steuerung
- Online ist nichts los
- Die ganze Technik ist nicht heutiger Standard
- Kaum Streckenauswahl

6.5 Mittelmäßig

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