Stick it to the Man im Test

Getestet von | 11.11.2013 um 11:31 Uhr

Ziemlich skurril erwartete uns bereits auf der gamescom 2013 der Termin zum PSN-Titel Stick it to the Man, und wir sollten nicht enttäuscht werden. Stick it to the Man offenbart uns eine schräge Welt, die voller Verrücktheiten steckt und euch gänzlich neue Sichtweisen liefern soll. Ob es den schwedischen Entwicklern gelungen ist, eine etwas schräge Kulisse samt packender Geschichte und kniffliger Rätsel zu schaffen, verraten wir euch.

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Ich bin doch nicht verrückt! Oder?

Die Geschichte von Stick it to the Man ist schnell erzählt: Im Grunde schlüpft ihr in die Haut von Ray, dem eines Tages ein schlimmes Unglück geschieht, denn ihm wächst ein pinkfarbener Arm aus dem Kopf. Wie und warum es zu diesem Missgeschick kam, verraten wir euch an der Stelle selbstverständlich nicht, sonst ist ja die ganze Spannung dahin. Zu Beginn versucht sich Ray Hilfe zu beschaffen und landet auf seinem Weg bei einem äußerst merkwürdigen Psychiater, der Stick-it-Rayzunächst einen anderen Psychiater therapiert. Ray erzählt ihm die Sache mit dem Arm, der aus seinem Kopf wächst, denn so ganz ohne ist das nicht. Mit diesem Arm ist unser Protagonist nämlich in der Lage, die Gedanken anderer Leute zu hören, ihre tiefsten Wünsche zu kennen und diese dann letztendlich zu erfüllen, denn der Arm funktioniert wie diese Klebeklatschen, die es immer mal ins Micky-Maus-Magazin schaffen: Diese sind aus Gummi und kleben sich überall dort fest, wo es sich lohnt. So könnt ihr beispielsweise Papier problemlos zu euch heranziehen. Genau dasselbe Prinzip weist der Arm in Stick it to the Man auf. Diese Fähigkeit braucht ihr, um verschiedene Aufgaben zu lösen und die geheimsten Wünsche der Figuren zu erfüllen.
All das erzählt er dem Psychiater und dieser steckt ihn – wen wundert’s? – in eine Psychiatrie, wo sich Ray verschiedenen Aufgaben stellen muss, um letzten Endes seinen Weg herauszufinden. Das ist natürlich nicht ganz einfach, denn während in der Psychiatrie verschiedene Pfleger versuchen, Ray wieder einzufangen, wird er außerhalb von gefährlichen Agenten verfolgt, deren Auftrag es ist, Ray so schnell wie möglich einzufangen. Was es weiter damit auf sich hat, verraten wir allerdings auch nicht.

Jeder braucht ein bisschen WahnsinnStick-it-Wächter

Besonderes Augenmerk legten die Entwickler von Zoink! auf die Gestaltung der Welt, denn diese besteht aus verschiedenen „Pappfiguren“. Alles scheint aus Papier zu sein, das auf eine Art Pinnwand gesteckt wurde. Hierbei nimmt sich das Spiel sogar selbst auf den Arm, denn gleich zu Beginn gibt es eine Sequenz, in der sich eine Figur in einem brennenden Flugzeug darüber aufregt, warum das Papierflugzeug eigentlich immun gegenüber Regen ist, Feuer es aber durchaus verbrennen kann. Versteh einer diese Logik. Ihr könnt euch zudem auch nur nach rechts oder links bewegen, bleibt also in der zweiten Dimension gefangen, doch das tut dem Spiel keinen Abbruch. Durch die liebevolle Gestaltung der einzelnen Figuren (die alle mindestens einen Dachschaden haben) wachsen diese schnell ans Herz und sorgen für mehr als nur ein Grinsen im Gesicht, da viele Geschichten dermaßen skurril sind, dass es einfach nur Spaß macht, sich in die Gedanken der NPCs zu klinken und ihnen zu lauschen.
Wer also nicht nur der Geschichte folgen möchte, sollte ganz unbedingt jedem einzelnen NPC lauschen, denn verschiedene bekannte Klischees gibt es auch zu entdecken. So trifft man auf Kapitän Ahab, der von seinem Fang erzählt, aber auch ein imaginärer Freund in Hasenform befindet sich unter den zu treffenden Personen. Oder aber ihr haltet einen Plausch mit einer Alienfrau, die von sich selbst sagt, dass sie in diesem Menschenkörper gefangen ist, nun jedoch nicht mehr an den Reißverschluss herankommt. Ihr könnt aber auch einem siamesischen Drillings-Wrestler (ja, tatsächlich! Es sind drei Menschen, die aneinander gewachsen sind!) dabei helfen, dass derjenige in der Mitte endlich seinem Traum nachgehen und auf eine Bibliotheksschule gehen kann. Die Möglichkeiten sind viel und die kreativen Ideen… Also, Hut ab! Was sich da das schwedische Studio gedacht hat, gehört wirklich für den Comedypreis nominiert!

stick-it-Gesucht

Gutes

+ schräge Geschichte, Welt und NPCs
+ gute Synchronisation
+ interessantes Gameplay

Schlechtes

- leichte Probleme und Lags in der Steuerung
- leichte Freezes nach Cutscenes

8.5 Sehr gut

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