Tomb Raider – Review

Getestet von | 03.03.2013 um 00:00 Uhr

Seit 1996 begleiten wir die schatzjagende Adelige Lara Croft auf ihren Abenteuern durch verschollene Ruinen, altehrwürdige Tempel und verlassene Gräber. Dieses Jahr wagen sich Square Enix und Crystal Dynamics an das Reboot von Tomb Raider und lassen die gute Lara auf einer vermeintlich verlassenen Insel im gefürchteten Drachendreieck stranden. Dass diese Insel nicht verlassen ist und dass ihre Bewohner unserer Protagonistin nicht immer ganz so freundlich gesinnt sind, sollte klar sein. Doch was führt uns in das Drachendreieck? Was erwartet uns sonst noch auf der Insel und gehen wir am Ende als die Lara Croft hervor, die wir kennen? Das und vieles mehr erfahrt ihr in unserem Test zu Tomb Raider.

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Die Reise im Sturm

Laras Geschichte beginnt auf der Endurance, einem Schiff, das sich selbst in unserer Historie auf eine Expedition begeben hat. Doch die junge Lara ist nicht allein, denn sie ist Teil einer Crew, die sich auf der Suche nach Yamatai, dem ersten japanischen Königreich, das damals von der Königin Himiko regiert wurde. Vermutet wird das Ganze östlich von Kyushu, doch Lara hat eine Idee, weswegen die Endurance direkt ins Drachendreieck steuert. Hierbei handelt es sich um das östliche Gegenstück zum Bermuda-Dreieck, das auch die Endurance in den Untergang zieht. Gestrandet auf der Insel, wird Heldin Lara Croft bewusstlos geschlagen und erwacht in einem schier endlosen Albtraum, aus dem es nur selten und kurzweilig ein Entrinnen gibt.
Doch was wäre ein Tomb Raider ohne richtige Gräber und einer Legende, die es in sich hat? Richtig, es wäre eben kein richtiges Tomb Raider. Besagter Königin Himiko wurden schamanische Kräfte zugesprochen, die das Wetter mithilfe ihrer Gefühle kontrollieren konnte. Eine weitere Legende besagt, dass eben auch jene Königin für das Drachendreieck verantwortlich ist. Fakt oder Aberglaube, aber eines ist klar: Wir sind mit Lara auf einer Insel, die sich seltsamen Ritualen zuwendet und die uns manches Mal näher an unsere Grenzen und Himiko bringt, als uns letztendlich lieb ist.
Dramaturgisch kann Tomb Raider jedoch, getreu den Vorbildern aus Hollywood, mitziehen und präsentiert eine Explosion, Schießerei oder ein Flammenmeer nach dem anderen, die sich eher schlecht als recht in den Stil der alten Tomb Raider einpassen lassen. Gut, aber vielleicht wollte man auch einmal einen neuen Weg beschreiten, doch dafür hätte man eher eine andere, ungeformte Spielfigur nehmen sollen. Betrachtet man das Spiel für sich, hat es schon seine Reize, strotzt jedoch vor unnötigen und gescripteten Events, die ihresgleichen vergeblich suchen werden.
Allerdings gestaltet sich auch hier die Geschichte eher als Nebensache, wie es für die Reihe eher typisch ist. Zwar ist sie stellenweise gut erzählt, doch kann man auch nichts machen, beziehungsweise möchte man sich gleich wieder in die nächste Aufgabe stürzen, statt einer weiteren, manchmal gestreckten, Sequenz zu lauschen.
Apropos lauschen: Die deutschen Synchronsprecher können durchweg überzeugen, da Nora Tschirner und Konsorten einen ausgezeichneten Job ausgeführt haben. Es lohnt sich also, dieses Spiel auf Deutsch zu spielen! Doch auch die restlichen Soundeffekte sind allesamt sehr gut und der Soundtrack ist der absolute Oberhammer! Reinhören und zuhören ist hier die Devise.

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Lara goes Rambo

Es ist nicht einfach, ein Reboot einer Serie durchzuführen, ohne den Charakter der Protagonisten zu verändern. Crystal Dynamics versprach uns das erste Abenteuer einer noch jungen und unerfahrenen Lara Croft und bot uns letztendlich die rasche Entwicklung eines Kindes zu Rambo. Zwar beginnt ihr Abenteuer langsam, doch gibt es kaum eine Grenze in dem unsäglichen Grauen, das folgt. Zunächst wird sie von Gewissensbissen geplagt, da sie ein Reh erlegt, um etwas zu essen. Auch ihr erstes Opfer scheint noch ein Gewissen in der Protagonistin zu wecken, doch im Anschluss – wenige Sekunden, nach einer vermeintlichen Vergewaltigung – metzelt sich Lara ohne gewissenhafte Kommentare durch die Insel und erlegt eine Horde Gegner nach der anderen.
Zwischenzeitlich denkt man, man würde eher eine Art obskures Moorhuhn spielen, statt einen anständigen Titel aus dem Action-Adventure-Genre. Die Entwicklung der Protagonistin ist leider nicht wirklich gelungen und überzeugt bis zur letzten Sekunde kaum. Doch wohingegen sich Lara binnen weniger Sekunden in eine männermordende Bestie verwandelt, bleiben die anderen Figuren auf der Strecke. Lediglich Reyes, eine Skeptikerin, zweifelt bis fast zuletzt an Lara, um dann dennoch mit ihr Seite an Seite in die Schlacht zu ziehen, beziehungsweise von der Insel zu fliehen.

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Gears of Lar… Unchar…, ähm Tomb Raider!

Vom Gameplay her wird Tomb Raider die Spielegemeinde auf alle Fälle spalten. Wir waren uns sicher: Hätte Crystal Dynamics das Spiel mit anderer Protagonistin und unter anderem Namen veröffentlicht, wäre es definitiv als Uncharted-Klon abgestempelt. Doch nicht nur das, die Parallelen gehen noch darüber hinaus und reichen sogar in die Gefilde eines Gears of War vor.
Immer wieder gibt es massenhaft Gegner zu besiegen, die wir entweder noch mit dem Bogen ausschalten können oder aber gleich mit unserem Maschinengewehr über den Haufen schießen müssen. Es ist wirklich schade, denn an einigen besonders nervigen Stellen hätte es die Hälfte der Gegner auch getan. Zur Seite stehen Lara dabei neben ihren Waffen natürlich ein Deckungssystem und automatische Heilung. Diese funktionieren einigermaßen zufriedenstellend, jedoch ist oft kaum taktisches Vorgehen nötig oder sogar möglich, da man durch die Menge der Gegner in fast jeder Deckung getroffen werden kann. Da heißt’s dann Draufhalten, was das Zeug hält und hoffen, dass die Gegnerflut irgendwann wieder ihren Ausklang findet.
Nebenbei gibt es natürlich auch einige wenige Szenen, in denen wir Tomb Raider typisch rätseln dürfen. Im Storyverlauf halten sich diese in Grenzen und sind wenig knifflig, mehr zu tun gibt’s in den optionalen Gräbern. Schade, dass fast alle Rätsel eher simpel und schnell durchschaut sind und sich meistens nur auf Schalterschieben und richtiges Timing beziehen – nur in mehrfacher Variation.
Natürlich darf ansonsten auch viel geklettert und gesprungen werden. Das macht durchaus Spaß und ist die Entspannungsübung nach, oder besser vor, der Massenschlacht. Hier wird viel gescriptet und Lara gibt ihren Weg ganz gut vor, sodass diese Sequenzen nur selten wirklich anspruchsvoll sind. Gespickt werden sie durch Quicktime-Events, die ein Thema für sich sind: Kommen sie bei den Kämpfen zum Einsatz, können sie nämlich durchaus nervig werden, da sie nur extrem kurze Zeit zum Drücken des richtigen Knopfes geben. Und kommen sie außerhalb der Kämpfe vor, führen sie oft zwangsläufig zum Tod, wenn man nicht rechtzeitig reagiert – Und das kann dann bereits in der ersten halben Stunde zu einem mehrmaligen Game Over führen. Zum Glück werden diese im späteren Spielverlauf weniger, sind jedoch dennoch nervig und unnötig. Eine Alternative für das Nichtausführen der gewünschten Tasten wäre wünschenswert und interessant gewesen.
Das Gameplay zeigt sich insgesamt eigentlich durchaus vielschichtig, insbesondere zum Beispiel auch durch kleinere Stealthpassagen, jedoch bleibt leider das Bild eines neuen Gears of War Ablegers bis zum Ende bestehen: Zu häufig und zu übertrieben sind die riesigen Gefechte, bei denen auch an Blut und Gewalt nicht gegeizt wird. Der Rest ist, abgesehen von den zuvor genannten Quicktimeevents, nicht besonders anspruchsvoll und bleibt bis auf die wenigen Rätsel kaum in Erinnerung.
Da ist es dann schade, dass ein Survival-Aspekt, den man angesichts der Ankündigungen des Slogans “A Survivor was born” der Trailer erwartet hätte, so gar keine Rolle spielt. Nur ein einziges Mal soll man jagen, ansonsten hat Lara nie wieder Hunger und auch die Munition wird nur selten knapp, Feuer zum Fackeln anzünden gibt es ebenso immer. Hier hätten die Entwickler mehr Mut zu Neuem beweisen müssen.

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Lara und der Kampf mit den Haaren

Was wir schon bei unseren Previews vom letzten Jahr bemängelt haben, bleibt auch im finalen Spiel nicht aus: Es strotzt nur so vor Clippingfehlern. Das fängt bei den Haaren der Protagonistin an, die schon ab der ersten Sequenz unglaubwürdig sind. Immer wieder stecken sie in der Wange, in der Schulter, Laras Zopf verschwindet gar in Zwischensequenzen komplett im Boden – immer aber im Köcher. Doch natürlich wollen wir uns nicht nur an diesen Details aufhängen, auch sonst gibt es in dieser Hinsicht allerlei, um sich zu ärgern: Beim Klettern verschwinden Laras Füße – oder gleich das ganze Bein – gerne mal in der Wand. Beim Springen ist es uns mehrfach passiert, dass Lara gar bis zur Hüfte komplett im Boden steckte.
Natürlich gibt es von der technischen Seite nicht nur Negatives zu berichten, denn die Umgebungen können mit ihrem Detailreichtum und durch realistische Vegetation überzeugen. Schade ist jedoch, dass es immer wieder zu Slowdowns und Framerateeinbrüchen kommt und das Spiel ab und zu für kurze Zeit komplett einfriert. Besonders von Rucklern geplagt sind die Menüs, beispielsweise wenn wir uns im Lager befinden und Ausrüstung aufrüsten oder neue Fähigkeiten lernen wollen.
Die meisten Spielfiguren wirken plastisch und scheinen ihre Emotionen auf der Endurance vergessen zu haben – Schade, dass diese untergegangen ist. Im direkten Reihenvergleich, wiesen sogar die Figuren aus Tomb Raider Underworld aus dem Jahr 2008 mehr Emotionen auf. Ist das nicht genug, wurde bei den Feinden ganz dreistes Recycling bei den Charaktermodellen betrieben: Im Spielverlauf bringt ihr gefühlte 20 Mal die gleiche Figur um, die peinlicherweise dann auch in Zwischensequenzen immer mal wieder eine Rolle spielt. Wir haben uns kurz vor dem Abschluss des Spieles tatsächlich einmal gefragt, ob alle Ereignisse vielleicht nur in einer Reality-Show stattfinden und es sich bei den sich ständig wiederholenden Figuren um Schausteller handelt. Natürlich trifft das nicht zu, so viel dürfen wir wohl verraten… umso enttäuschender!

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Schöne Wildnis mit Sammelwahn

Eines muss man Tomb Raider und Crystal Dynamics lassen: Die Insel, auf der wir mit Lara Croft und ihren Kollegen stranden, ist wirklich eine faszinierende Umgebung. Sie überzeugt durch Realismus und durchaus faszinierende Gebiete. Insbesondere die Strandgebiete fanden wir beeindruckend. In dieser Umgebung halten sich auch verschiedene Tiere durchaus gerne auf: Wir treffen Rehe, Hasen, Wölfe, wenn wir uns im Wald befinden, Vögel, Ratten, Wildschweine und sogar Krebse. Diese können natürlich auch gejagt werden. Sie verhalten sich dabei durchaus realistisch, etwas schade war nur, dass zumindest die kleineren Tierchen sofort nach dem Erlegen in die Leichenstarre verfielen. Die größeren lassen sich nach dem Töten durch Darüberlaufen unschön verschieben und in beängstigende Stellungen bringen, allerdings fühlt es sich auch realistisch weich an.
Überzeugen können ebenso die Wettereffekte, die sich flüssig und gut in das Spielgeschehen und die Geschichte einfügen. Regen und Sturm sind sehr gut umgesetzt und reißen am Ende das Chaos mit Laras verschwindenden Körperteilen noch ein wenig herum. Auch die wenigen traumhaften Sonnenuntergänge geben eine malerische Note. Am liebsten hätten wir in diesen Momenten die Sonnenmatte ausgepackt und uns der schönen Atmosphäre hingegeben – hätten im nächsten Moment nicht wieder abertausende Gegner auf uns gewartet.
Die Insel besticht aber nicht nur durch schöne Vegetation und realistische Bewohner, sondern es gibt unzählige Dinge zum Sammeln: Geocaches, Tagebücher, Dokumente und Tomb Raider typisch sogar Artefakte und Reliquien. Leider muss man aber sagen, dass es schon zu viel ist: Es ist kaum möglich, während der normalen Story alles zu sammeln, man kann jedoch über das Schnellreisesystem jederzeit zu den Gebieten zurückkehren, in denen man noch nicht alles gefunden hat. Erschwert wird die schiere Menge aber noch durch die Tatsache, dass kein unmittelbarer Sinn der Sammelwut erkennbar ist. Es ist eben nur eine Beigabe, die letztendlich Trophäen bringt. Für den Storyverlauf ist sie aber nicht wichtig und Lara selbst scheint sich auch nicht besonders für das Gefundene zu interessieren.

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Gemeinsam in den Kampf!

Erstmals in der Seriengeschichte wartet das neue Tomb Raider auch mit einem Mehrspielermodus auf. Dieser bietet verschiedene bekannte und beliebte Spielmodi wie zum Beispiel das Team Deathmatch. Wir haben den Modus angetestet und sind zu dem Schluss gekommen, dass hier jeder Spieler tatsächlich selbst entscheiden muss: Zweifelsohne sollte man sich Tomb Raider definitiv wegen der Kampagne/Story und nicht wegen des Multiplayers kaufen, aber dieser ist eben eine nette Dreingabe.
Überzeugend im Onlinemodus waren auf alle Fälle die große Charakterauswahl (alle in der Story wichtigen Figuren sind auswählbar) sowie die durchaus schönen und detailreichen Maps. Weniger überzeugend war, dass es oft zu starken Rucklern und Lags kam, wenn mehrere Spieler gleichzeitig auf dem Bildschirm waren oder kurz bevor ein Kill erfolgte. Aus den oben genannten Gründen lassen wir den Multiplayermodus in der Wertung jedoch unberücksichtigt.

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Fazit thomary:

Das neue Tomb Raider hat bei mir einen geteilten, aber insgesamt nur eher durchschnittlichen Eindruck hinterlassen. Vom “besten Spiel dieser Konsolengeneration” kann jedenfalls keine Rede sein. Auf der einen Seite haben mich die gelungenen Umgebungen mit viel Abwechslung überzeugt, und ich kann auch nichtmal bestreiten, dass mir das Gameplay im Großen und Ganzen gefallen hat. Auf der anderen Seite aber stehen die unzähligen technischen Macken: Dass Lara schonmal ganz gerne bis zur Hüfte im Boden steckt und beim Klettern eines ihrer Beine regelmäßig in der Wand verschwindet, geht einfach nicht. Dass die Entwicklung Lara Crofts, die eigentlich so dramatisch und glaubwürdig hätte sein sollen, langweilig und unnachvollziehbar ist, ist mir da schon beinahe erst ab der Mitte des Spieles aufgefallen. Dass Tomb Raider aber dann bis zum Ende durch unnötige und stellenweise nervige, weil übertriebene Ballereinlagen, die Uncharted schon übertreffen und eher einem Gears of War gleichen, zum Actionblockbuster mutiert, setzt der ganzen Enttäuschung noch die Krone auf. Auf einen Nachfolger bin ich trotzdem gespannt: Weniger Action und mehr Next-Gen Power im Blick, könnte Crystal Dynamics dann wieder was Brauchbares abliefern.

Meykota:
Schwierige Rätsel in einer Kombination aus archäologischen und mythologischen Ortschaften und einigen Gegnern zeichneten Tomb Raider bislang aus. Das neue Tomb Raider ist jedoch eher ein Reinfall. Die Rätsel der Hauptstory sind an einer Hand abzuzählen und binnen weniger Minuten zu lösen, lediglich die Ortschaften, die dennoch jedes Mal bis auf die Grundmauern niedergebrannt werden, können ein wenig überzeugen – Würden nicht hinter jeder Ecke zahlreiche Gegner warten, die man ins Jenseits befördern muss. Auch fehlen leider die typischen Fallen, die einen im Vorgänger dann doch ganz gern zerquetscht, verbrannt, geköpft, zersäbelt oder aufgegessen hätten. Zudem kann die Entwicklung der sogenannten Lara Croft nur wenig überzeugen und weist bereits logische Lücken in den ersten paar Spielstunden auf: Von der schwachen zur starken Lara innerhalb weniger Minuten ist äußerst unglaubwürdig dargestellt. Auch hier überzeugt lediglich eine Szene ziemlich am Ende, in der wir endlich einen Teil unserer alten Lara wiederfinden. Die Enttäuschung wäre nicht ganz so groß, hätte man einfach einen anderen Spieltitel auf das Cover geschrieben. Für Lara Croft ist dieses Spiel, das stellenweise wie der Prolog zu Uncharted 4 wirkt, mehr als unwürdig. Auch wenn Lara eine solch schlechte Bewertung nicht verdient, kann das neue Tomb Raider nur wenig überzeugen.

Gutes

+ Gute deutsche Synchronisation
+ Faszinierende Umgebungen mit guter Atmosphäre
+ Gelungene Wettereffekte
+ Realistische Vegetation und Tiere
+ Story mit Hollywood-Elementen

Schlechtes

- Unglaubwürdige Entwicklung der Protagonistin
- Technische Macken
- Unzählige Clippingfehler
- Zu viele übertriebene Shootereinlagen
- Teils übertriebener Gewaltgrad

8.0 Sehr gut

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