Test: Evolve – Monster gegen Jäger

Getestet von | 15.02.2015 um 19:48 Uhr

Evolve ist wohl eines der heißerwartesten Next-Gen Spiele diesen Jahres. Nach vielen Verschiebungen und langer Entwicklung, ist der Multiplayer-Shooter nun endlich erschienen. Schon zur Ankündigung war dies ein sehr interessanter Titel, da das Multiplayer-Gameplay ein neues Konzept bietet. Außerdem stehen die Entwickler hinter dem Titel Left 4 Dead und dieser Titel war nicht nur erfolgreich, sondern auch für die Spieler überzeugend. Nun können 4 Spieler mit verschiedenen Charakterklassen und 1 Spieler als Boss-Monster sich gegeneinander in einer Arena jagen. Ob Entwickler Turtle Rock Studio’s hier gute Arbeit geleistet hat und ob das Monsterspektakel gut umgesetzt ist, erfahrt Ihr in unserem Test.

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Da sich Evolve hauptsächlich auf das Multiplayer-Genre konzentriert und wir lediglich im Solo-Modus mit Bots kämpfen dürfen, bleibt ein Story Modus auf der Strecke. Wir wissen lediglich, das ein paar Jäger auf irgendein Planeten namens Shear, ein Monster jagen. Die Jäger scheinen sich zu kennen, da kurze witzige Dialoge vor dem Match, den Absprung aus dem Raumschiff versüßen. Doch warum dieser Planet und wieso dieses Monster? Dies werden die Spieler von Evolve wohl in der Grundversion nicht erfahren.

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Sobald wir das Spiel starten, begegnet uns vor der Monsterjagd ein kleines Einführungsvideo. Hier werden die Klassen Aussault, Support, Medic und Trapper vorgestellt. Der Assault ist der typische Angreifer und Schadensgeber. Er rennt mit einer dicken Waffe dem Monster hinterher und versucht dieses mit Granaten zur Strecke zu bringen. Der Support hingegen unterstützt die anderen Klassen mit Lebensschildern und Luftschlägen. Ansonsten kann der Support auch selbst mit einer Laser-Waffe feuern und Schaden anrichten. Doch was ist mit einem fliehenden Monster? Hier spielt der Trapper eine wichtige Rolle und bremst das Monster durch geschickte Fallenlegung und Arena-Kraftfelder. Desweiteren kann er mit seinem Hund Daisy, die verbliebenen Spuren des flüchtigen Monsters verfolgen und den Jägern den Weg weisen. Zu guter Letzt bleibt noch der Medic. Er wird euch im Kampf mit entsprechender Heilung versorgen und euch vor dem Tod beschützen. Wenn all diese Klassen miteinander zusammenarbeiten dann kann das Monster besiegt werden.

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Hier eine kleine Zusammenfassung der Grund-Klassen und deren Fähigkeiten:

  • Assault (Schadengeber): Schwere Waffe, Persönliches Schutzschild, Elektrominen, Energiekanone
  • Medic (Sanitäter): Scharfschützengewehr, Heilungsstrahl für Verbündete, Heilungsschuss auf Verbündete, sekundäre Betäubungswaffe
  • Trapper (Fallenleger): Leichtes Maschinengewehr, Arena Kraftfeld, Hund Daisy (Wiederbelebt Verbündete, findet Spuren), Fallenlegen
  • Support (Unterstützer): Schutzschild für Kameraden, Schweres Maschinengewehr, Luftanschlag, Tarnungsfeld

Sobald wird dies hinter uns haben, beginnt ein Tutorial, wo wir das Monster “Goliath” offline bewegen. Hier lernen wir die Fähigkeiten wie Rammen, Feuerspeien, Felsen werfen, Klettern oder umher springen. Nach dem Tutorial haben wir noch die Möglichkeit, die Assault Jäger Klasse zu erlernen. Bei den restlichen Klassen ist der Spieler nun allein gelassen. Hier ist wohl kein Tutorial erforderlich und die Spieler müssen sich selbst ausprobieren mit den Klassen zu arbeiten. Lediglich ein kleines Video zu Beginn des Matches mit einer neuen Klassen, klärt euch über die Fähigkeiten auf. Bevor wir nun ein Match starten wollen, fragt uns das Spiel, was unsere Vorzugsklassen sind. Hier können wir einteilen welche Klassen wir am liebsten spielen und dementsprechend sucht das Spiel nach geeigneten freien Server-Plätzen. Es gibt 2 verschiedene Hauptspielvarianten, welche sich in einem Gefecht und einer Art Multiplayer-Kampagne unterteilen. Im klassischen Gefecht kämpfen wir mit 4 Spielern vs. 1 Monster auf verschiedenen Maps um den Sieg. Der Gefechtsmodus unterteilt sich dann jeweils in weitere Spielvarianten. Hier gilt es entweder Zivilisten vor dem Monster zu Retten, Eier vom Monster zu zerstören bevor diese ausgebrütet werden und weitere Monster erscheinen oder das Monster daran zu hindern den Stromreaktor zu zerstören  In der Multiplayer-Kampagne “Evakuierung”, die sich auf 5 Tage verteilt und unterschiedlichen Maps den Nutzern das Leben schwer macht. Die Maps verändern sich mit jeder verlorenen/gewonnenen Runde. Wenn das Monster in der 1. Runde das Kraftwerk zerstört, dann wird in der nächsten Runde eine toxische Wolke zum Handicap für die Jäger. Wenn Ihr das Monster besiegt, werden in der nächsten Runde Geschütztürme ausgefahren, welche das Monster ebenfalls Schaden hinzufügen. Auch wenn Ihr 4 Runden sterbt und Handicaps habt, könnt Ihr durch geschicktes Teamplay siegreich sein. Turtle Rock Studio’s sieht durch 8.000 Kombination besonders in dieser Spielvariante viel Zukunft. Da Spieler und Monster sich in einer dynamischen Welt bewegen und die verlorenen Runden durch dieses System Einfluss auf die gesamte Kampagne haben. An der Server Stabilität haben wir nichts zu meckern. Wir können ohne Probleme ein Spiel beitreten und andere Spieler werden durch das gut durchdachte Klassen-Such-System hinzugefügt. So habt ihr immer die Chance eure Lieblingsklassen spielen zu können. Wir konnten zwar 1-2 Server-Ruckler feststellen, jedoch sind diese verkraftbar.

Schon zu Beginn unserer ersten Matches bemerken wir das sehr schnelle Spielprinzip. Durch hohe Sprunghöhen und Jetpacks-Flüge müssen die Jäger dauerhaft in Bewegung bleiben. Mit taktischem Warten und durch den Dschungel pirschen kommen wir nicht weit. Gleich nach Absprung aus dem Raumschiff müssen wir uns schnell auf die Suche nach dem Monster machen. Hierbei helfen uns ein paar Fähigkeiten der Charakterklasse Trapper. Wir sehen wo sich Vögel vom Monster aufschrecken lassen haben oder die Verfolgung von Monsterspuren durch den Hund Daisy. Die Jäger müssen sich trotzdem dauerhaft in Acht nehmen, da das Dschungelleben nicht nur von einem einzigen Monster auf die Probe gestellt wird. Verschiedene Pflanzen oder Tiere greifen die Jäger an oder fesseln diese. Nur durch gezielte Schüsse auf die Falle kann ein anderer Jäger dessen Kamerad befreien. Manche Tiere geben bei Ihrem Tod einen Vorteilsbonus für die Gruppe. Hier wird zum Beispiel 400% Sprungkraft oder erhöhte Jetpack-Regeneration erworben. Dies ist sehr hilfreich für die Gruppe und so kommt Ihr euren Sieg ein Stück näher. Doch das Hauptziel für die Jäger bleibt das Monster. Sobald wir dieses gefunden und erledigt haben ist das Spiel zu Gunsten der Jäger beendet und wir können uns in Ruhe zurücklehnen.

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Gutes

+ Tolle Atmosphaere
+ Dynamische Maps
+ Gute Balance
+ Schicke Grafikeffekte

Schlechtes

- Teure DLCs
- Leider keine wirkliche Kampagne

8.5 Sehr gut

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