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Steep im Test – Snowboard goes Open World

Artikel von | 07.01.2017 um 17:31 Uhr

Redet man von Wintersport Spielen, hatte der Kenner bisher stets die Snowboard Legende SSX im Kopf. Doch Ende letzten Jahres erstrahlte ein neuer Stern am Himmel, welcher frischen Wind in das Genre bringen sollte. Steep, so der Name des neuen Ubisoft Titels, bringt uns mehrere Extrem-Wintersportarten, gepaart mit dem Must-Have Feature für Spiele die 2016 und auch nun in 2017 erscheinen: Open World. Was bei Burnout Paradise als Rennspiel klappte, kann auch bei einem Wintersport Spiel klappen – dachte sich der Entwickler Ubisoft Annecy. Ob sie damit richtig lagen, haben wir für euch herausgefunden!

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Was Burnout kann, kann Steep schon lange

Thermo Unterwäsche an und los gehts! Mit einer Vogelperspektive über eure gesamte verschneite Spielwelt beginnt eure virtuelle, sportliche Betätigung in Steep. Zu sehen ist eine wunderschöne und große Berglandschaft, die euch einlädt sie in vier Sportarten zu erkunden. So könnt ihr wahlweise auf dem Snowboard oder auf Ski durch den Schnee petzen und in einem Wingsuit oder beim Paragliding die Landschaft von Oben erkunden. Dies macht ihr jedoch nicht streckenbasierend wie in SSX oder anderen Sportspielen, sondern Ubisoft Annecy hat sich hier Burnout Paradise zum Vorbild genommen. So stapft ihr immer der Nase nach, zu Fuß den Berg empor und wechselt mittels einem Schnellauswahl Menü zu einer der vier Sportarten um wieder herunter zu fahren oder fliegen. Seid ihr zu weit von eurem Ziel entfernt, könnt ihr euch jederzeit an bereits erkundete und vorgegeben Punkte teleportieren. Für ein kleines Entgelt könnt ihr euch auch via Helikopter an jedem beliebigen Punkt absetzen lassen. Beim Erkunden der Landschaft habt ihr die Möglichkeit mit einem Fernglas eure Umgebung zu scannen um so neue Drop Points, Challenges und die sogenannten Berggeschichten zu finden. Obwohl die Spielwelt ziemlich groß ist, kommt leider kein richtiges Open World Feeling auf, was an der Tatsache liegt, dass man in regulären Open World Spielen fließen von A nach B und dann nach C laufen oder fahren kann. Seid ihr bei Steep jedoch erst Mal den Berg hinunter gefahren, läuft es am Ende doch auf den Teleport hinaus, da es gravitationsbedingt sehr mühselig ist diesen wieder hinauf zu laufen. So wirkt die Teleportation am Ende doch wieder wie ein typischer Level Select.

Berggeschichten sind eure Storyline, die euch sowohl auf die verschiedenen Challenges und Sportarten vorbereiten, als auch die Umgebung näher bringt. Jede Berggeschichte kommt mit einem kurzen Intro, bei dem sich der Berg wie eine Gottheit vorstellt und erzählt wie toll es ist ihn zu befahren und zu überfliegen. Die dazugehörigen Aufgaben die ihr gestellt bekommt, werden euch von einem super lockerem und … um ehrlich zu sein extrem nervenden und aufgesetzt klingendem Kommentator erklärt, der um jeden Preis Coolest Guy of the Year werden möchte.
Für das Abschließen von Challenges, Berggeschichten und das Abliefern von coolen Tricks, bekommt ihr Erfahrungspunkte, für welche ihr wiederum im Level steigt und euch schwerere Challenges freischaltet. Auch eine Ingame Währung existiert, für die ihr euch neue Klamotten, Skier, Snowboards, Wingsuits oder Fallschirme kaufen könnt. Bis auf die kosmetischen Items und die Challenges, gibt es somit leider keine weitere Motivation um im Level zu steigen, da sämtliche Ausrüstung und Anzüge keinerlei Einfluss auf das Fahr- oder Flugverhalten haben – auch nicht der Fledermaus Wingsuit.

Das Befahren und Überfliegen der Landschaft macht definitiv Spaß. Besonders auf dem Snowboard kommt ein klasse Fahrgefühl auf, es fehlt eigentlich nur noch, dass ihr beim “Shredden” (Wortlaut des Kommentators) durch den Schnee, diesen durch den TV in eure Gesichter bekommt. Der passionierte Ski-Fahrer kommt auch auf seine Kosten, denn auf einem Brett pro Fuß macht die Abfahrt ebenfalls tierisch Spaß. Neben dem durch den Schnee wedeln könnt ihr natürlich auch bei geeigneten Hügeln durch die Luft springen und mit genug “Airtime” und Feingefühl ein paar tollkühne Saltos und Tricks machen – oder den Faceplant des Jahres. Das alles jedoch nur, solltet ihr es schaffen überhaupt zu Springen, denn dies ist gar nicht so einfach wie gedacht, hier gibt es einen großen Minuspunkt für die Steuerung. Es gibt einen viel zu kurzen Zeitraum, kurz vor dem Ende des jeweiligen Hügels, zu nutzen, in dem ihr die Sprungtaste durchdrücken und wieder loslassen müsst. Dieser Zeitraum ist so kurz, dass ihr auf freier Strecke, wo dieser nicht markiert ist, sehr oft einfach nur darüber hinweg fahren werdet / den Abgrund herunter fallen werdet – ganz ohne Airtime. Hier wird leider mehr Glück als Können benötigt (und ich bin wirklich nicht der schlechteste Spieler am Pad). EIn ebenfalls enttäuschender Minuspunkt ist das komplette Fehlen, des bei allen Boarding-Spielen beliebten, “Grinden”. Es ist einfach nicht da und hätte sehr gut in das Spiel gepasst.

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Steep Testbericht

Steep

  • Release: 02.12.2016
  • Genre: Sport
  • Entwickler: Ubisoft
  • Publisher: Ubisoft

Gutes

- Sehr schöne Grafik
- Toller Sound
- Große Spielwelt
- Tolles Fahrgefühl

Schlechtes

- Paragliding würde wohl niemand vermissen
- Hakelige Steuerung beim Springen
- Kein Grinden
- Open World Feeling kommt nicht ganz rüber
- Nervige deutsche Synchro

8.0 / 10 Sehr gut

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