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Toukiden 2 im Test – Das Monster Hunter für die PlayStation 4?

Artikel von | Dienstag 21. März 2017 um 15:03 Uhr

Für einige Jahre schaute man auf der PlayStation neidisch auf die Nintendo Spieler wegen der Monster Hunter Reihe, von der oft geschwärmt wurde. Koei-Tecmo hat diesen Markt gesehen und mit Toukiden ein ähnliches Spiel auch für die PlayStation Spieler veröffentlicht. Nach Toukiden Kiwami steht mit Toukiden 2 nun ein neuer Ableger bereit, welcher im Juli 2016 bereits in Japan veröffentlicht wurde. Knapp ein Jahr später dürfen also auch wir mit riesigen Schwertern bewaffnet gegen noch größere Dämonen kämpfen. Wie sich das ganze spielt und ob es auch was für den Shooter-Liebhaber aus dem Westen ist, dass erfahrt ihr in unserem Test.

Dämonen, Schwerter und japanische Kriegshelden

Fangen wir auch direkt mit der Geschichte von Toukiden 2 an. Ihr seid einer der Soldaten der Stadt Yokohama, doch ganz plötzlich wird eure Stadt, sowie die ganze Welt, von Dämonen (Oni) überrannt. Insgeheim haben sich die Menschen auf den Kampf vorbereitet und die sogenannten Jäger treten ans Tageslicht. Doch während des Kampfes taucht ein riesiges Wesen auf, welches euch in einen Strudel einsaugt. Als ihr aufwacht, habt ihr nicht nur euer Gedächtnis verloren, sondern scheinbar auch eure Stadt. Es dauert nämlich nicht lange, bis ihr herausfindet, dass ihr zehn Jahre in die Zukunft gereist seid und dann auch noch weit entfernt von Yokohama, welches seinerzeit den Krieg verloren hatte.

Nun findet ihr euch aber in Mahoroba wieder. Auch nach all den Jahren kämpfen die letzten überlebenden Menschen gegen die Oni. Gerettet wurdet ihr vom Professor, welche eine außenstehende des Dorfes ist. Da der aktuelle Herrscher verstorben ist, gibt es einen Machtkampf zwischen zwei Fraktionen. Einiges steht euch also bevor. Primär ist das natürlich das Überleben jedes Menschen wichtig. Auch das besiegen von Onis hilft natürlich und eine Möglichkeit, diese komplett aufzuhalten, muss gefunden werden. Aber auch um den eigenen Charakter gibt es einige Rätsel zu lösen. Wieso ist man in der Zeit umher gereist und was ist seit damals alles passiert? Zuletzt gibt es noch viele Personen mit ihren eigenen Geschichten zum Kennenlernen und deren Probleme, welcher der Spieler natürlich lösen muss.

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Positiv:
Man bekommt eine schön ausgeschmückte Geschichte mit vielen Charakteren und durch japanische Kultur auch viele Einflüsse. Zwar sind die meisten eher weniger der Vergangenheit des Landes nachempfunden, doch gibt es mit den Onis doch einen Einblick in die japanischen Fabeln. Mit Mitamas, verstorbenen Kriegshelden, kommen noch weitere Einflüsse hinzu. Dadurch, dass der Spieler in einigen Dialogen auch etwas Freiheit bei den Antworten hat, gibt es auch eine kleine persönliche Note – auch wenn sie weniger Einfluss haben. Dafür gibt es aber ein System, welches eure Taten bewertet und dementsprechend eure Beziehung zu anderen Mitstreitern beeinflussen kann und Vorteile mit sich bringt.

Negativ:
Das alles klingt zwar schön und gut, aber ist leider doch etwas weniger optimal umgesetzt. Wer Toukiden 2 nämlich nur spielen und Dämonen bekämpfen möchte, der muss sich durch viele viele Texte kämpfen. Es gibt nämlich doch einige Dialoge die weniger sinnvoll und eher nervig sind. Auch die Geschichte selbst ist, allein schon weil vieles nur durch Text mit kleinen Bildern erzählt wird, eher weniger spannend. Letztlich geht es nur darum, dass man den nächsten Oni besiegen muss. Die Geschichten davor sind dann eher weniger wichtig. Ob ich das Monster nun bezwinge um das Dorf zu retten oder um einer Oma sicher über die Straße zu helfen, das macht beim 50. Mal auch keinen Unterschied mehr.

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Toukiden 2 Testbericht

Toukiden 2

  • Release: 23.03.2017
  • Genre: 3rd Person Action, Hack & Slay, Rollenspiel
  • Entwickler: Koei
  • Publisher: Koei

Gutes

+ Hohe Spielzeit durch extrem viele Inhalte
+ Viele Waffen, Rüstungen und Mitama zur Auswahl
+ Im Online Koop sehr kurzweilig

Schlechtes

- Grafik eher auf PS3 /PS2 Niveau
- Bosskämpfe teils unberechenbar
- Story sowie Charaktere bieten nichts besonderes
- Gameplay hat einige merkwürdige Elemente (Schaden, Waffenwechsel)

6.7 / 10 Nicht so gut

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