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Transformers 3: Dark of the Moon – Review

Artikel von | 17.07.2011 um 00:00 Uhr

High Moon Studios bringt mit Transformers 3 wieder neue Schlachten zu uns nach Hause. Auch wenn die Vorgänger kein Genrehighlight waren, so konnten sie doch gute Kritiken einfahren. Nun folgt der Nachfolger, der die Vorgeschichte zum aktuellen Kino-Kracher Transformers 3 erzählt.

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Einen Schritt zurückgetreten

Man ist zunächst als Bumblebee unterwegs, später übernimmt der Spieler aber auch noch die Kontrolle anderer Autobots. Man darf aber auch zwischenzeitlich in die Haut der Decepticons schlüpfen. Die erste Mission führt euch als Tutorial dann auch behutsam in die Steuerung ein, wer aber schonmal einen Thirdperson-Shooter gespielt hat, wird kaum Probleme haben, sich zurecht zu finden. Neuerungen im Vergleich zu „Transformers: Kampf um Cybertron“ sind allerdings Mangelware. Es gibt nun lediglich eine dritte Verwandlungsform: Neben der Transformation in Roboter- & Autoform wartet nun auch ein bewaffnetes Fahrzeug aus Metall auf euch. Eins Vorweg: Über Munitionsnachschub muss man sich keine Sorge machen, diese ist unendlich verfügbar. So gerüstet geht es in den Dschungel Südamerikas, nach Detroid und vor allem durch unzählige Korridore und Hallen. Diese Orte sind aber einfach für diese großen Metall-Maschinen zu eng. Das sorgt nicht nur dafür, dass eure Bewegungsfreiheit meist der einer U-Bahn gleicht, sondern auch ein unübersichtliches Chaos folgt daraus.

Zum Glück sind die Gegner, egal für welchen der Schwierigkeitsgrade man sich entscheidet, reiner Metallschrott. Selbst die Endgegner erfordern kaum Geschick. Insgesamt ist Transformers 3 überhaupt keine Herausforderung: Einfach den Markierungen zum nächsten Ziel folgen – unterwegs und vor Ort alles zerstören. Doch leider haben es High Moon Studios versäumt, dabei fair zu bleiben. Es gibt doch einige Stellen, auf die man eher verzichten hätte können: Etwa die Flucht aus einem Vulkan, wo ihr teilweise nichtmal mehr zwischen Boden und glühender Lava unterscheiden könnt. Vor allem jedoch kann der finale Kampf frustrieren, hier kommt einfach zuviel auf euch zu. Das ist insofern unfair, als dass das Spiel hier eine Steigerung der Schwierigkeit um 100 Prozent einlegt: Erst stapft ihr durch eine Schießbude und plötzlich werden Fähigkeiten gefordert, die man vorher nie gebraucht hat.

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Der Multi-Spaß

Da die Story mit einer Spielzeit von gerade mal etwa fünf Stunden recht kurz ausgefallen ist, gibt es bei Transformers 3 auch wieder einen Multiplayer-Modus. Dessen fünf Karten orientieren sich an Orten aus der Solokampagne, welche ihr in den drei Spielmodi Deathmatch, Team Deathmatch und Eroberung spielen könnt. Das ist recht überschaubar ausgefallen, bietet aber nur wenig Abwechslung. Es stehen vier Klassen zur Verfügung: Späher, Jäger, Anführer und Krieger. Während die Späher – zu denen etwa Bumblebee gehört – flinke Kämpfer sind, sind Krieger wie der Megatron-Panzer stark bewaffnete, aber behäbige Kolosse. Die Jäger wiederum können sich als Fahrzeug in einen Jet verwandeln und so das Spielfeld von weiter oben unter Beschuss nehmen. Leider gibt es eine unsichtbare Begrenzung bei der Höhe, wodurch man sich schnell etwas eingeengt fühlt, da diese recht niedrig liegt. Überhaupt sind die Maps meist sehr verwinkelt und leiden unter einem starken Mangel an Bewegungsfreiheit, ähnlich wie bei den Kampagnen.

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Atmosphäre für Fans

Eigentlich macht Transformers 3 nicht viel falsch: Die Steuerung aus der Verfolgersicht funktioniert eigentlich ganz ordentlich und die Action stimmt auch. Dem technischen Grundgerüst, welches aus Transformers: Kampf um Cybertron übernommen wurde, merkt man sein Alter mittlerweile aber doch an, auch wenn es nun über einige schicke neue Lichteffekte verfügt. Dennoch reicht sie aus, die Action flüssig auf den Bildschirm zu übertragen. Bei Musik und Soundeffekten kommt dann zudem auch noch einiges an Transformers-Atmosphäre auf. Aber auch die Verwandlungen der Blechkisten wirken authentisch und flüssig. Um wirklich zu überzeugen, ist das aber definitiv zu wenig.

Transformers 3: Dark of the Moon Testbericht

Transformers 3: Dark of the Moon

  • Release: 24.06.2011
  • Genre: 3rd Person Action, Action
  • Entwickler: High Moon Studios
  • Publisher: Activision

Gutes

- Viele Transformers spielbar
- Guter Sound
- Grafisch Top

Schlechtes

- zu kurze Spieldauer
- Team-KI nicht immer optimal
- Sehr linear

7.0 / 10 Gut

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