Star Wars: Battlefront im Test – Viel zu lernen du noch hast

Getestet von | 25.11.2015 um 16:51 Uhr

2015 ist ein Jahr mit vielen, großen, Titeln. The Witcher 3, Fallout 4, Metal Gear Solid V, Bloodborne und Batman: Arkham Knight sind da nur ein paar Beispiele. Ein Titel der in Sachen Potential und Hype  in ähnlichen Regionen wie die eben genannten spielt, ist Star Wars: Battlefront. Unterstützt wird das Ganze natürlich durch einen gewissen Film, doch um den geht es hier ja nicht. Wir haben uns den Titel genauer angesehen und verraten euch, ob es eine Falle ist oder nicht. Wir sind übrigens unglaublich kreativ, also wird es noch mehr Zitate und Anspielungen aus dem Star Wars Universum geben.

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Das sind nicht die Singleplayer-Missionen die ihr sucht

Das erste Star Wars: Battlefront und sein Nachfolger auf PS2 boten richtigen Kampagnen, basierend auf den Filmen. Also gab es schon in gewisser Weise eine Story und mit der würden wir jetzt auch anfangen, aber, naja, gibt es nicht, weiter geht es. Fangen wir also mit dem an, was einer Story noch am nähesten kommt, den Singleplayer/Coop Missionen. Hier könnt ihr euch mit der KI vergnügen und euch erstmal mit dem Spiel vertraut machen. Zur Auswahl habt ihr hier die Modi Training, Schlacht und Überleben. Beim Training werden euch die verschiedenen Mechaniken des Spiels näher gebracht, wie das Steuern von verschiedenen Fahrzeugen oder wie die Helden funktionieren, auf letztere gehen wir später nochmal ins Detail. Diese Trainingsmissionen könnt ihr alleine oder mit einem Freund spielen, sowohl online, als auch offline. Und damit es nicht langweilig wird, haben die Trainingsmissionen auch noch Ziele. Diese bestehen meist darin, die Missionen in einer gewissen Zeit zu schaffen oder eine gewisse Anzahl an Kills zu machen und belohnen euch mit Credits, die ihr zum Freischalten von Ausrüstung nutzen könnt. An sich eine nette Idee, doch leider kann man alle Trainingsmissionen, inklusive aller Ziele, in einer Stunde schaffen, sogar noch weniger.

Weiter geht es mit den Schlachten. Hier handelt es sich schlichtweg um den Modus Team-Deathmatch, mit zwei Variationen. Neben dem normalen Team-Deathmatch, gibt es den Spaß auch nochmal mit Helden. Auch hier könnt ihr einen Freund, aber wirklich auch nur einen, einladen, doch spielt ihr gegeneinander. Ziele habt ihr auch zu bewältigen, denn ihr könnt die Schwierigkeit der KI einstellen und bekommt für Siege in den verschiedenen Stufen auch wieder Credits.

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Zu guter letzt ist da noch der Modus Überleben. Wahlweise tretet ihr hier alleine oder mit einem Freund gegen mehrere Wellen von Gegnern an. Auch hier gilt, dass es nur bei einem Partner bleibt, wobei man ebenso die Wahl zwischen online Koop und Splitscreen hat. Ziele sind hier natürlich auch wieder dabei und zwar wieder für die verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Während es auf Leicht noch sehr locker zur Sache geht und man die Gegner auch problemlos alleine schafft, muss man auf normal schon einen Partner an seiner Seite haben und gegen Ende auch gut aufpassen. Auf schwer geht es dann richtig rund und dann möge die Macht mit euch sein. Von den 3 Modi, hat uns dieser am besten gefallen, bis auf ein kleines Manko. Alle paar Gegnerwellen, müsst ihr eine Kapsel erobern, was natürlich einen Moment dauert. Das Problem hierbei ist, dass es passieren kann, dass alle Gegner und auch ein AT-ST direkt neben eurer Kapsel auftauchen und dann geht euch der Arsch auf Grundeis und ihr seid so gut wie tot. An diesem Punkt geht dann die Balance flöten, denn während einige Phasen nur wenige Sekunden dauern, muss man hier all sein Können aufwenden, nur damit man nicht durch die Schiere Menge erledigt wird.

Alle 3 Modi könnt ihr alleine, mit einem Freund online oder halt im Splitscreen spielen. An sich haben uns die Modi eigentlich gefallen, doch man merkt irgendwie, dass sie nur als Notlösung hinzugefügt wurden, damit man sich nicht zu sehr darüber beschwert, dass es nur den Multiplayer gibt. Eigentlich hat der Singleplayer sogar nette Ansätze, leider werden diese nicht komplett ausgenutzt und so wirkt er alles in allem etwas flach. So habt ihr vor den Überlebensmissionen immer eine Einleitung und einen Epilog, wie das abstürzen auf einem Planeten und auf die Rettung warten, doch warum nicht alle Überlebensmissionen miteinander verknüpfen und dadurch zumindest den Anschein einer kleinen Handlung zu haben. Entweder richtige Singleplayer Inhalte machen oder es ganz sein lassen und die Zeit in den Multiplayer investieren. Wir hätten lieber etwas handfestes gehabt, als sowas halbgares, was dennoch nicht heißen soll, dass sie keinen Spaß machen.

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Möge der Multiplayer mit euch sein

Kommen wir nun zum Kern des Spiels, dem Multiplayer. Hier stehen euch 9 Modi zur Auswahl, von denen die Meisten das übliche für Shooter bieten, aber halt nur die Meisten. Doch schauen wir uns dennoch alle Modi genauer an. Da wäre einmal “Gefecht”. Hierbei handelt es sich schlicht und einfach um Team-Deathmatch, keine Fahrzeuge, keine Helden, einfach nur 10 Sturmtruppler gegen 10 Rebellen. Viel mehr muss man hier auch nicht zu sagen. Als nächstes wäre da “Droidenalarm”. Auch hier gibt es weder Fahrzeuge noch Helden und sogar nur jeweils 6 Rebellen und Sturmtruppler. Hier ist es das Ziel 3 Droiden zu erobern und Sieger ist das Team, weches alle 3 Droiden 20 Sekunden lang in seinem Besitz hat. Der kniff hierbei ist, dass die Droiden sich bewegen, doch ist der Bewegungsraum so minimalistisch, dass sie schon beinahe statische Ziele sind. Bei diesem Modus müssen wir aber nochmal etwas meckern. Wenn zwei gleichwertige Teams gegeneinander antreten, ist es nahezu unmöglich, dass ein Team alle 3 Droiden zur gleichen Zeit erobert und diese dann noch 20 Sekunden halten kann, auch wenn diese nicht am Stück gezählt werden, sondern insgesamt über das ganze Match.

Jetzt kommen wir zu “Fracht”. Hierbei handelt es sich im Prinzip um Capture the Flag, doch mit kleinen, aber feinen, Änderungen. So hat jede Basis ein Stück Fracht und das Ziel ist natürlich, die gegnerische Fracht zu stehlen und in die eigene Basis zu bringen. Neu ist jedoch, dass man auch punkten kann, wenn die eigene Fracht nicht in der Basis ist. Die Punkteberechnung in diesem 6 vs 6 Modus ist auch etwas speziell. Beide Teams starten mit 5 Punkten, also 5:5, wenn man jedoch punktet, steht es nicht 6:5, sondern 6:4, also ist es quasi wie ein Tauziehen. Fahrzeuge und Helden sucht man auch wieder vergebens. Was auch für den nächsten Modus gilt, “Abwurfzone”. Abwurfzone ist vielen sicher auch aus der Beta bekannt. 8 Rebellen und 8 Sturmtruppler versuchen einen gelandeten Pod einzunehmen und zu halten. 

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Gutes

-Fantastische Optik und makelloser Sound
-Perfektes Star Wars Feeling
-Stimmiges Gameplay und gute Steuerung
-Singlelplayer und Coop Missionen...

Schlechtes

-...die jedoch viel zu kurz kommen
-Anpassungen und Freischaltungen eher mager
- Alles in allem zu wenig um 60€ rechtzufertigen
- Spiel bietet insgesamt zu wenig Tiefgang

7.7 Gut

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