Test zu DmC Devil May Cry: Definitive Edition – To Cry or not to Cry

Getestet von | 10.03.2015 um 07:58 Uhr

Vor etwas mehr als 2 Jahren, gab es mit DmC Devil May Cry, ein Reboot der Devil May Cry Reihe. Dieses stoß nicht unbedingt auf viel Gegenliebe, was zu großen Teilen am neuen Look von Dante und seiner rotzigen Art lag. Zwar hatten viele diese Abneigung auch zur Veröffentlichung nicht abgelegt und das Spiel konnte das nicht unbedingt ändern, doch dafür glänzte der Titel in anderen Punkten. Das Gameplay konnte überzeugen und auch die Musik war wie immer ein Hit, alles in allem war der Titel ein Erfolg. Nicht verwunderlich ist daher, dass es nun ein Remaster für die PS4 gibt. Wir verraten euch, ob der Titel nun noch besser geworden ist und ob es sich vielleicht lohnt, noch ein zweites mal mit Dante Dämonen zu dreschen.

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DmC Devil May Cry das Remastered Reboot

Wir starten eigentlich immer mit der Handlung, doch seien wir mal ehrlich, am meisten interessiert euch sicher, was es so alles neues in der Definitive Edition gibt. Also bevor wir wie gewohnt starten, listen wir euch erstmal die Neuerungen/Verbessrungen der neuen Version als Zusammenfassung auf.

60fps und 1080p – Es sieht besser aus und spielt sich butterweich.

Verbesserte Grafik – Inklusive Texturen, Charaktere und Videosequenzen.

Viele Inhalte – Das Spiel enthält DmC Devil May Cry und sämtliche erschienenen DLCs.

Neue Skins – 2 neue Charakter Skins. Devil May Cry 1 Dante und Classic Vergil.

Turbo Mode – Turbo Mode sorgt dafür, dass das Spiel 20% schneller läuft.

Hardcore Mode – Hardcore belässt DmC im Kern, doch bringt Erinnerungen an die alten Teile hervor. In diesem Modus, der in allen Schwierigkeiten gewählt werden kann, macht es viel schwerer den Stylemeter hoch zu bringen und gleichzeitig nimmt dieser schneller ab. Zusätzlich, sorgt der Dämonenmodus nicht mehr dafür, dass Gegner in die Luft fliegen, parieren ist schwerer und alle Gegner machen mehr Schaden.

Manuelles Zielen und anpassbare Steuerung – Nach diesem Feature wurde mehr gefragt, als nach allen anderen. Das manuelle anvisieren funktioniert ähnlich, wie in den alten Teilen. Gleichzeitig kann die Steuerung komplett frei angepasst werden, damit ihr das anvisieren auf die Taste packen könnt, die am besten für euch funktioniert.

Vergil Bloody Palace –  Direkt nach dem manuellen Zielen, wurde hiernach am meisten gefragt. Hier könnt ihr in 60 Stufen mit Vergil antreten.

Must Style Mode – Diesen Modus könnt ihr auf jeder Schwierigkeit aktivieren. Hier müsst ihr eurer Style auf S oder höher haben, damit die Gegner Schaden nehmen.

Gods must Die Schwierigkeit – Das ist der schwerste Modus in der Definitve Edition. Es nimmt DmC’s unglaublich schweren Dante must Die Modus und fügt eine Spur mehr Bestrafung hinzu. Alle Gegner spawnen im Dämonenmodus und keine Items oder Heilung stehen zur Verfügung.

Rebalanced und Retuned – Fan Feedback wurde studiert und reichlich Änderungen und Anpassungen wurden vorgenommen. Das Style System wurde gebalanced, genauso wie die Bosse. Exploits im Kampf wurden bereinigt und manche von Dantes Moves wurden angepasst, wie das Teufelsausweichen. Gameplay Feinheiten wurden vorgenommen, nachdem Hardcore Spieler das Spiel getestet haben. Frames von den Kablooey Schüssen wurden entfernt. Parier und Ausweich Fenster wurden angepasst. Sammelgegenstände und Türen wurden neu platziert.

Integrierung von Community Mods – DmC bietet auch Community Mods, wie das Ausstellen des Timers im Bloody Palace. Einen dreifachen Dash für das Engelsausweichen. Und man kann rote und blaue Gegner nun mit allen Waffen treffen.

Neue Videosequenz – Eine neue Videosequenz, die es damals nicht in die PS3 Version geschafft hat……falls ihr sie finden könnt.

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Eine göttliche Komödie….eigentlich nicht

Gleich zu Beginn des Spiel, wird uns der Antagonist vorgestellt und zwar Mundus, der Herrscher von Limbo-City. Limbo City scheint eine normale Stadt zu sein, doch in Wirklichkeit wird sie von den Dämonen beherrscht, die aber in einer anderen Dimension, dem „Limbo“ leben. Von dort aus werden die normalen Menschen manipuliert, durch den „Komfort“ des normalen Lebens und das Getränks „Virility“. In dieser Gesellschaft, aber nicht unter der Kontrolle der Dämonen, lebt Dante. Ein junger rotziger Rebell, der das Leben lebt wie er will und sich um nichts anderes schert. Doch dann fangen die Dämonen an, Dante zu jagen und da die Dämonen die Menschen kontrollieren, wird er auch von diesen gejagt. Während der Flucht vor den Dämonen, trifft Dante auf Kat, ein Mädel mit übernatürlichen Kräften, welche Dante dabei hilft, dem Limbo zu entkommen und ihn dann zu ihrem Boss führt. Dort erfährt er dann, dass Kat ein Teil von „The Order 188…ach nee nur The Order“ ist. Einer Organisation, die versucht die Dämonen aufzuhalten und die Menschen zu retten. Ihr Anführer ist Vergil, welcher sich recht früh, als der Bruder von Dante entpuppt. Die beiden sind die Kinder des Dämonen Sparda und des Engels Eva. Dadurch sind die beiden „Nephilim“, die einzigen die Mundus aufhalten und die Menschheit befreien können. Somit ist die Prämisse und das Ziel des Spiels wohl klar. Mehr verraten wir jetzt auch nicht über den Ablauf, doch auf die Charaktere gehen wir etwas näher ein. So gibt es dort mehr als nur die erwähnten, nämlich ein paar Dämonen, die die Bosse des Spiels darstellen. Da wären unter anderem Succubus, eine sehr eloquente und um kein Wort verlegene Dämonin, die Mundus schon seit vielen Jahren dient. Genauso wie Lilith, Mundus Gespielin und Bob Barbas, einem Reporter, der während seiner Beiträge, kein gutes Haar an Dante lässt. Am wichtigsten sind aber natürlich Dante, Vergil und Kat, wobei besonders die Unterhaltungen von Dante und Vergil sehr nett sind. Es ist interessant zu sehen, wie die beiden miteinander umgehen, wenn sie sich nicht gerade hassen und umbringen wollen, wie es auch in den alten Teilen der Fall war. Diese Unterhaltungen könnten noch besser sein, wenn die deutsche Synchronisation nicht so ein Reinfall wäre, denn hier solltet ihr lieber die Konsole auf Englisch stellen, um diese Stimmen nicht länger als nötig zu hören. Auch hätten die Charakter vielleicht etwas mehr Zeit verdient, da sie durchaus interessant dargestellt werden, jedoch zu wenig Zeit bekommen, um den Spieler wichtig zu werden oder richtig zur Geltung zu kommen.

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Let’s Rock Baby

Kommen wir zum wichtigsten Punkt des Spiels, dem Gameplay. Gleich vorweg, hier kann das Spiel wirklich überzeugen. Hier konnte auch die PS3 Version schon punkten, hatte aber ein paar kleine Mängel. So haben viele Spieler kritisiert, dass man Gegner nicht manuell anvisieren kann und das man manche Gegner nicht mit allen Waffen angreifen kann. Kombiniert konnten diese beiden Punkte für Frust sorgen. Doch in der Definitive Edition, wurden diese Fehler ausgemerzt. Die roten Gegner konnten normalerweise nur mit Teufelswaffen angegriffen werden und die blauen Gegner nur mit Engelswaffen. Nun kann man mit allen Waffen angreifen, einziger Nachteil der „falschen“ Waffe ist jetzt, dass man den Gegner nun nicht mehr betäuben kann. Für alle, die die PS3 Version nicht kennen und nun etwas verwirrt sein könnten, erklären wir das nochmal genauer. Neben eurer Standardwaffe, dem Schwert Rebellion, gibt es noch  2 Teufelswaffen (Rot), die durch das drücken der R2 Taste aktiviert werden und 2 Engelswaffen (Blau), die man mit L2 aktiviert. Ebenso gibt es normale Gegner, Teufelsgegner und Engelsgegner. In der PS3 Version konnte man Teufelsgegner nur mit Teufelswaffen angreifen und Engelswaffen haben nur gegen Engelsgegner funktioniert. Jetzt kann man jede Waffe gegen jeden Gegner einsetzen. Teufelswaffen sind weiterhin etwas schwerfälliger, dafür stärker, und Engelswaffen sind immer noch für Geschwindigkeit zu haben, können dafür nicht so kräftig reinhauen. Wenn man doch mal auf Abstand gehen muss, gibt es noch die 3 Schusswaffen. Ebenso kann man natürlich einfach ausweichen, wenn einem die Lage zu brenzlig wird. Wenn man sich aber gut eingespielt hat, sollte das nicht mehr allzu oft passieren. Falls ihr doch mal keinen Ausweg seht oder einer starken Gegnergruppe gegenüber steht, könnt ihr auch eure Dämonenkraft aktivieren. Wenn ihr dies tut, werden die Gegner in die Luft geschossen und ihr werdet für kurze Zeit schneller und stärker, womit auch die stärkste Gegnergruppe, in kürzester Zeit zerlegt wird. Auch euer Stylemeter füllt sich dann schneller auf. Die Kombos werden aber auch mit der Zeit und mehr Übung, stylischer und Style ist wichtig in DmC. Je nachdem wie facettenreich und sicher man kämpft, umso höher schießt der Stylemeter und umso höher der Stylemeter, und dementsprechend locken mehr rote und weiße Orbs. Diese sind wichtig, denn damit verbessert ihr Dantes Fähigkeiten und seine Waffen.

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Gutes

-Tolle Verbesserungen und Neuerungen
-Schnelles, direktes und spaßiges Kampfsystem
-Sehr stimmiger Soundtrack
-Mit allen DLCs und Neuerungen gibt es reichlich zu tun
-An sich interessante Story und Charaktere...

Schlechtes

-...die aber zu wenig Zeit bekommen haben
-Miserable deutsche Synchronisation
-Schwankende Grafik

8.7 Sehr gut

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