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The Witcher 3 im Test – Ein Hexer auf Reisen

Artikel von | 01.06.2015 um 15:36 Uhr

The Witcher 3 ist zwar schon seit fast 2 Wochen auf dem Markt, doch wir wollten euch unsere Review erst geben, wenn wir das Spiel wirklich ausgiebig gespielt haben und auch die Story beendet haben. The Witcher 3 ist so riesig und umfangreich, dass es nun mal seine Zeit gedauert hat, aber hier ist er nun, unser Test zu The Witcher 3: Wild Hunt.

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Die lange Reise beginnt

Beginnen wir mit der Handlung. Ihr spielt den Hexer Geralt von Riva, auch bekannt als Weißer Wolf. Das Spiel beginnt damit, dass Geralt auf der Suche nach seiner Geliebten ist, Yennefer. Er hat eine wichtige Nachricht für Sie, denn das Ziehkind der beiden, Ciri, ist nach vielen Jahren wieder aufgetaucht und euer Ziel ist es nun, eben diese zu finden. Ganz so einfach ist das aber nicht, denn Ciri wird von der Wilden Jagd verfolgt, demzufolge ist Sie permanent auf der Flucht und dadurch wird die Suche natürlich nicht einfacher. Aber warum wird Sie denn gejagt? Nun, Ciri ist vom alten Blut und hat ganz besondere magische Kräfte und auf eben dieses hat es die Wilde Jagd abgesehen. Auf seiner langen Reise begegnet Geralt vielen Leuten. Einige davon kennt er bereits von früher, doch das muss nicht gut unbedingt gut sein, denn Geralt hat sich nicht nur Freunde in der Vergangenheit gemacht. Wo wir gerade bei der Vergangenheit sind, Kenntnisse von den ersten beiden Teilen sind nicht zwingend nötig, aber empfehlenswert. Man kann somit viele Zusammenhänge und Beziehungen besser verstehen. Doch auch mit Vorwissen braucht das Spiel eure volle Aufmerksamkeit, denn ihr trefft auf viele abwechslungsreiche und interessante Charaktere. Manchen von denen trefft ihr während einer Quest, andere wiederum begleiten euch durch das ganze Spiel, wodurch man, ähnlich wie bei einer Serie, schnell seine Favoriten hat und auch Charaktere die einem nicht so gut gefallen. Verstärkt wird das Ganze noch durch die sehr gut gelungene deutsche Synchronisation, denn durch diese habt ihr nicht einfach einen emotionslosen Klotz vor euch, sondern jemanden in den man sich hineinversetzen kann und dem man auch emotional nahe ist. Wer aber strikt gegen deutsche Synchros ist, kann auch zur englischen Sprache wechseln, die natürlich auch erstklassig ist. Müssten wir hier ein Urteil fällen, könnten wir das nicht. Aber zurück zur Story. Ihr werdet auf den Reisen öfters auf Personen treffen, die auch Ciri getroffen haben. Wenn diese euch dann erzählen was sie wissen, kriegen wir einen kleinen Flashback serviert, in dem wir selbst die Kontrolle von Ciri übernehmen können und nacherleben können, was ihr widerfahren ist. Somit haben wir den Kern der Haupthandlung auch schon ausreichend beschrieben, aber keine Sorge, es ist nicht ganz so flach und langweilig wie sich das nun anhört. Natürlich wird es auch ein paar Twists geben, doch das ist nicht das Beste in Sachen Handlung.

Skellige

Was Wird wohl passieren

Neben der durchaus guten Haupthandlung, gibt es noch viele, viele Nebenhandlungen und diese sind größtenteils auch sehr gelungen und ziehen sich über mehrere Quests. Bei einer Quest müsst ihr beispielsweise, einen Mord aufklären, was zeitweise sogar ein wenig an Sherlock Holmes erinnert. Diese Quests stehen dann für sich und sind abgeschlossen, aber es gibt auch andere, die nachfolgende Aufgaben nach sich ziehen oder spezifische Ereignisse. Wir beschreiben jetzt eine Questreihe, ohne diese zu sehr zu spoilern. Zu einem bestimmten Zeitpunkt des Spiels erhaltet ihr von Partei A die Aufgabe Partei B zu töten, damit Partei A euch hilft. Wenn ihr jedoch die Partei B trefft, die ihr töten sollt, offenbart euch dieses, dass Partei A auch nicht gerade freundlich ist. Ohne nun zu sehr auf die Details einzugehen, werdet ihr später vor die Wahl gestellt, ob ihr die Partei B tötet, was jedoch bedeutet, dass Partei A während euer Abwesenheit etwas böses tut, oder eben nicht. Wenn ihr Partei B jedoch nicht tötet und euch schnell auf den Weg zu Partei A macht, um eben erwähnte Böse Tat zu verhindern, hat Partei B zeit zu fliehen und wird auch nicht untätig in den nachfolgenden Ereignissen sein. Kurz gesagt: bei manchen Quests haben eure Entscheidungen Auswirkungen auf spätere Quests und teilweise sogar auf den Story-Verlauf und auch auf die Enden. Von denen gibt es nämlich drei, obwohl nein, eigentlich mehr. Das Spiel hat nämlich zwei Phasen von Enden. Seit ihr verwirrt? Sehr gut, dann erklären wir euch das mal genauer, natürlich ohne zu spoilern. Von der erste Phase des Endes, gibt es drei Variationen, diese haben Zwischensequenzen und auch noch Gameplay-Abschnitte. In der zweiten Phase wird dann nochmal ein einzelnes Video gezeigt in welchem ihr seht, was nach dem Ende aus der Welt, den Fraktionen und euren Freunden wird. Beiden Phase sind stark abhängig von den Entscheidungen die ihr im Verlauf des Spiels trefft. Das ist einer der Aspekte, durch welche das Spiel und die Welt sehr lebendig und interaktiv wirken und natürlich auch zum erneuten durchspielen einlädt. Bis das passiert kann es aber dauern, denn selbst wenn ihr nur den Hauptquests folgt, was aufgrund eines zu niedrigen Levels schwer fallen könnte, streichen verdammt viele Stunden ins Land. Leider hat das Spiel keine funktionierende Statistik für die Spielzeit. Es gibt zwar eine im Inventar, doch laut der beträgt unsere Spielzeit über 200 Stunden und so lange hat es definitiv nicht gedauert, also können wir euch keine wirklich genaue Zeit nennen, doch wir haben nach etwa 60-70 gefühlten Stunden den Abspann gesehen. Was an sich schon beeindruckend ist, wird aber noch besser, denn wir haben noch lange nicht alles gesehen oder erledigt und könnten problemlos nochmal 20 Stunden oder mehr draufschlagen, wenn wir alles erkunden und alle Aufgaben erledigen wollen. Dann wäre aber noch nicht ein zweiter Durchgang dabei, falls man Platin haben will oder sehen will, wie sich anderen Entscheidungen während des Spiels auswirken. Also in Sachen Spielzeit und Inhalt kann man The Witcher nicht wirklich was vorwerfen.

Skellige

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The Witcher 3: Wild Hunt Testbericht

The Witcher 3: Wild Hunt

  • Release: 20.05.2015
  • Genre: Action, Rollenspiel
  • Entwickler: CD Projekt Red
  • Publisher: Namco Bandai

Gutes

-Riesige, lebendige und wunderschoene Gebiete
-Raue und authentische Welt
-Viele abwechslungsreiche Quests mit Entscheidungsfreiheit
-Interessante Handlungen in verschiedenen Quests
-Kartenspiel Gwint
-Super Optik mit klasse Sound ...

Schlechtes

-... Technisch jedoch nicht fehlerfrei (Pop-ups, Texturladen und mehr)
-Viele kleine Fehler und Bugs
-Steuerung nicht immer optimal
-Zu viele Items zum sammeln
-Kampfsystem zwar gut, bietet auf dauer aber zu wenig Abwechslung

8.6 / 10 Sehr gut

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