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Star Wars Battlefront II im Test – Deine Augen können dich täuschen

Artikel von | 18.11.2017 um 12:04 Uhr

Als EA auf der E3 2013 ein neues Star Wars Battlefront angekündigt hat, waren die Fans außer sich. Als der Titel dann 2015 erschien, kam leider die Ernüchterung. Nicht nur fehlte ein Story Modus, auch der Multiplayer bot wenig Tiefgang und die 60€ war der Titel nicht zwingend wert. Verkauft hat er sich natürlich trotzdem. Als dann Star Wars Battlefront II angekündigt wurde und man versprach, neben einem Story Modus, mehr von allem zu bieten, war die Vorfreude groß. Wir haben den Titel getestet und verraten euch, ob EA, DICE, Motive und Criterion diesmal ins Schwarze getroffen haben.

WICHTIG! Während unseres Tests wahre die Mikrotransaktionen noch aktiv. Zum Launch wurden diese aber fürs erste deaktiviert, da EA und DICE das Balancing anpassen wollen. 

Eine neue Hoffnung

Wie bereits vor Release angekündigt wurde, spielt die Story von Star Wars Battlefront II zwischen Episode 6 & 7 und soll eine Brücke schlagen. Wir schlüpfen hierbei in die Rolle von Iden Versio, dem Commander des Inferno Trupps. Diese sind eine Spezialeinheit des Imperiums und übernehmen die gefährlichsten Aufträge für den Imperator. Während der Schlacht um Endor (Episode 6) befinden sie sich auf dem Planeten und müssen mit ansehen, wie der zweite Todesstern zerstört wird. Iden und ihre Partner Del und Hask versuchen nun den Planeten sicher zu verlassen, was ihnen natürlich auch gelingt. Kurz darauf gibt es bereits eine neue Mission für den Inferno Trupp. Ein Gesandter des Imperators hat eine letzte Aufgabe parat und zwar “Operation Asche”. Worin genau das Ziel dieser Operation liegt, wird uns nicht verraten, doch als erstes geht es nach zu einer Station im All, bei der wir eine mächtige Waffen an uns bringen müssen.

Bildergebnis für iden versio

Währenddessen verschlägt es Del auf einen anderen Planeten, wo er auf ein bekanntes Gesicht trifft, über welches wir auch direkt die Kontrolle übernehmen. Neben Iden Versio schlüpfen wir nämlich auch in die Rolle anderer Charaktere und diese sind allesamt bekannte Helden. Womit wir auch direkt das erste mal meckern müssen. So nett es auch ist in diese Rollen zu schlüpfen, wird man das Gefühl nicht los, dass sie nur da sind, um da zu sein. Sie erfüllen keinen wirklichen Sinn, sondern sollen einfach für Abwechslung sorgen und halt Eindruck schinden. Leider klappt dies eher selten, da die Missionen oft recht dünn gestaltet sind. Wenn wir mit dem Laserschwert minutenlang gegen kleine Käfer kämpfen müssen wirkt das weder episch, noch macht es Spaß. Es gibt aber auch immer wieder mal ein paar tolle Szenerien und hier und da wird auch mal Epik geboten.

Leider sind die Missionen auch recht eintönig gestaltet, da nichts geboten wird, was nicht auch im Multiplayer erlebt werden kann. Allgemein wirken manche Missionen wie Multiplayer Spiele, nur halt gegen die Ki. Wo wir gerade bei der Ki sind, die ist bahnbrechend. Wenn ihr im Luftkampf auf den Gegner schießt und dieser es nicht für nötig hält, wenigsten kurz nach links zu ziehen, ist das ziemlich langweilig. Allgemein sind die Gefechte ziemlich bla. Wenn das Spiel konstant bieten würde, was manche Momente andeuten und versprechen, wäre der Story Modus spielerisch ein Knaller. Die Handlung selbst ist leider auch nur phasenweise interessant und wenn dann mal was interessantes passiert, sieht man es bereits Stunden vorher kommen. Die Charaktere sind leider genauso Zweischneidig. Auch wenn sie durchaus Lust auf mehr machen, wird diese Lust nicht wirklich befriedigt. Wenn wir den Story Modus aber mal als ersten Versuch verbuchen und die guten Ansätze berücksichtigen, kann man durchaus zufrieden sein. Zumindest optisch, akustisch und atmosphärisch wurden wir während dem 5 Stunden langen Abenteuer vollkommen beeindruckt, denn da kommt absolutes Star Wars Feeling auf, allem voran durch die bekannte Musik.

Angriff der Klonkrieger

Während die anderen Charaktere im Story Modus festgelegte Bewaffnung und Fähigkeiten haben, kann man diese bei Iden anpassen. Diese werden nach und nach während der Story freigeschaltet und können an bestimmten Stationen und nach dem Ableben geändert werden. Das ist nett, da man so je nach Situationen immer bestens gewappnet ist. Auf weiten Flächen ist ein Scharfschützengewehr und ein Scan der Gegner markiert nützlich. Während in Gebäuden Schrotflinte und Granaten am nützlichsten sind. Schade hierbei ist, dass man immer nur eine Schusswaffe mit einmal bei sich tragen kann. Wenn man also ein Scharfschützengewehr am Start hat und es dann aus nächster Nähe zur Sache geht, steht man ein wenig dumm da. Dumm ist auch, dass man nicht einfach die Waffen der Gegner aufheben kann, weil Gründe. Man muss dann, wie oben bereits erwähnt, auf eine Waffenkiste oder auf das eigene Ableben warten, um dort die Ausrüstung zu ändern.

Wenn man dann die Story beendet hat, hat man die Wahl zwischen Arcade Modus und dem Multiplayer. Da letzterer etwas umfangreicher ist, schieben wir den erstmal nach hinten. Der Arcade Modus ist einfach ausgedrückt der Multiplayer mit Ki Gegner, also in gewissem Maße auch wie der Story Modus. Jedenfalls gibt es hier Einmal Szenarien zur Auswahl und einmal benutzerdefinierte Spiele. Bei den Szenarien könnt ihr zwischen der Hellen und der Dunklen Seite wählen. Dann müsst ihr einfach vorgefertigte Matches bestreiten. Beispielsweise als Luke Skywalker möglichst schnell 50 Gegner eliminieren. Beim nächsten Match dann als normaler Soldat in einem 10 vs 10 Match den Sieg davon tragen. Hierbei sind die Missionen in verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt, die auch immer mit verschiedenen Modifikationen daherkommen. Beispielsweise könnt ihr dann nur bestimmte Waffen wählen oder eure Fähigkeiten laden sich langsamer auf. Bei den benutzerdefinierten Spielen läuft es prinzipiell genauso ab, nur das ihr die Regeln, den Schauplatz und alles weitere selbst bestimmen könnt. Wenn euch das alleine keinen Spaß macht, könnt ihr das auch mit einem Freund im Splitscreen spielen. Zusammen online kann man den Arcade Modus nicht mehr spielen, weil Gründe.

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Star Wars Battlefront II Testbericht

Star Wars Battlefront II

  • Release: 17.11.2017
  • Genre: 3rd Person Shooter, Action
  • Entwickler: Criterion Games, DICE, Motive
  • Publisher: Electronic Arts

Gutes

- Super Optik mit tollen Arealen aus allen Epochen
- Makelloser Sound/Musik
- Galaktischer Angriff und Sternenjäger Angriff machen richtig Laune
- Klassen, Maps, Helden und Fahrzeuge sorgen für mehr Abwechslung und Tiefe

Schlechtes

- Story vorhersehbar und phasenweise etwas mau
- Story Missionen spielen sich teilweise wie der MP mit Ki (was der Arcade Modus schon bietet)
- Fortschritt/Level System zu stark vom Zufall abhängig (Lootboxen)
- Manche Helden müssen erst freigeschaltet werden

7.7 / 10 Gut

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