The Fight – Review

Getestet von | 11.02.2011 um 00:00 Uhr

Mit The Fight wird die Move-Steuerung zur virtuellen Faust. Blutige Straßenkämpfe sollen den Spieler kräftig ins Schwitzen bringen. Doch kann das wirklich funktionieren oder ist die Steuerung am Ende doch nicht so genau wie sie es sein sollte? Ob das Spiel einschlägt wie die Faust aufs Auge oder gerade eben mit einem blauen Auge davon kommt, wird der Test zeigen.

Screenshot

Nichts für die Couch

Jetzt ist die Aktivität gefragt. Und die soll bei The Fight besonders angesprochen werden. Als Unterstützung haben sich die Entwickler US-Schauspieler Danny Trejo mit ins Boot geholt. Dieser ist besonders durch Filme wie From Dusk till Dawn oder Machete bekannt geworden. Er begleitet uns mürrisch durch das Tutorial und erklärt die Steuerung in allen Einzelheiten. Auch wenn er es wirklich ernst rüberbringen will, irgendwie ist es doch eher unfreiwillige Stand Up Comedy.

Screenshot

Man kann sich entscheiden, ob man mit Move-Steuerung und dem Dual Shock Controller oder doch lieber mit zwei Move-Controllern kämpfen will. Die letztere Methode ist hier aber die bessere Wahl. Alleine schon auf die Idee zu kommen, den Dual Shock Controller als Schlagwerkzeug zu nutzen, ist mehr als ungewöhnlich. Zwar sieht es cool aus, den Controller wie eine Art Schlagring zu benutzen, aber wirklich funktionieren will das nicht. Die Bewegungen werden zwar gefordert, doch umsetzen kann man sie nicht. Die Move-Steuerung funktioniert da schon besser, aber auch nicht wirklich schlagkräftig. Wären die Controller auch im wirklichen Leben eure Fäuste, sollte man lieber schnell wegrennen als zu kämpfen.

Screenshot

Die Schläge wollen nicht so Recht

Ein wenig Verzögerung ist ja noch nachzuvollziehen, aber dass die Schläge so heftig ungenau sind und die Wirkung komplett bei Null anzusiedeln ist, war nun wirklich nicht abzusehen. Wer sich von The Fight trotzdem nicht umhauen lässt und eifrig weiter Muskelkrämpfe bekommen will, kann sogar separate Box-Handschuhe für die Move-Steuerung kaufen. Sieht nicht nur lustig aus, sondern sorgt auch für warme Finger im Winter. Immerhin ist die Anschaffung dann nicht ganz umsonst und der Karneval steht ja auch vor der Tür. Doch zurück zum Thema.

Im Spiel findet sich auch ein Editor zur Erstellung eigener Kämpfer wieder. Man darf den Hauptdarsteller nach allen Arten der Kunst erstellen und ihn auf die Meute loslassen. Dass er das alles nicht unverletzt überstehen wird, ist schon im Vorfeld klar. Grafisch gehört The Fight eher zum Mittelmaß und sorgt auch hier nicht für bessere Laune. Das einzige, was im Spiel wirklich gut rüberkommt, ist das Tutorial mit dem schon erwähnten Danny Trejo.

Screenshot

The Fight kommt komplett mit deutscher Sprachausgabe daher und kann wenigstens hier ein paar Pluspunkte sammeln. Man kann trotzdem nur hoffen, dass Danny Trejo weiterhin lieber für Filme anstatt für so einen Mumpitz vor der Kamera steht. Wer gerne vor den Fernseher herumtanzt und seine Arme mal wieder richtig bewegen will, sollte sich das Spiel genauer anschauen.

Gutes

- Sound

Schlechtes

- schlechte Move-Unterstützung

7.0 Gut

Kommentare

Du hast etwas zu sagen?

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Das könnte dich auch interessieren