Toy Soldiers: War Chest im Test – Das Spielzeug zieht in den Krieg

Getestet von | 21.08.2015 um 14:33 Uhr

Mit Toy Soldiers: War Chest erscheint bereits der dritte Teil, der seit 2010 bestehenden Reihe, und erstmals könnt ihr auch auf der PlayStation in den Spielzeugkrieg ziehen. Wir haben uns das Spiel genauer angesehen und verraten euch in unserem Test, ob es sich lohnt die Spielzeugkiste auszupacken und in den Kleinkrieg zu ziehen.

Unbenannt

Es war einmal…..ähh nichts

Eigentlich würden wir an dieser Stelle auf die Story des Spiels eingehen, doch leider ist hier keine wirkliche vorhanden. Es gibt zwar eine Kampagne, doch geht es in diesereinfach nur um den Krieg zwischen den Spielzeugen. Die Schlachten werden immer mit einem Video begonnen, doch dabei seht ihr lediglich eure Gegner oder eine kleine Kriegsmontage, bevor es dann in die Schlacht geht. Etwas schade ist das fehlen einer Story schon, da man mit den vorhanden Charakteren und Armeen lustige Möglichkeiten gehabt hätte und somit jegliche Bindung zu eben jenen Soldaten nicht knüpfen kann.

So könnt ihr zwischen vier Helden wählen, die alle eine eigene Armee haben. Wenn ihr etwas mehr zahlt, dann habt ihr acht Helden zur Verfügung, doch dazu kommen wir später. Anfangs habt ihr nur Kaiser Ludwig zur Auswahl, der sich an den Weltkrieg Szenario orientiert. Nach kurzer Zeit spielt ihr noch die Sci-Fi inspirierte Armee von Phantom frei, die Kuschelbären und Feen von Starbright und die Ritter und Drachen vom Dark Lord. Der Look der Vier unterscheidet sich sehr, die Optik ihrer Armeen auch, aber spielerisch gibt es nicht ganz so große Unterschiede. Wo wir auch schon bei dem ersten Kritikpunkt sind, dem Gameplay.

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Kuschelbär vs Kampfroboter

Bei Toy Soldiers: War Chest handelt es sich um ein klassisches Tower-Defense Spiel, bei dem ihr gegen Welle nach Welle antretet, aber die Einheiten wahlweise selbst steuern könnt und verhindern müsst, dass eure Spielzeugkiste überrannt wird. Wie üblich bekommt ihr Geld für zerstörte Einheiten und könnt damit weitere Türme bauen oder die vorhandenen verbessern. Alle Armeen haben die gleichen Einheiten, die sich hauptsächlich optisch unterscheiden, doch spielerisch nicht so sehr. Jede Armee hat so ziemlich die gleichen Einheiten zur Auswahl – es gibt Geschütze für Infanterie, Panzer, Flugeinheiten und Helden. Zwar sehen alle Infanteriegeschütze anders aus und schießen teilweise auch mit verschieden Projektilen, bei Kaiser Ludwig sind es normale Patronen, bei Starbright sind es Seifenblasen- doch im Prinzip sind alle schlichtweg MGs, die keine wirklichen Unterschiede bieten. Das Gleiche gilt für die meisten anderen Geschütze, sie wirken anfangs anders, doch sind im Kern gleich.

Auch die Helden unterscheiden sich nicht sonderlich, denn hier gibt es zwei Typen – Nahkämpfer und Fernkämpfer. Man muss jedoch sagen, dass die besagten Nahkämpfer nur als DLC erhältlich sind, doch dazu kommen wir später. Bei den Fernkämpfern habt ihr immer zwei Waffen am Start. Meist eine normale, wie ein Maschinengewehr, und eine etwas speziellere, wie einen Raketenwerfer. Zwar haben wir hier ein Maschinengewehr, einen Granatenwerfer, einen Flammenwerfer, ein Lasergewehr, ein Raketenwerfer und mehr zur Auswahl und auch hier wirkt alles frisch und anders, doch im Prinzip sind sie alle sehr gleich. Ihr könnt die Helden übrigens nur rufen, wenn ihr schnell genug viele Einheiten tötet. Damit steigt eine Anzeige, die euch dann erlaubt, besagten Helden zu rufen. Wenn ihr denkt, ihr schafft eine lange Kombo, dann könnt ihr auch was noch stärkeres als euren Helden rufen. Bei Starbright handelt es sich um einen Pegasus, mit dem ihr eure Gegner aus der Luft ans Leben wollt, bei Phantom um einen Kampfroboter. Diese Einheiten unterscheiden sich, ähnlich wie die anderen. Es gibt auch manche Maps, auf denen ihr nach einer gewissen Zeit, einfach so euren Helden rufen könnt. Alle Helden haben aber eines gemeinsam. So habt ihr diese immer nur für begrenzte Zeit zur Verfügung. Auf der kompletten Map sind jedoch Batterien verteilt, mit denen ihr eure Helden länger am leben halten könnt.

 

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Unnötige Makel

Neben der Kampagne, gibt es natürlich noch mehr Modi, naja, eigentlich nur einen. Bei diesem macht ihr aber das Gleiche wie in der Kampagne, nur Online. Ihr könnt entweder gegeneinander antreten oder im Koop spielen, sogar im Splitscreen. Wenn ihr gegeneinander spielt, wechselt ihr immer zwischen Angriff und Verteidigung. Bei Verteidigung macht ihr das, was ihr schon aus der Kampagne kennt. Im Angriff müsst ihr dann wählen, welche Einheiten den nächsten Angriff starten – Infanterie, Panzer oder Flugeinheiten. Diese unterstützt ihr dann mit eurem Helden und geht volle Kraft vorraus. Übrigens braucht ihr zum Online spielen einen Uplay Account bei Ubisoft, weil……darum halt. Achja, die wöchentlichen Kriege gibt es auch noch, doch da macht ihr das Gleiche wie in der Kampagne, jedoch werden diese wöchentlich erneuert und bieten dadurch mehr Inhalte und hier könnt ihr Spielkisten freischalten.
Spielkisten enthalten neue Ausrüstung und Upgrades für eure Helden und Einheiten. Diese Upgrades bekommt ihr zwar auch einzeln nach Schlachten, doch in einer Kiste ist ein bisschen mehr drin. Falls ihr ein Upgrade schon habt, wird dieses in Münzen umgewandelt. Wenn ihr also die verbesserte Verteidigung für euer MG schon habt, bekommt ihr stattdessen 100 Münzen. Diese Münzen könnt ihr direkt und gezielt für Ausrüstung und Upgrades ausgeben oder ihr kauft euch davon besagte Spielkisten. Soweit so gut, doch leider gibt es auch Mikro-Transaktionen in dem Spiel. Wenn ihr unbedingt den Raketenwerfer für euren Helden wollt, aber leider keine Münzen am Start habt, könnt ihr Echtgeld investieren und dadurch habt ihr sofort die nötigen Münzen parat, toll oder? Nein. Denn man sollte auch so problemlos genug Münzen haben und immerhin hat man das Spiel ja schon bezahlt, aber ihr kennt sicher das Dilemma mit Mikro-Transaktionen.

Gutes

-Coole und spassige Helden
-Guter Online und Splitscreen Modus
-Nette Mischung aus Tower Defense und Shooter
-Optisch sehr unterschiedliche Fraktionen...

Schlechtes

-...die sich spielerisch jedoch zu wenig unterscheiden
-Auf dauer etwas eintönig
-Optik und Sound nicht so gelungen
-Unnötige Mikro-Transaktionen und Uplay Zwang

6.8 Mittelmäßig

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