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Uncharted 4: A Thief’s End im Test – Ein würdiges Ende

Artikel von | 16.05.2016 um 17:10 Uhr

Seit dem letzten Uncharted sind mittlerweile schon fünf Jahre vergangen. So wie sich Naughty Dog mit The Last of Us beschäftigt hat, hat sich auch Nathan Drake in der Zwischenzeit mit vielem anderen Beschäftigt. Doch ganz ohne Abenteuer geht für ihn nicht und es erwartet ihn noch eine letzte Reise voller Gefahren. Dabei haben die Entwickler nochmal an jeder Schraube gedreht und unter anderem mit einer genialen Optik, einem Kletterhaken und einer offeneren Welt für Kaufargument gesorgt. Doch ist es die Story die wohl vieles entscheiden wird. Wir haben für euch das Finale von Drake in Uncharted 4: A Thief’s End getestet und sagen euch, ob es ein würdiges Ende der Reihe ist.

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Drake’s Fortune

Noch einmal, noch ein letztes Mal, noch das eine letzte Abenteuer. Das ist das Motto von Uncharted 4. Nach den großen Entdeckungen der letzten Jahre, hat sich Nathan Drake nun an das Leben ohne Schätze, Expeditionen und Explosionen gewöhnt. Er lebt ein glückliches Leben mit seiner Frau Elena und beschafft sich als Mitglied eines Bergungsteams sein Geld. Doch dann, aus heiterem Himmel, taucht sein Tod geglaubter Bruder wieder vor ihm auf und alles ändert sich schlagartig. Das Treffen ist aber nicht nur von Freude geprägt. Sam bringt neue Probleme in das Leben seines kleinen Bruders. Er steckt in finanziellen Schwierigkeiten und hat auch eine Idee, diese zu lösen. Der verschollene Schatz vom Piraten Henry Avery, einem der größten Piraten seiner Zeit. Dieser soll einen geschätzten Wert von 400 Millionen haben. Bereits als Kinder haben die beiden Hinweise für den Schatz gesucht, war es doch ihre verstorbene Mutter, die bereits Nachforschungen nach diesem betrieben hat. Ein Erbe, was sie erfüllen wollen. Daher erlebt man auch einige Momente aus der Vergangenheit der Brüder und die Anfänge des legendären Schatzsuchers. Doch die Geschichte hat sich herum gesprochen und sie sind nicht die einzigen, die nach Averys großem Andenken suchen.

Das sollte euch einen guten Grundausblick auf die Geschichte von Uncharted 4 vermitteln. Es gibt natürlich noch unzählige Faktoren die hinzukommen und für Spannung sorgen, doch diese Hinweise solltet ihr auf eurem Abenteuer schon selbst finden. Es steht aber fest, dass die Spieler genau das erwartet, was sie zuvor in den Vorgängern erlebt haben. Die Suche nach einem verloren Schatz, unentdeckte Gebiete mit ihren eigenen Rätseln und gleichzeitig eine Horde an Schurken, die einem nach dem Leben trachten. Die Geschichte läuft hierbei wie gewohnt linear und der Spieler hat streng genommen auch keinen Einfluss darauf, abgesehen von einigen optionalen Dialogen. Es ist mal wieder ein Geschichtsunterricht, der einem eine tolle historische Geschichte mit zusätzlichen Details übermittelt, aber super verpackt ist. Die Kampagne ist gewohnt cineastisch aufgebaut, so gibt es unzählige Action-Passagen und Explosionen – aber auch tolle Dialoge. Den Grundstein dafür legen allem voran die Charaktere. Jeder hat seinen Charme und während Drake wie gewohnt alles mit Humor nimmt, nehmen andere die Situation meist ernster. Bestes Beispiel ist dafür sicherlich auch Sam. Während Nathan ein unerforschtes Gebiet nach dem anderen aus Routine entdeckt, hat Sam immer noch dieses Gefühl etwas Neues zu sehen und sprachlos zu sein.

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Den Spieler erwartet wieder eine spektakulär inszenierte Welt. Im Laufe des Spiels sieht man einen atemberaubenden Ort nach dem anderen, was nicht zuletzt auch an der tollen Grafik liegt. Neu dabei ist jedoch, die Größe der Gebiete. Natürlich ist der neue Ableger nicht weniger linear erzählt wie der Vorgänger, doch fühlt man sich nicht gezwungen von einem Schlauchlevel zum nächsten zu gehen, sondern hat nun mehr Möglichkeiten. Man kann jetzt mehr erkunden und erkennt dabei unzählige Details in der Spielwelt. Mit der größeren Welt, kommen auch kleine Hilfen wie ein Geländewagen oder ein Boot, welche man frei steuern kann. Diese Gebiete kommen auch so lebendig vor, da die Charaktere auch unter einander interagieren. Meist lassen diese einen lockeren Spruch zur Umgebung oder einer Aktion ab.
Hinzu kommen noch viele lustige Sprüche, Anspielungen oder ein Easter Egg, was einfach für Unterhaltung sorgt. Es gibt natürlich wieder Elemente die dem ein oder anderen nicht gefallen könnten. Gefühlt haben wir in keinem Uncharted zuvor, so wenig schießen müssen. Gleichzeitig hängt das auch mit der Geduld des Spielers ab. Einige Schusswechsel sind zwar Pflicht, doch meistens könnt ihr auch schleichend vorgehen und langsam einen Gegner nach dem anderen ausschalten. Manchmal ist es sogar möglich, ohne jegliche Konfrontation ein Gebiet zu verlassen. Doch gibt es nicht nur wieder mal unzählige Schusswechsel, sondern auch einige etwas überinszenierte Momente. Explosionen, riesige Sprünge und unmögliche Situationen stehen hier mal wieder auf der Tagesordnung. Was Nate so alles überstehen muss, da wären andere im Krankenhaus gelandet, aber irgendwie gehört es ja zu Uncharted. Wer damit jedoch nicht zurechtkommt, der wird wohl schon beim ersten Kapitel aufhören müssen.

Alles in allem ist das auch bezeichnend für das Spiel selbst. Natürlich ist die Geschichte nicht zu 100% realistisch oder manche Situationen oder Details in der Geschichte nicht ganz stimmig – doch das möchte Uncharted auch nicht sein. Was Naughty Dog jedoch bietet, ist eine packende Geschichte, tolle Charaktere und atemberaubende Schauplätze. Genau das bekommt der Spieler auch zu sehen. Besonders die Balance zwischen Erkunden, Schießen und Klettern ist super gelungen und nicht zu monoton. Außerdem fühlt sich die Geschichte auch emotionaler an, gerade weil man doch immer wieder den Einfluss von The Last of Us spürt und das nicht nur in der Story. Es ist ein Spiel bei dem man Spaß hat und auch wenn es mal wieder unzählige Feinde oder andere nervige Dinge gibt, unterhält einen Uncharted 4 einfach super und man bleibt am Ende der Story mit einem befriedigendem Gefühl zurück. Nicht zuletzt ist es ja auch das letzte Abenteuer von Nathan Drake und was die Geschichte angeht, tja, dafür spielt ihr es am besten selbst.

Uncharted 4: A Thief's End

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Uncharted 4: A Thief’s End Testbericht

Uncharted 4: A Thief’s End

  • Release: 10.05.2016
  • Genre: Action, Adventure
  • Entwickler: Naughty Dog
  • Publisher: Sony Interactive Entertainment (SIE)

Gutes

+ Eine packende Geschichte mit tollen Charakteren
+ Atemberaubende Grafik, tolle Kulissen und viele Details
+ Offenere Welt und mehr taktische Kampfmöglichkeiten

Schlechtes

- Multiplayer mit einigen schwächen

9.3 / 10 Must Have

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