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Tekken 7 im Test – Familien im Brennpunkt Teil 7

Artikel von | 02.06.2017 um 15:47 Uhr

1994 führte Tekken auf der PlayStation das 3D Beat ‘em up Genre ein und war ein Verkaufsschlager. Nicht verwunderlich also, dass die Reihe seit nunmehr 23 Jahren die Spieler vor der Konsole fesselt. In dieser Zeit gab es bereits neun Ableger für Sonys Konsolen und acht Jahre nach Tekken 6, wurde mit Tekken 7 nun das zehnte Spiel der Reihe veröffentlicht. Dieser soll den ewigen Disput zwischen Heihachi und Kazuya, Vater und Sohn, endgültig beenden. Wir haben uns das vermeintliche Finale der Reihe genauer angeschaut und verraten euch, ob es ein würdiger Abschluss ist.

Steigen wir direkt mit dem tollen Opening in den Test ein.

Mishima Zaibatsu vs G-Corporation

Wie auch schon Tekken 6, bietet auch Tekken 7 einen richtigen Story Modus. Dieser wird seinen Namen auch mehr gerecht denn je. Alles beginnt damit, dass ein Journalist und Vater erzählt, wie er vor vielen Jahren einen Brief von seinem Sohn bekommen hat. Auf diesem stand “Ich liebe dich Papa”. Damals dachte er, dass Liebe alles ist, dass man braucht, um glücklich zu sein. Er berichtet aber auch, dass er seit vielen Jahren den Konflikt von einem anderen Vater-Sohn Gespann verfolgt. Vor kurzem kam er in den Besitz eines Briefes, den der Sohn an seinen Vater schrieb. In diesem stand “Vater, eines Tages reiß ich dich in Stücke”. Es war ein Brief von Kazuya an Heihachi. Kurz darauf folgt ein Rückblick und, naja, es werden vergangenen Geschehnisse näher beleuchtet. Wenig später ist man wieder in der Gegenwart. Auf der Welt herrscht Krieg. Jin Kazama, Sohn von Kazuya und CEO der Mishima Zaibatsu, ist verschollen und seine Firma ohne Führung. Diese Chance ergreift sein Großvater Heihachi, um die Firma an sich zu reißen und mit dieser dann seinen Sohn Kazuya und die G-Corporation zu Fall zu bringen. Mittendrin sind dann noch Akuma aus Street Fighter, ein Tiger, Cyborgs und ein Exorzist mit von der Partie. Klingt alles etwas verwirrend? Ist es zeitweise auch. Dennoch ist es ebenso unterhaltsam.

Auch inszenatorisch ist die Story für ein Beat em up ziemlich gut gelungen. Gemeckert werden kann hier höchstens an Kleinigkeiten. So ist es manchmal etwas seltsam, wenn in einer Videosequenz ein Italiener, ein Japaner und eine Amerikanerin in ihren Landessprachen miteinander reden, als würde sie alles verstehen. Auch macht die Handlung manchmal ein paar Sprünge und man weiß nicht genau, ob man nun etwas aus der Vergangenheit oder der Gegenwart sieht. Und dann wären da noch die Zwischensequenzen des anfänglich erwähnten Journalisten. So verfolgt man die Story zu Teilen aus seiner Sicht und dies wird in Sequenzen gemacht, in denen man Text überspringen kann. Das kennt man ja aus vielen Spielen, ihr lest schneller als der Text gesprochen wird, also springt ihr weiter. Problem ist hier, dass der Text logischerweise irgendwann vorbei ist, doch das Video läuft dennoch ohne Springer weiter und dann sitzt man da mal ne Minute da und es passiert einfach nix. Schlimm ist das ganze nicht unbedingt, doch wirkt es ein wenig undurchdacht.

Gleiches gilt für 1-2 Kämpfe in der Story. Hier wird man völlig überwältigt von der Stärke seines Gegenübers. Das ging bei uns so weit, dass wir zeitweise auf die leichteste Schwierigkeitsstufe stellen mussten. Selbst dann waren besagte Kämpfe nicht problemlos machbar. Aber nun gut, abgesehen von diesen Punkten hatten wir viel Spaß mit der Story, sowohl erzählerisch, als auch spielerisch.Die Länge ist auch ganz ordentlich für ein Beat em up. So habt ihr in 3-4 Stunden die Hauptstory beendet, doch dann gibt es noch die Charakter-Episoden. In diesen werden die Charaktere beleuchtet, die kein Teil der Hauptstory waren. Leider bieten diese Episoden nur ein wenig Text, einen Kampf und ein kurzes Video, aber eine nette Ergänzung sind sie nichtsdestotrotz. Kommen wir nun zu den anderen Modi und Neuerungen im Gameplay.

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Tekken 7 Testbericht

Tekken 7

  • Release: 01.06.2017
  • Genre: Beat 'em up
  • Entwickler: Bandai Namco
  • Publisher: Namco Bandai

Gutes

- Gut gelungener Story Modus
- Galerie und Charaktere-Anpassung bieten vieles zum freispielen
- Sinnvolle Neuerungen im Kampfsystem
- Zahlreiche, abwechslungsreiche Kämpfer

Schlechtes

- Online Modus manchmal mit Lags und Verbindungsproblemen
- Geringe Auswahl an Modi
- Grafisch wäre ein bisschen mehr drin gewesen

8.5 / 10 Sehr gut

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