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The Station im Test: Ein kurzes aber knackiges Spielerlebnis

Artikel von | 19.02.2018 um 16:25 Uhr

The Station, entwickelt von The Station, spielt auf einer fiktiven Raumstation. Etwas verwirrend, aber im Grunde ganz einfach. Der Titel erscheint am 20. Februar 2018 für PlayStation 4 und wir durften uns The Station schon vor dem offiziellen Release ansehen und verraten euch in unserem Test, wie uns der Trip ins All gefallen hat.

Worum geht es in The Station?

Der Einstieg in die Story ist ziemlich schnell erklärt. Wie es der Name des Titels vermuten lässt, geht es um eine Raumstation. Diese, samt ihrer Crew, scheint allerdings ziemlich tot zu sein. Da es zu lang keinerlei Antworten oder ähnliches seitens der Besatzung gab, werden wir auf den Weg geschickt um herauszufinden, was passiert sein könnte.

Schon beim Anflug auf die Raumstation fällt uns auf: Wirklich gigantische Ausmaße hat das gute Stück ja nicht. Im Gegenteil: An und für sich wirkt die Raumstation eher klein und kompakt, allerdings sollte man sich davon nicht täuschen lassen.

Mit dem Betreten der Station starten wir auch direkt in The Station durch. Zumindest so ähnlich. Alles was wir zu Beginn des Spiels wissen ist lediglich, dass die Besatzung der Crew damit beschäftigt war, einen Planeten zu beobachten, welchen wir auch von der Raumstation aus sehen können. Und wir wissen, dass momentan davon ausgegangen wird, dass der Crew etwas zugestoßen ist. Mehr Anhaltspunkte haben wir nicht.

Willkommen in The Station

Die Entwickler gaben bereits im Vorfeld an, dass sich The Station etwas anders spielen wird, als man es gewohnt ist. Hauptaugenmerk legte man dabei darauf, dass es keine klaren Aufgaben geben wird. Anders als in anderen Spielen gibt man uns nicht vor, nach Punkt A zu gehen, um Schalter F umzulegen und so Bereich C zugänglich zu machen. The Station setzt auf den Spieler: Wir müssen selbst herausfinden, was wir tun müssen um weiter zu kommen. Im Spiel selbst funktioniert das wirklich hervorragend.

Im Grunde haben wir von Anfang an keine Ahnung, was los ist. Umso mehr wir allerdings die Raumstation erkunden, um so mehr finden wir über die Crew und allem was dazu gehört heraus. Gespickt ist das Ganze mit nicht wenig kniffligen Rätseln, welche es teilweise echt  in sich haben.

Das beschriebene Szenario in The Station ist beileibe nichts neues. Man könnte meinen, dass man genau diesen Story – Einstieg schon zu oft durchgekaut hat. Könnte man. Allerdings schafft der Titel etwas, was man so lang nicht mehr erlebt hat: eine wirklich dichte, fast erdrückende Atmosphäre. Der Einstieg ist etwas schwierig. Man muss sich auf dieses Szenario erst einmal einlassen. Darauf einlassen, dass wir wirklich auf uns allein gestellt sind – und dass uns niemand an die Hand nimmt und sagt, was wir als nächstes zu tun haben. Es dauert etwas, aber spätestens mit dem Auffinden der ersten Leiche schlägt The Station zu. Ein kaltes Schlucken geht über die Kehle und wenn nicht schon vorher, wird dem Spieler spätestens  hier klar, dass etwas nicht stimmt.

Die Tatsache, dass uns The Station zunächst komplett im Dunkeln stehen lässt, schafft ein Gefühl der Anspannung, gemischt mit dem Gedanken, doch alles unter Kontrolle zu haben. Wir wissen nicht was los ist, kommen allerdings stetig voran. Reparieren Maschinen, bringen Roboter zum Laufen – es scheint gut für uns zu laufen. Mehr und mehr bekommen wir allerdings den Eindruck, dass das was hier vorgefallen ist, alles andere als ein gutes Ende für uns nehmen wird. The Station schafft es einen wirklichen Spannungsbogen aufzubauen – großartig. Das gefühl der absoluten Isolation tut hier sein übriges.

Ohne zu viel von der Story zu verraten, ist das Finale schlicht perfekt. ( Zumindest fast. Warum erklären wir euch im Fazit. ) Wir glauben die Ursache gefunden zu haben, sind um einiges schlauer als vorher. Wir fühlen uns fast sicher. Allerdings lehrt uns The Station ziemlich eindeutig, dass wir uns mächtig getäuscht haben: Die Kontrolle über alles driftet uns komplett aus der Hand. Das Gefühl, wenn man es Sicherheit nennen kann, ist schlagartig dahin. Es geht nicht mehr darum viel nachzudenken, Rätsel zu lösen o.ä. – es geht nur noch ums überleben. Es kommt auf schnelle Auffassungsgabe und gute Beobachtung an.

Dieser Umschwung hat uns sehr gut gefallen und macht deutlich, dass The Station nicht so einfacht abzuschreiben ist, wie man denken könnte.

Das Gameplay

Die Steuerung in The Station ist eingängig und sollte niemanden vor große Probleme stellen. Aus der First Person Perspektive bewegen wir uns durch die Raumstation. Wir können nahezu alle Gegenstände, welche wir finden, aufheben und untersuchen. Das ist auch bitter nötig, denn nur so lassen sich die zahlreichen, teils wirklich kniffligen Rätsel auch lösen.

Ein Beispiel: Wir wollen in das private Zimmer eines Besatzungsmitgliedes: Aiden. Er hat sein privates Gemach allerdings mit einem Passwort geschützt. Der gute Mann konnte sich dieses anscheinend selbst nur schwer merken und hat deshalb eine Notiz direkt an seiner Tür hinterlassen:

Blick auf das Glas.

Geh für deine Suche nach links.

Die mittleren Zeilen sind für die besten Sucher gedacht.

Im Geist ruht dein Schatz.

Die Revolution liefert den Schlüssel für diesen Test.

Erst einmal: What? Wir haben keine Ahnung, was damit gemeint sein könnte. Hier allerdings blüht ein Hauptaugenmerk von The Station erst richtig auf: Beobachten. Eben weil wir keine Aufgabenstellung haben, müssen wir uns auf das Sehen verlassen um so wirklich weiter zu kommen. Gepaart mit Intuition kommen wir so zum Erfolg. Auch bei diesem Rätsel. Als wir uns wirklich bewusst umgesehen haben, stellen wir fest, dass Aiden anscheinend ein echter Bücherwurm ist. Unzählige Bücher finden wir in den Regalen. Und wenn wir genauer hinsehen, stellen wir ebenfalls fest, dass wir sogar die jeweiligen Buchtitel erkennen können. Einen Teil des Rätsels haben wir also. Was hat es aber mit “Im Geist ruht dein Schatz.” auf sich? Wir suchen. Und suchen. Ein Buchtitel? Nach ein paar Minuten fallen uns fast die Augen aus: Wir finden im Bücherregal einen Buchständer. In Form eines menschlichen Kopfes, dazwischen zahlreiche Bücher. Und eines trägt den Titel: Revolutionary Reminders. Ebenfalls darauf: ein Code. Tippen wir diesen nun in das Bedienfeld ein, gelangen wir so in Aidens private Räumlichkeiten. So in etwa sind fast alle Rätsel in The Station aufgebaut. Es macht richtig  Spaß, sich diesen wirklich kniffligen Aufgaben zu stellen um weiter zu kommen. Hirnschmalz ist hier allerdings definitiv von Nöten.

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The Station Testbericht

The Station

  • Release: 20.02.2018
  • Genre: Sci-Fi, Stealth
  • Entwickler: The Station
  • Publisher: The Station

Gutes

- tolle Atmosphäre
- zwar Anfangs schleppende, aber dennoch packende Story
- "Sie zu wie du klar kommst" - Prinzip gefällt und sorgt für Abwechslung
- Sound und Optik passen gut zum Szenario
- kurzes, intensives Spielerlebnis

Schlechtes

- aber eben leider sehr kurz
- kleinere technische Mängel in der Testversion

7.9 / 10 Gut

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  1. Schöner Bericht. Aber Leute: Achtet doch mal in Zukunft auf die Grammatik, das schmerzt.

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