The Division im Test – Rettet Manhattan

Getestet von | 13.03.2016 um 16:36 Uhr

Was hat The Division mit Assassin’s Creed, Watch Dogs, Far Cry, The Crew und Prince of Persia gemeinsam? Richtig! Sie kommen von Ubisoft, sind aber auch Open World Titel. Und The Division will Ubisofts Open World Titel nun auf eine neue Ebene heben und dabei zwei der beliebtesten Genres kombinieren: Shooter und Rollenspiele. Dazu kommen noch ein wahnsinniger Hype und verdammt hohe Erwartungen. Unser Test wird nun zeigen, ob der Titel hält was er verspricht und ob die Verkaufszahlen gerechtfertigt sind.

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Schnäppchen des Todes

Der Black Friday ist für alle Amerikaner eine tolle Zeit, denn dann gibt es die besten Angebote des Jahres und deshalb wird an diesem Tag auch mehr Geld ausgegeben, als an jedem anderen Tag im Jahr. Mr. Terrorist dachte sich an diesem Tag, dass er das grüne Gift freisetzt, welches zuerst durch das Geld und dann von Person zu Person übertragen wird. Binnen weniger Tage ist eine Epidemie ausgebrochen und Millionen von Menschen sterben. Jetzt gibt es viele Leute, die das Chaos nutzen und einfach das tun, was sie wollen. Um diesen entgegen zu treten sind wir da, die Division. Unsere Ziele sind klar: Überlebende retten, das Chaos unter Kontrolle bringen und ein Heilmittel finden. Somit ist die Prämisse von The Division klar und sie bietet eigentlich viele Möglichkeiten, doch leider müssen wir hier schon mit der ersten Kritik beginnen.

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Auch wenn die Handlung viel Spielraum und Potential bietet, wird dieses verschenkt. Denn anstatt die Story in Sequenzen und Dialogen auszubauen, passiert dies nur durch Sammelgegenstände und Videos, die ihr euch manuell ansehen könnt. Wie ihr euch nun schon denken könnt, bekommt man so nicht wirklich alles mit. Im eigentlichen Verlauf des Spiels, wird nur ein grobe und lückenhafte Geschichte erzählt, die erst durch die Sammelgegenstände und Videos wirklich zur Geltung kommt, obwohl auch damit nur an der Oberfläche gekratzt wird. Erschwerend kommt noch hinzu, dass wir Mister Nobody spielen, der keinen Mucks von sich gibt und nur von einem Einsatz zum nächsten gejagt wird und sonderlich abwechslungsreich, sind diese leider auch nicht, doch dazu später mehr. Am Anfang des Spiels erstellen wir aber erstmal unseren Mister Nobody, mit einem Charakter-Editor, der uns ganze 6 Frisuren und 5 Bärte bietet, nein, das ist kein Scherz. Dadurch wird unser Charakter gleich noch generischer. Es gibt zwar ein paar Nebencharaktere, die uns zwischen den Missionen und über Funk öfters mal was erzählen, aber sonderlich gehaltvoll, ist das dann leider auch nicht und vor Persönlichkeit sprießen diese auch nicht wirklich. Man kann also sagen, dass in Sachen Story einfach viel Potential verschenkt wurde, da das Setting eigentlich verdammt viel hergibt.

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Schon wieder?!

Es gibt Einiges zu tun in Manhattan und ALLES was ihr machen könnt, könnt ihr alleine oder mit bis zu 3 Freunden erledigen und während unsere Sessions, gab es nur eine handvoll kleiner Probleme. Wir sind in 40+ Stunden Spielzeit vielleicht 4-5 mal aus dem Spiel geflogen, kamen aber direkt wieder rein und konnte dort weiterspielen, wo wir aufgehört hatten. Wo wir genau mitgezählt haben, sind die Lags. 2 Mal gab es diese und das zeigte sich so, dass Gegner keinen Schaden nahmen, obwohl ihr ein ganzes Magazin in sie reingepumpt haben. Wenige Sekunden später, kam dann der gesamt Schaden mit einmal an und er war Geschichte. Für ein Spiel dieser Größenordnung, ist das zum Launch eigentlich eine passable Leistung.

Nachdem wir in unserer Hauptbasis in Manhattan angekommen sind, finden wir dort drei verschiedene Flügel: Sicherheit, Medizin und Technik. Dieses bauen wir aus, in dem wir die verschiedene Aufgaben erfüllen und dadurch Material sammeln. Durch das ausbauen schalten wir Fähigkeiten, Talente und Vorteile frei, doch darauf gehen wir später noch ein. Dann geht es los. Neben Einsätzen, die die Story vorantreiben, gibt es noch Nebeneinsätze und Kämpfe. Diese schaltet man frei, indem man in den verschiedenen Vierteln von Manhattan jeweils ein Safehouse aufsucht. In diesem könnt ihr nicht nur verschiedene Spieler antreffen, sondern auch Händler und besagte Nebeneinsätze und Kämpfe finden. Man könnte sie als die, von Ubisoft bekannten, Aussichtstürme sehen. Alle Aufgaben sind ich Sicherheit,Medizin und Technik unterteilt und geben euch nach erstmaligem Abschluss Material für die jeweiligen Flügel. Auch wenn es an sich recht viel zu tun gibt, sind die Abläufe sich meist zu ähnlich. Bei gefühlt jeder zweiten Mission müssen wir einfach nur einen Bereich oder eine Person schützen und dabei Gegnerwelle nach Gegnerwelle umnieten. In den meisten restlichen Missionen, muss man einfach von Raum zu Raum und da einfach alle Gegner ausschalten. Klingt einseitig, ist es leider meistens auch. Es gibt zwar eine Handvoll Missionen die sich etwas abheben und bei denen ihr einfach nur Leute befreien oder Virusbehälter suchen müsst, doch wirklich viel ändern die leider auch nicht.

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Wenn ihr dann eine Aufgabe abgeschlossen habt, bekommt ihr Materialien für die Flügel in der Hauptbasis. Bei denen stehen euch dann verschiedene Möglichkeiten zum Ausbau zur Auswahl. So könnt ihr im Medizinflügel Station für Virenforschung bauen, eine Quarantäne-Zone oder eine Krankenstation. Durch diese Ausbauten, verändert sich nicht nur der Look der Basis und sie wird größer und belebter, dass wichtigste daran ist, dass ihr dadurch neue Fähigkeiten, Mods, Talente und Vorteile bekommt. Zur besseren Übersicht, erklären wir diese mal einzeln.

  • Fähigkeiten: Das sind aktive Skills, die ihr im Gefecht nutzen könnt. Jeder Flügel bietet hierbei 3 Grundfähigkeiten und eine individuelle Fähigkeit.
    • Grundfähigkeiten: Normale Fähigkeiten, die geringe Abklingzeiten haben und Mods haben. Wie ein Scanner für Gegner in der Umgebung, schnelle Heilung für euch und euer Team, Granaten oder ein tragbarer Schild.
    • Individuelle Fähigkeiten: Besondere Fähigkeiten, die lange Abklingzeiten haben und keine Mods haben. Hier gibt es nur 3, doch diese können eine bevorstehende Niederlage nochmal umwenden. So könnt ihr beispielsweise mit einmal alle Gefallen Kameraden wiederbeleben und diese komplett heilen.
  • Mods: Mit diesen könnt ihr eure Grundfähigkeiten spezialisieren. Anstatt einer normalen Haftgranate, habt ihr dann entweder eine Monstergranate, eine Blendgranate oder eine Annäherungsgranate.
  • Talente: Von diesen habt ihr 24 zur Auswahl, je 8 pro Flügel. Maximal könnt ihr 4 davon ausrüsten. Hierbei handelt es sich eher um unterstützende Fähigkeiten. So könnt ihr dafür sorgen, dass bei Nutzen einen Medikits, auch eure Kameraden in der Nähe geheilt werden oder das ihr durch Kills mit euren Fähigkeiten eure Munition wieder auffüllen. Diese sind passive Skills und müssen nicht manuell aktiviert sind.
  • Vorteile: Diese sind, sobald sie freigeschaltet wurden, permanent verfügbar und zwar alle. Mit ihnen könnt ihr mehr Medikits tragen, mehr Granaten tragen oder mehr Geld bekommen. Auch hier muss man nichts aktivieren.

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Gutes

- Grandiose Spielwelt mit toller Atmosphäre und Optik
- Gelungener Loot-Kreislauf der permanent motiviert
- Spannende und innovative Dark Zone
- ALLES mit bis zu 3 Freunden spielbar

Schlechtes

- Viele unnötige und kleine Fehler
- Maue Story, die umständlich erzählt wird
- Auf Dauer einseitige Missionen
- Steuerung und Gegner-KI nicht immer optimal

8.3 Sehr gut

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