Spider-Man: Shatterd Dimensions – Review

Getestet von | 23.10.2010 um 00:00 Uhr

New York, eine der größten Metropolen des Planeten. Tagtäglich laufen mehrere Millionen Menschen durch die Straßen und gehen ihren Beschäftigungen nach. Da sind Verbrechen und krumme Machenschaften vorprogrammiert. Doch hat es sich ein Mann zur Aufgabe gemacht, diesen Dingen Einhalt zu gebieten, der ‚Amazing Spider-Man‘. Als sich dieser, wie jede Nacht, auf seiner Patrouille quer durch die Stadt schwingt, erwischt er Mysterio wie er ein Artefakt stehlen will. Spider-Man fackelt nicht lange und erteilt Mysterio eine Lektion, die aber große Auswirkungen nach sich zieht, die wohl die größte Herausforderung von Spider-Man wird. Wir haben uns durch das Abenteuer geschwungen und verraten euch nun unsere Eindrücke zum neusten Spider-Man Titel.

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Quer durch Raum und Zeit

Noch in der Anfangssequenz wird das Ausmaß von Spidermans Handeln deutlich. Bei seiner Bekämpfung gegen Mysterio, zerschmettert er eine Tafel in viele Fragmente. Eigentlich ja gar nicht so schlimm, besäße die Tafel nicht große Macht die jeden der sie in den Händen hält unvorstellbare Kräfte verleiht. Mysterio selbst kann mit einem dieser Fragmente entkommen und entfesselt ungeahnte Kräfte. Sofort wird unser Held von Madame Web von seiner Tat in Kenntnis gesetzt. Sie erzählt uns nun, dass die einzelnen Fragmentstücke in mehrere Dimensionen aufgeteilt sind und das sie alle wieder beschafft werden müssen, da sie sonst zu großen Ärger anrichten. Spiderman muss nun sämtliche Stücke wieder beschaffen, um seine Tat rückgängig zu machen, der Clou, er muss dazu in verschiedene Rollen schlüpfen, die alle in verschiedene Zeitperioden verteilt sind. So spielt Spiderman natürlich einmal sich selbst, es kommen noch Spiderman Noir, Spiderman 2099 und Ultimate Spiderman hinzu. All diese vier Spiderman müssen in ihrer Zeit die Fragmente beschaffen, das Abenteuer kann beginnen.

Mit allen Tricks

Bevor ihr euch aber auf die Suche nach den Fragmenten machen könnt, müsst ihr euch erst einmal mit den vier unterschiedlichen Spiderman vertraut machen. In einem umfangreichen Tuturial lernt ihr jeden Spiderman einmal kennen, außerdem werden euch alle wichtigen Grundelemente der Steuerung gezeigt, denn Spiderman beherrscht ziemlich viele Tricks, die euch das Leben erleichtern. Zum einen, kann sich der Held mit seinen Netzen von Ort zu Ort schwingen. Außerdem kann er an markierte Stellen per Knopfdruck ganz einfach hin springen. Auch kämpfen könnt ihr, dazu aber später mehr. Außerdem habt ihr noch euren Spinnensinn. Mit diesem könnt ihr speziell bestimmte Dinge erkennen, wo ihr z.B Passanten retten könnt, oder eine Mauer einreißen sollt. Habt ihr das Tuturial beendet, könnt ihr nun im Hauptmenü die einzelnen Level anwählen. Die Level werden immer mit einem der vier Spiderman gespielt und sind in Akte unterteilt. Pro Akt gibt es immer vier Level, mit jedem Spiderman eins pro Akt. Ihr könnt selbst wählen, welche Level ihr in welcher Reihenfolge bestreiten wollt. Ihr müsst aber alle vier eines Aktes abschließen um fortzufahren. In Spiderman Shatterd Dimensions werdet ihr nur auf Level treffen, die natürlich linear gestaltet sind. Eine offene City etc. gibt es nicht, die einzige Freiheit die euch bleibt, ist die oben angesprochene Levelwahl.

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Der eigene Stil

Gameplaytechnisch macht Spiderman eine gute Figur. Ihr habt umfangreiche Kombos um Gegner zu verdreschen, aber außerdem eine simple Steuerung um euch durch die Level zu befördern. Leider wird das Gameplay durch die zum Teil schlechte und hektische Kamera oft etwas zu wirr und man hat das Gefühl nicht wirklich Herr der Lage zu sein. Besonders dann, wenn ihr Spiderman an der Wand lang krabbeln lasst, bekommt man oft Probleme mit der Kamera. Sonst ist die Kamera aber in Ordnung, da das Gameplay sehr schnell und hastig gestaltet ist, was uns zu dem Aufbau der Level bringt. Man kann das Spiel als Jump’n’Run betrachten, da wesentliche Elemente geschickt mit dem Spiderman Stil gekoppelt werden. So lauft ihr lange Wege, springt über Hindernisse oder schwingt euch geradezu künstlerisch über weite Hänge und Abgründe. Allerdings könnte man Spiderman auch ein wenig als Hack’n’Slay bezeichnen, da ihr auch hier mit vielen Kombos zum Teil Horden an Gegner erledigen müsst. Es ist dann irgendwie was von beiden, in einer sehr guten Mischung. Die Level sind sehr lang und bieten genug Abwechslung, denn neben Gegnern, müsst ihr auch mal Rätsel oder kleinere Aufträge innerhalb der Level erfüllen, um weiter zu kommen. Z.B muss man in einem Level mit Spiderman Noir fünf Passanten in einem großen Güterbahnhof retten. So in etwas sieht sowas dann aus. Aussehen ist auch das Stichwort der Level. Kein Level gleicht dem Anderen. Jedes Level ist ein unterschiedliches Szenario und außerdem, sind die Level ganz im Stil der jeweiligen Spiderman gehalten, was auch Gameplay beeinflusst. So spielen die Level von Spiderman Noir, der Held der Vergangenheit im New York von 1933 und das immer bei Nacht und Schatten. Dies ist auch der Spielstil von Noir. In seinen Leveln spielt ihr oft heimlich und versteckt. Bei Spiderman 2099 ist das exakt dasselbe, nur, dass es hier im New York 2099 spielt. Dementsprechend futuristisch wurden die Level gestaltet und hier schwingt ihr euch in schwindelerregender Höhe von Hochhaus zu Hochhaus. Die Level von Ultimate- und Amazing Spiderman sind meist in der Landschaft und natürlich in der Gegenwart. Die Level sind aber noch durch andere Dinge beeinflusst.

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Harte Nuss

Wenn die Level nur aus Feinden und Abgründen bestünden, wäre das ganze ja ein wenig einfach, selbst bei den selbst wählbaren Schwierigkeitsgraden wäre es noch ein Kinderspiel. Um das zu verhindern gibt es natürlich Endgegner, die euch das Leben schwer machen wollen. Aber es gibt nicht nur ein paar, nein, es gibt pro Level immer einen und das Tolle daran ist, dass ihr pro Level auch meist drei bis viermal ran dürft. Der Hintergrund ist nämlich der, dass jedes Level mit einer Sequenz eingeleitet wird, in der ein Schurke in den Besitz eines der Fragmente kommt, welches Spiderman gerade erst aufgespürt hat. Und eigentlich ist euer Ziel immer dasselbe. Bösewicht mehrmals eine rein hauen, um ihn irgendwann ganz zu besiegen. Wären die Level nicht so unterschiedlich, lang und abwechslungsreich, hätte dies fast ein Kritikpunkt werden können. Was man bei Spiderman allerdings sagen muss ist, dass es bei der Technik ein klein wenig hapert. Grafisch ist der Titel sehr gewöhnungsbedürftig, da es in einem Comiclook gehalten ist. Was allerdings etwas nervt ist die Framerate, die für das schnelle Gameplay manchmal nicht wirklich taugt. Das hat ein paar kleine Grafikfehler wie Slow Downs zu Folge, oder eben die zum Teil unkontrollierte Kamera. Alles in allem aber keine Schwerwiegenden Fehler.

Viel zu tun

Neben den Bosskämpfen und der Levelstruktur gibt es noch einen weiteren wesentlichen und vor allem wichtigen Bereich in Spiderman Shatterd Dimensions und zwar das Schicksalsnetz. Dieses Netz ist ein großes Herausforderungsmenü. Aber Vorsicht, Activision, Herausforderungen, war da nicht was mit blur? Ja da war in der Tat was, aber dies ist nicht bei Spiderman so. Hier sind die Herausforderungen anders als die in CoD, die gnadenlos in blur kopiert wurden. Hier sind dies Herausforderungen, die nur in dem bestimmten Level geholt werden können. Oft sind das Missionsziele, aber zum Teil auch einfache Dinge, wie z.B 10 Gegner mit bestimmten Angriffen ausschalten, oder bei einem Bosskampf eine bestimmte Zeit unterbieten. Machen müsst ihr die Herausforderungen nicht, aber es ist sinnvoll, da ihr durch das freischalten dieser Herausforderungen neue Charakter- und Kampfupgrades kaufen könnt. So gibt es immer einen ganzen Blog und eine gewissen Anzahl an Herausforderungen die ihr dazu erfüllt haben müsst. Bezahlen tut ihr das Ganze mit Credits die ihr für unterschiedliche Dinge erhaltet. Einmal wären da Spinnensymbole, die euch Gesundheit und Credits geben. Dann natürlich für das Bestehen von Level und zu guter Letzt natürlich durch Herausforderungen.

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Fazit:

Wer schon mal andere Spiderman Titel gezockt hat wird sich ja jetzt fragen, ob es der Titel denn nun reißen kann oder nicht. Ein Jein beschreibt das nun am besten. Der Titel ist insofern toll, weil er ein schönes, abwechslungsreiches Singleplayer Abenteuer bietet. Gerade für Jump’n’Run und „Button-Smashers“ ein brillanter Titel, doch da die Welt heute lieber gemeinsam spielt, könnte der Titel hier zu kurz kommen, da es keine Online Modi gibt. Im allgemeinen macht das Spiel allerdings eine solide Figur und somit sind Singleplayer-Veteranen bestimmt glücklich mit dem Titel.

Gutes

+ Viel Abwechslung
+ Großer Umfang mit einigen tollen Gameplay-Elementen
+ Mischung und Balance der Level gut getroffen
+ Gute Steuerung...

Schlechtes

- ... die leider öfter durch kleine Fehler gestört wird
- Keine Online-Features
- Spiel motiviert nicht undbedingt
- Nach einiger Zeit doch zu monoton, denn der Aufbau bleibt gleich

8.0 Sehr gut

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