Spyro Reignited Trilogy im Test – eine nostalgische Zeitreise

Mit Spyro the Dragon aus dem Hause Insomniac Games erschien 1998 ein echter Klassiker. Dessen liebenswerter Protagonist Spyro hüpfte sich kurzerhand in die Herzen der PlayStation-Fans. Weitere Spiele folgten, auf diversen Plattformen – seit 2008 ist es aber ruhig geworden um den ikonischen Drachen. Zwar taucht Spyro als Figur in der Toys-to-life-Reihe Skylanders auf, bekommt dafür aber lange Zeit kein eigenständiges Spiel serviert. Bis jetzt – Entwicklerstudio Toys for Bob verleiht der ursprünglichen Trilogie, mit der alles angefangen hat, einen neuen Anstrich: Die Spyro Reignited Trilogy ist ein vollwertiges Remake der ersten drei Teile der Spieleserie um den kleinen, lilafarbenen Drachen. Ob die Reihe spielerisch auch heute noch etwas taugt, erfahrt ihr in unserem Test.

Kleiner Drache auf großer Mission

Die Handlung der Spyro-Spiele ist schnell erklärt: Im ersten Teil Spyro the Dragon verwandelt der Widersacher Gnasty Gnorc alle Drachen in Kristallstatuen. Einzig und allein der kleine Spyro ist von dem Zauber nicht betroffen. Und so ist es nun an ihm, seine Artgenossen zu befreien.

In Spyro 2: Ripto‘s Rage holen die drei Charaktere Professor, Elora und Jäger den kleinen Drachen in ihre Welt. Mit seiner Hilfe wollen sie dem finsteren Widersacher Ripto die Stirn bieten. Die Fortsetzung erzählt ihre Geschichte mit liebevoll animierten Zwischensequenzen.

In Spyro 3: Year of the Dragon versucht eine Zauberin, Dracheneier zu stehlen, um damit ihre magischen Kräfte zu stärken. Spyro zieht los, um den perfiden Plan der Zauberin zu durchkreuzen und trifft dabei immer wieder auf deren Gehilfin Bianca, die im Kern eigentlich ein gutes Herz zu haben scheint. Der dritte Teil erzählt erstmals sogar eine richtige Liebesgeschichte.

Genretypisch ist die Handlung in allen drei Teilen eher oberflächlich und kindgerecht, dafür aber schön erzählt – sämtliche Dialoge sind hochwertig vertont und die Zwischensequenzen schön anzusehen. Im Fokus des Spiels steht aber nicht die Narrative, sondern das Gameplay.

Ein Klassiker in neuem Gewand

Visuell hat sich in den 20 Jahren, die seit Spyros Debut auf der PlayStation vergangen sind, einiges getan: Die Spyro Reignited Trilogy ist kein einfaches Remaster, sondern ein vollwertiges Remake. Entwicklerstudio Toys for Bob hat alle drei Teile in der Unreal Engine 4 rekonstruiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Neuauflage ist optisch zeitgemäß, behält aber trotzdem den Charme ihrer Vorlage bei. Die Welt ist bunt, detailliert und abwechslungsreich. Vor allem aber das Design der zahlreichen Charaktere ist ein echter Hingucker.

Eine nicht unerhebliche Neuerung ist die bewegliche Kamera: War diese in den ursprünglichen Spielen noch fixiert, können wir sie nun frei bewegen. Wer aus nostalgischen Gründen darauf verzichten möchte, kann das in den Optionen aber auch deaktivieren. Besitzer einer PlayStation 4 Pro dürfen sich außerdem über eine höhere Bildauflösung freuen. Bislang unterstützt das Spiel allerdings leider kein HDR – was schade ist, weil es der bunten Ästhetik hervorragend zu Gesicht stünde. Ein kleines Manko ist die Framerate: Vor allem, wenn wir in vollem Sprint durch die Landschaft düsen, bricht die Bildrate gelegentlich ein. Das macht dem Spielspaß zwar keinen Abbruch, fällt aber trotzdem unangenehm auf.

Gutes

- hübsche Grafik
- guter Soundtrack
- charmante Charaktere

Schlechtes

- fehlende Herausforderung
- instabile Framerate

8.0 Sehr gut

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