Tales of Symphonia Chronicles – Klassikerduo im Test

Getestet von | 12.03.2014 um 10:06 Uhr

Die Tales of Reihe und die PlayStation 3 arbeiten neuerdings sehr gut zusammen, denn nicht nur können wir auch in Europa in den Genuss von Tales of Xillia (Teil 2 folgt) und Tales of Graces F kommen, sondern auch Tales of Zestiria soll nächstes Jahr weltweit gleichzeitig erscheinen. Wer den von vielen Spielern als Höhepunkt der Reihe gefeierten PS2-/Gamecubeklassiker Tales of Symphonia und dessen Nachfolger Dawn of the New World noch nicht gespielt hat, bekommt nun die Gelegenheit, denn Namco hat beide auf einer Blu-Ray-Disc für die PS3 herausgebracht. Wir werfen einen kurzen Blick auf die Sammlung.

Tales of Symphonia Test Banner

Tales of Altbewährt

Tales of Symphonia Chronicles hat insgesamt nur eine sehr sparsame HD-Überarbeitung erhalten: Spieler der Originalfassungen werden feststellen, dass abgesehen von der höheren Auflösung die beiden Spiele nicht besser aussehen als gewohnt. Müssen sie das? Nein, ganz und gar nicht. Die beiden Klassiker verfügen über ganz andere Qualitäten, als das sie visuell großartig hätten überarbeitet werden müssen. Ärgerlich ist nur, dass man sich insbesondere bei Tales of Symphonia auf der großen Weltkarte mit zahlreichen Rucklern herumschlagen muss. Das ist insbesondere durch die nötige Installation von gut 2,5GB ziemlich ärgerlich.
Tales of Symphonia Chronicles bietet aber in seinen beiden Spielen bereits viel, was man auch an den heutigen Ablegern schätzen und lieben lernen kann: Das dynamische Kampfsystem, bei dem man die Kontrolle übernehmen oder alles auf „Automatik“ setzen kann, jederzeit aber mit bis zu drei Freunden in den Kampf ziehen darf. Zudem lassen sich Angriffsformationen anpassen und man kann „unisono“-Attacken ausführen, bei denen jeder einmal zuschlagen darf. Zudem überzeugt insbesondere in Tales of Symphonia das großartige Leveldesign mit gut durchdachten Rätseln sowie der Ansporn, die Truppe so gut es geht zu leveln, damit man auch die durchaus knackigen Bosskämpfe dann eben doch problemlos meistert.
Tales of Symphonia Chronicles bietet bei beiden Spielen erstmals in der Deutsch untertitelten Fassung auch die japanischen Originalstimmen, erfreulich ist das insbesondere für den ersten Teil, der nur lückenhaft auf Englisch synchronisiert wurde. Prinzipiell ist aber auch die englische Synchro sehr gelungen, jedoch muss man damit klar kommen, dass selbst Protagonist Lloyd Irving aus dem ersten Teil in Dawn of the New World mit einem anderen Sprecher auskommen muss.
Zu den Stärken der Serie gehören schon immer die gelungenen Figuren, die mit viel Humor und Witz und auf ihre eigene Weise ihr Abenteuer bestehen. Hier bieten auch die beiden Klassiker bereits die Kost, die man von heutigen Tales of Ablegern erwartet. Tales of Symphonia: Dawn of the New World wurde bereits bei seinem Erscheinen häufig als ungewöhnlich schwacher Ableger der Reihe empfunden. Wer den ersten Teil mochte und erfolgreich abgeschlossen hat, kommt um den Nachfolger trotzdem nicht herum, denn er bietet trotz zum Beispiel starrer Vorgaben bei den Charakteren dennoch eine interessante Geschichte, die die Fortsetzung Tales of Symphonia darstellt. Stundenlange gute Unterhaltung ist auch hier garantiert.

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Zu empfehlen für…

Wir können Tales of Symphonia Chronicles sowohl Neueinsteigern als auch Spielern der neueren Ableger empfehlen. Neulinge könnten sich an einigen Stellen mehr Hilfestellungen wünschen, während Serienkenner der Schwierigkeitsgrad insbesondere von Tales of Symphonia etwas höher vorkommen dürfte als von Tales of Xillia und Co. Aber natürlich ist das auch von der Spielweise abhängig.
Tales of Symphonia wird nicht umsonst bis heute als einer der Höhepunkte der Reihe gefeiert, denn es bietet viele Stunden eindrucksvolle Unterhaltung, die durch die sympathischen Figuren, die gelungene Spielwelt und die spannende Story sofort in den Bann zieht. Für den Nachfolger gilt das ebenso. Bei der Versorgung mit Trophäen der beiden Spiele hat man auch gute Arbeit geleistet, sodass Trophyhunter zusätzlich motiviert werden können.

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Gelungener Retrotrip

Wer sich Tales of Symphonia Chronicles zulegt bekommt zwei wunderschöne Abenteuer geboten, mit denen man sich eine halbe Ewigkeit beschäftigen kann. Die beiden enthaltenen Titel vereinen die heutigen Stärken der Reihe mit einer mittlerweile zweifellos ziemlich veralteten Technik, zumal die HD-Überarbeitung knapp ausfiel, die jedoch gerade den Charme des Spieles ausmacht.
Die Truppe rund um Lloyd Irving und Colette wächst einem von der ersten Minute an ans Herz und auch wenn man in Dawn of the New World einige andere Wahrheiten kennen lernt, wird die Sympathie für die Figuren nicht so schnell verfliegen. Fans der japanischen Synchro können sich besonders freuen, denn die lückenhafte englische Vertonung des ersten Tales of Symphonia lässt sich damit umgehen.

Gutes

+ Zwei klasse Klassiker auf einer Disc
+ Gelungene Geschichte mit sympathischen Figuren
+ Viele altbewährte Qualitäten der Reihe (Kampfsystem etc.)
+ Japanische Originalstimmen
+ Motivierende Trophäen

Schlechtes

- Ruckler
- 2,5GB Installation trotz rein discbasiertem Original nötig
- Lückenhafte englische Synchro im Erstling

8.5 Sehr gut

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