Star Wars: The Force Unleashed 2 – Review

Getestet von | 12.02.2011 um 00:00 Uhr

Lucasarts bringt nach dem erfolgreichen ersten Teil nun auch den zweiten Teil heraus. Dieses ist nun erhältlich und versetzt euch wieder in die Rolle des Laserschwert-schwingenden Starkillers.

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Preiset die Genforschung!

Wer The Force Unleashed durchgespielt hat, der weiß, dass man im zweiten Teil eigentlich gar nicht wieder in die Rolle von Starkiller, dem geheimen Schüler von Darth Vader, schlüpfen kann. Doch wie sollte man die Geschichte nun fortsetzen? Mit einem neuen Protagonisten, obwohl der alte bei den Star Wars-Fans so gut ankommt? Nein, nicht wirklich! Wie gut ist es da, dass es die Möglichkeit des Klonens gibt. So hat Vader nämlich nacheinander mehrere Kopien von Starkiller anfertigen lassen, die jedoch alle nicht seine Erwartungen erfüllten, da sie nach kurzer Zeit schon wieder emotionale Bindungen zur gegnerischen Seite gebildet hatten. Man spielt in Star Wars: The Force Unleashed 2 nun einen dieser Klone, der ebenfalls vor Vaders Augen beweisen soll, dass er ihm gehorsam ist. Da dies jedoch nicht wirklich der Fall ist, soll man auch sogleich wieder auf der Müllkippe für Klone landen. Doch unsere Starkiller-Kopie lässt sich das nicht gefallen und setzt sich zur Wehr. Nun gilt es, aus der Klonfabrik auf Kamino zu entkommen und anschließend eine Geschichte zu durchleben, für die Spannung ein Fremdwort ist. Die Geschichte ist arg vorhersehbar und packt den Spieler zu keinem Zeitpunkt. Dafür stimmt jedoch die Star Wars-Atmosphäre und die Inszenierung ist dank sehr guter Zwischensequenzen in Render-Optik auch wunderbar gelungen.

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ich und Kratos…

Star Wars: The Force Unleashed 2 ist ein Actionspiel in Reinkultur – und das ist, wie man leider zuegeben muss, nicht positiv gemeint. Im Prinzip macht man nämlich nichts anderes, als durch Horden von Sturmtruppen und anderen Gegnern wie AT-ST’s zu metzeln. Neu dabei ist, dass Starkiller nun mit zwei Lichtschwertern kämpft, was aber letztendlich spielerisch keinen Unterschied macht und einfach nur cooler aussieht. Außerdem kann er Gegner nun auch per Gedankenkontrolle bezirzen, so dass diese zum Beispiel gerne mal aus dem Fenster springen. Hinzu kommt außerdem die Wut-Aura, die man durch erledigte Gegner auflädt und bei Aktivierung einen deutlich erhöhten Schadensausstoß verleiht. Dann sind selbst AT-ST’s keine Gefahr mehr und in wenigen Sekunden nur noch Metallschrott. Wirklich toll sind die Kämpfe in Star Wars: The Force Unleashed 2 nicht wirklich gelungen und schon nach kurzer Zeit hat man große Sehnsucht nach Abwechslung. Es gibt ein paar wenige Bosskämpfe, die zwar stellenweise schön inszeniert sind, spielerisch jedoch auch viel zu anspruchslos geraten sind.

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Warum bekommen wir nicht noch ein paar Rätsel oder Geschicklichkeitseinlagen serviert? Das hätte der Abwechslung sehr gut getan, aber wahrscheinlich wollte man das eigene Spiel nicht komplett als Kopie aufbereiten. Doch so traurig das eigentlich schon klingt, genau das wäre wirklich besser gewesen, als es bei dem entstandenen Produkt zu belassen. Denn besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht. Aber auch sonst hätte man noch so coole Sachen einbauen können, schließlich gibt das „Star Wars“-Universum so einiges her: Wie wäre es zum Beispiel mit einer Verfolgungsjagd auf Speederbikes? Oder einer AT-ST-Sequenz? Oder einer kleinen Raumschlacht? Nein, da hat anscheinend niemand dran gedacht – lieber lässt man den Spieler durch streng lineare Schlauchlevel latschen und hetzt ihm in jedem Raum neue Gegner auf den Hals.

Mit der Zeit erhält man durch die Kämpfe Erfahrungspunkte, die man dann gegen Upgrades für Charakter eintauschen kann. Dabei handelt es sich jedoch nur um Aufwertungen eurer Fähigkeiten, neue Attacken erhält man nur an vorgegebenen Stellen im Spiel. Außerdem spielt man im Verlauf der Story in Star Wars: The Force Unleashed 2 auch noch neue Farben für eure beiden Lichtschwerter frei, die man auch beliebig miteinander kombinieren kann und bestimmte Boni verleit. Und man erhält immer wieder neue Kostüme für „Starkiller“.

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Grafik ein Schmaus

Wo man The Force Unleashed 2 nichts vorwerfen kann, ist die grafische Umsetzung. Sowohl Lichteffekte, Texturen, als auch Animationen sind gut gelungen sowie hübsch anzusehen und wenn Starkiller sich in eine „Machtkugel“ hüllt und aus dieser dann ausbricht und alle umlegenden Gegner durch diese gewaltige Kraft umgestoßen werden, dann sieht das schon ziemlich nett aus. Auch die deutsche Sprachausgabe braucht sich keine Blöße geben. Die Sprecher sind gut gewählt und rattern ihre Texte nicht einfach nur herunter. So hat Yoda zum Beispiel (ja, er tritt auch auf) genau die gleiche Stimme wie in „Angriff der Klonkrieger“ und „Die Rache der Sith“. Und die Musik ist natürlich sowieso super, aber das brauche ich wohl keinem „Star Wars“-Fan zu erzählen.

Etwas zu mängeln gibt es dann aber doch und das betrifft die Steuerung, denn hier hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts gebessert. Lassen sich die Kämpfe noch sehr gut kontrollieren, ist das Schweben lassen von Objekten und Gegnern per Macht immer noch „tricky“. Mit den beiden Analogsticks bestimmt man nämlich die Richtung in die euer Ziel gestoßen werden sollen. Wenn man nun einen Gegner zum Beispiel in die Leere katapultieren will, muss man beim Loslassen der „R2“-Taste, die den Machtgriff aktiviert, auch den linken Analogstick in die gewünschte Richtung drücken. Dabei kann es euch anfangs jedoch leicht passieren, dass das Timing nicht so ganz stimmt und beim Loslassen von „R2“ das Ziel einfach nur wieder zu Boden fällt, aber eben nicht weggestoßen wird. Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, wird also auch in Star Wars: The Force Unleashed 2 ein wenig Einarbeitungszeit benötigen.

Gutes

- Grafik
- Spielspaß
- Sound und Deutsche Sprache

Schlechtes

- hakelige Steuerung

7.5 Gut

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