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Time Crisis: Razing Storm – Review

Artikel von | 11.02.2011 um 00:00 Uhr

Die Games-Welt ist am Rotieren und bewegungssensitive Controller sollen an technologiebegeisterte Familien verkauft werden. Hier lauert eine neue Zielgruppe. Schließlich muss nicht extra ein Gerät für das Spiel erworben werden. Somit muss Time Crisis: Razing Storm zeigen was es kann in der neuen Welt von Playstation Move.

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Lightgun-Shooter

Beim Begriff Lightgun-Shooter handelt es sich hierbei um eine vorberechnete Kamerafahrt gegen meist an verschiedenen Orten auftauchende Gegner handelt. Frischen Wind bringt nun Time Crisis ins Genre, da man nun live handeln muss sich also beispielsweise ducken muss, um nachzuladen. Das sorgt nicht nur für einen etwas ruhigeren Spielablauf, sondern bringt auch etwas Taktik ins Treiben.

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Ausverkauf

Sony packt hier gleich mehrere Titel auf die Disc, somit ist der Spielspaß vorprogrammiert. Hier findet ihr neben dem namensgebenden Time Crisis: Razing Storm auch das vierte Time Crisis und das Game Deadstorm Pirates. Wer nicht nur mit dem Move-Controller auskommen will, kann passendes Gefühl dazu kaufen. Der kann sich einen Aufsatz gegen Mehrpreis kaufen, mit dem der Knubbel mehr nach einer Waffe aussieht. Das Zubehör ist aber genauso unnötig wie das für die Wii, tut aber dem Spielgefühl gut. Puristen greifen eh am liebsten zur G-con 3, aber so geht ja der Familienaspekt verloren. Denn so kann man Papa ja nicht noch ein eine Runde Time Crisis: Razing Storm nach dem belanglosen Bogenschießen
abnötigen.

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Einer nach dem anderen

Würde man in der Wertung und diesem Test nur den namensgebenden Spieltitel berücksichtigen, dann ist bereits nach kurzer Zeit klar, dass Time Crisis: Razing Storm mit weniger als fünfzig Prozent wieder nach Hause gehen kann. Nicht nur, dass das serientypische Ducken in diesem Titel komplett fehlt, sondern auch die enorm kurze Spielzeit von unter einer Stunde und die wirklich arge Optik fordern ihr Übriges. Von der plumpen Hintergrundgeschichte, für die sich jeder Action-Film schämen müsste, die Klon-Gegner und deren komisches KI-Verhalten mal abgesehen, weil das irgendwie auch zum Lightgun-Shooter-Genre passt. Übel nehmen muss man es den Entwicklern aber schon, dass versucht wird, die geringe Spieldauer mit unfairen Endgegnern und frustrierten Spielszenen zu strecken. Um nicht gerechtfertigter Weise komplett ins Meckern abzugleiten, sei noch gesagt, dass es durchaus Laune macht, die Bonus-Waffen zu benutzen.

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Reserve-Mannschaft sei Dank

Als nächstes kommt Time Crisis 4 unter die Lupe. Und was soll man sagen? Es ist genau das Gleiche wie schon auf dem Automaten oder auf der PS3 ohne Move-Unterstützung. Persönlich hat man aber das Gefühl, dass der Move-Controller einen Tick genauer läuft, als es die G-Con-Pistole macht. Lobenswert ist dann schon die Tatsache, dass das teuer erworbene Zubehör hier auch weiterhin genutzt werden kann. Das ist besonders genial, wenn man spontan mit einem Kumpel zu einer Runde im Ko-Op antritt. Unter dem Strich bleibt eine altbackene Dreingabe, deren Alter sich besonders bei der Grafik bemerkbar macht. Besonders uninteressant ist diese auch für Vollpreis-Käufer des angegrauten Titels. Alle anderen freuen sich über den Titel, der unfreiwillig in der Time Crisis-Compilation die Hauptrolle übernimmt. Nicht zuletzt wartet da noch ein weiterer Titel auf den Spieler. Denn als einziger der Spielesammlung dreht man hier erstmals zehn Minuten Däumchen, um die Installation über sich ergehen zu lassen. Die Rede ist von Deadstorm Pirates. Danach quält man sich durch den peniblen Kalibrierungsprozess des Titels und hofft, dass diese im Piraten-Milieu noch ein paar Spielspaß-Punkte herausretten kann. Und weil die Hoffnung zuletzt stirbt, geht dieser Wunsch auch in Erfüllung. Denn was man hier erlebt, ist zugleich auch der beste Titel auf dieser Disc. Zwar hat man es mit der gleichen altbackenen Grafik wie bei Time Crisis 4 zu tun, aber dafür ist der Spielablauf genauso abwechslungsreich und fordernd. Auch das Setting ist erfrischend und neu.

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Retro trifft New-School

Wem kann man also zum Kauf von Time Crisis: Razing Storm raten? Definitiv einem Core-Gamer, der bislang einen Bogen um Lightgun-Shooter gemacht hat. Denn wer noch keinen Titel gespielt hat und es im Fall von Razing Storm auch nicht tun sollte, der erhält für seinen Move-Controller auch im Mehrspieler-Modus eine Zeit lang unterhaltsamen Spielspaß. Für die Langzeitmotivation muss man dann schon selbst sorgen, indem man schon wie einst den Ehrgeiz entwickelt, sich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad an die Spitze der Online-Rangliste zu spielen. Veteranen, die neues Futter für die Gun-con suchen, überlegen zweimal, ob der kurze Razing Storm-Ableger sein Geld Wert ist und schauen schon mal, wie man am günstigsten an die Piraten-Ballerei kommt. Casual-Gamer können sich gerne auch den Pistolen-Aufsatz holen und so zwei solide Titel auch mit Freunden gemeinsam erleben.

Time Crisis: Razing Storm Testbericht

Time Crisis: Razing Storm

  • Release: 05.11.2010
  • Genre: Action, Arcade, Arcade-Action, Arcade-Shooter, First Person Action, Light Gun Shooter
  • Entwickler: Namco
  • Publisher: Sony

Gutes

- gute Move-Unterstützung
- Mehrspieler Spaß

Schlechtes

- bescheidene Grafik
- Langzeit-Spielspaß

6.0 / 10 Nicht so gut

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