The Cursed Crusade – Review

Getestet von | 16.10.2011 um 00:00 Uhr

Vor ein paar Hundert Jahren war der Glaube Zentrum aller Menschen und es wurden aufgrund des Glaubens einige Kriege geführt. Wie die Kreuzzüge, die wohl allen bekannt sein dürften. The Cursed Crusade will uns nun die Geschehnisse des vierten Kreuzzuges präsentieren. Ob dieses Vorhaben gelingt, lest ihr in unserer Review.

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Für die Ehre

Religiöse Themen sind für viele Menschen heut zu Tage wohl nicht mehr das Gelbe vom Ei, doch die Entwickler Kylotonn wollen es trotzdem mit diesem Thema versuchen und bedienen sich dabei den Kreuzzügen und wollen so ein Action Adventure schaffen. Schnell befinden wir uns im Hauptmenü und finden neben Optionen noch den Einzelspielermodus vor, den man in drei Varianten spielen kann. So kann neben dem alleinigen Durchgang auch im Koop spielen, entweder zu zweit an einer Konsole, oder online mit einem Partner. Wir entscheiden uns erst mal für den Durchgang alleine und dürfen nun das Kapitelmenü bewundern. Hier sieht man sofort den Umfang des Spiels. Nach einem Prolog, folgen insgesamt 5 Kapitel, die alle nochmals mehrere Missionen beinhalten. Natürlich können wir nur mit dem Prolog starten und wählen danach noch unsere favorisierte Schwierigkeitsstufe aus und schon geht es los. Der Prolog entpuppt sich als ein langes Intro-Video und wir werden nun ein wenig mit der Materie vertraut gemacht. Wir sehen einen alten Mann, der sich auf einer Burg durch mehrere Gegner durchsetzen muss. Dieser alte Herr ist Tempelritter und der Erzähler der Geschichte von The Cursed Crusade. Eine nette Idee, dass Spiel so zu verpacken. Nachdem der Prolog abgeschlossen ist, beginnt die Geschichte des alten Mannes bei Denz de Bayle, ein junger Tempelritter und Sohn des Erzählers. Dieser treibt in der Nacht sein Unwesen in einem Dorf und wird prompt von den Wachen angegriffen, doch zum Glück hat der Junge die Schwertkünste seines Vaters geerbt. Hier kommt ihr das erste mal zum Einsatz und könnt endlich selbst das Zepter in die Hand nehmen. Der erste Kampf fühlt sich daher gleich wie ein kleiner Schubser ins kalte Wasser an, da es vorher kein wirkliches Tuturial gab. Doch wird man mit Hilfe von Nachrichten schnell mit der Steuerung vertraut gemacht und auch wenn das nicht gerade die eleganteste Lösung ist, es reicht aus um sich mit der recht eingängigen Steuerung zu behaupten. Nachdem ihr die Wachen abgewehrt habt und Denz sein Glück kaum fassen kann überlebt zu haben, kommt es plötzlich ganz dick, denn es erscheint der Tod höchst persönlich und will Denz mit ins Reich der Toten nehmen, doch der flieht Richtung Kirche und kann so um ein Haar entkommen.
An anderer Stelle befindet sich ein Mann alleine auf einem Wanderweg und wird gerade überfallen, doch dieser setzt sich gekonnt zur Wehr und kann die Angreifer abwehren, doch auch bei ihm taucht mit einem mal der Tod auf und auch dieser kann nur um ein Haar dem Tod entfliehen.

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Gemeinsam ist man stark

Spieler mit ein wenig Fantasie werden sich jetzt sicher denken können was passiert und sie liegen richtig. Wie es der Zufall so will, treffen sich die beiden Männer, die sich beide freiwillig auf den Angriff eines Schlosses gemeldet haben. Die beiden stehen nun Seite an Seite an einer Planke und kämpfen sich ihren Weg zum Schloss durch und machen sich bekannt. Der zweite man ist ein Spanier, Esteban Noviembre, und wird von der spanischen Krone gejagt. Er und Denz schaffen den Weg ins Schloss und nach kurzer Schlacht finden sie den Fürsten, doch dieser birgt ein Geheimnis, er kennt Denz’s Vater. Er verrät Denz, dass dieser am dritten Kreuzzug teilnahm und nie zurückkehrte. Doch bevor Denz weitere Informationen bekommen kann, wird der Fürst getötet. Neben diesem Ereignis finden Denz und Esteban auch noch heraus, dass sie beide vom gleichen Fluch befallen sind, eine Partnerschaft entsteht, spätestens dann, als Denz Esteban das Leben rettet.
Für Denz steht jedoch fest, er muss sich zum vierten Kreuzzug melden, um seinen Vater zu finden, Esteban will ihm dabei helfen und so melden sich beide zu einem Ritterturnier. Hier endlich hat der Spieler die Chance sich einigen Tuturials zu unterziehen, indem Kampftechniken beigebracht werden, die zudem schnell von der Hand gehen. Ein guter Zeitpunkt um mal Augenmerk auf die Technik zu legen. Was zuerst auffällt ist, dass die Grafik weit hinter den heutigen Standards liegt und man auch schon 2007 bessere Spielegrafik zu Gesicht bekommen hat. Die Charaktere sind recht lieblos gestaltet und zeigen kaum Gesichtszüge, die ganze Umgebung wirkt immer gleich und gelegentlich ruckelt es. Die Steuerung wirkt zudem dann unpassend, wenn viele Gegner auf einem Haufen sind, denn dann wirkt sie viel zu schwerfällig, auch wenn sie schnell gelernt ist. Auch Synchro und Hintergrundmusik sind nicht wirklich gelungen und die Inszenierung wirkt aufgesetzt und künstlich. Was die Entwickler jedoch versucht haben, ist Abwechslung rein zu bringen. So kämpft man am bereits erwähnten Turnier, schleicht sich in ein Schloss, oder wird mitten in der Nacht überfallen. Dies hat leider immer den bitteren Nachgeschmack, dass es letzten Endes doch immer nur aufs Kämpfen hinaus läuft, wo ihr und Esteban immer in Unterzahl gegen eine größere Gegnergruppe kämpfen müsst.

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Von unnützen Dingen…

Um dem Spiel ein wenig mehr Spieltiefe zu verpassen, gibt es noch ein Skillmenü. Nach jedem Kapitelabschnitt werdet ihr bewertet nach eurer Leistung und bekommt dafür Punkte. Diese könnt ihr nun im erwähnten Menü einlösen und könnt dort neue Kombos für jegliche Waffen im Spiel erwerben. Auch könnt ihr eure Attribute wie Kraft, Kondition un Rüstung steigern, dies aber immer nur mit je einem Punkt. Das Skillmenü ist zwar nett gemeint, hat aber kaum Auswirkungen auf das Spiel, denn reines Buttonsmashing reicht hier immer aus, einfach immer Viereck und Dreieck drücken, zwischendrin immer die Gegnerdeckung mit Kreis brechen und mehr braucht man nicht. Genauso laufen auch Bosskämpfe ab, nur das diese Gegner einfach mehr Schläge einstecken können. Das war es soweit vom Singleplayer, der exakt genauso auch in beiden Koop-Varianten verläuft. In der Offline-Version spielt einer Denz, der andere Esteban und man kann die Missionen Seite an Seite kämpfen. Den Online-Koop hätten wir auch gerne mal getestet, doch da hat der Entwickler ganze Arbeitet geleistet, dieses nicht zu ermöglichen, denn in unser erstelltes Spiel jointe auch nach Minutenlangem warten niemand und in ein Spiel joinen funktionierte bei uns nie, sodass der Multiplayer-Part zumindest bei uns völlig verkommen ist.

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Fazit:

The Cursed Crusade bietet ein recht unverbrauchtes Thema, verspielt dieses aber durch den Mangel an guten Ideen und der veralteten Technik. Grafisch liegt das Spiel zurück, technisch siedelt es sich auf unterem Niveau an und der Multiplayer ist eine Zumutung. Auch wenn man versucht hat ein einigermaßen gutes Erlebnis zu bieten, der Schuss ging nach Hinten los.

Gutes

+ Frische Thematik
+ Online/Offline-Koop
+ Umfangreiches Skillmenü

Schlechtes

- Grafik und Technik weit hinter heutigen Standards
- Geringer Umfang
- Chechpoints zu weit auseinander
- Skillmenü unbrauchbar

6.0 Mittelmäßig

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