skate 3 – Review

Getestet von | 06.07.2010 um 00:00 Uhr

Seit etlichen Jahren kann man sich, sofern man ein Skateboard-Fan ist, besagte Spiele für seine Konsole kaufen. Die Tony Hawk Reihe ist jedem bekannt und feierte große Erfolge, meist konkurrenzlos. Seit Beginn der neuen Generation gibt es allerdings einen großen Rivalen, nämlich skate aus dem Hause EA. skate bietet eine realistische Steuerung und einen großen Spielplatz für alle Hobby-skater. Doch sind Teil 1 und 2 oft bemängelt worden, was die Technik und die Umsetzung anbelangt. EA lässt sich davon aber nicht unterkriegen und schickt nun mit skate 3 den nächsten Ableger ins Rennen. Ob dieser Titel überzeugen kann, oder er wieder schnell beiseite gelegt wird, lest ihr in unserer Review.

Endlich ist es da, das neue skate, skate 3. Nachdem EA Black Box 2007 die Reihe einführte, gab es viele Fans und vor allem einen ernsthaften Konkurrenten für die Tony Hawk Reihe. Nach zwei Jahren Pause kam der zweite Ableger, der erfrischende Neuerungen bot. Doch waren beide Games technisch eher im Mittelmaß und konnten oft nicht überzeugen. Doch nun soll sich das alles ändern, mit skate 3.

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Tschüss San Van, Willkommen Port Carverton

Das Gute Alte San Vanelona, die Stadt die nur aus Skatern, alten Omas und Autos bestand. Ein riesen Paradise für alle Skater. Im neuen skate wird der Schauplatz allerdings auf die Stadt Port Carverton gelegt und somit eine völlig neue Stadt die nur auf euch wartet.
Wenn ihr skate 3 das erste mal einlegt, werdet ihr gewohnt mit einer Einführungssequenz begrüßt, in der alle ProSkater vorgestellt werden. Es gibt alte Bekannte und natürlich neue Gesichter zu sehen. Neu ist, dass es kein richtiges Hauptmenü gibt. Gleich zu Beginn wird der Spieler mit einem Bildschirm begrüßt, indem neuste Meldungen und Hinweise der Community stehen. Dort kann man auch schnell mal die neusten Meldungen über einen selber anschauen und sich neuste Statistiken oder ähnliches ansehen.
Danach kommt ihr, sofern ihr das Spiel das erste mal eingelegt habt, in den Charakterbildschirm, wo ihr euren Skater nach euren Wünschen erstellen könnt. Alter, Gesichtszüge und Klamotten können frei nach Wahl verändert und angepasst werden. Bei den Klamotten, kann wieder aus führenden Markenprodukten der Skater-Szenen wählen. Danach wird nur noch das Skateboard angepasst und noch ein paar Einstellungen vorgenommen, danach kann es dann endlich losgehen.
Bei den Einstellungen sind auch wieder erfrischenden Neuerungen hinzugekommen. So gibt es erstmals eine neue Kameraansicht, die direkt hinter eurem Skater angebracht ist. Auch könnt ihr gleich zu Beginn einen Schwierigkeitsgrad bestimmen und festlegen, wie schwer es ist vom Board zu fallen.

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Ab zu Frankie

Fans der Serie wissen mittlerweile was ihnen blüht, aber sie kommen trotzdem nicht drum herum, nämlich das Einsteigertuturial.
Spielt ihr skate 3 das erste Mal, dann müsst ihr ein kleines Tuturial über euch ergehen lassen, was euch die wichtigsten Eigenschaften und Griffe der Steuerung näher erläutert. Ihr seid dafür in einer Skateschule und euer Trainer ist Coach Frank, der euch die ganze Zeit „volllabert“ und euch anweist, was zu tun ist. Habt ihr den Pflichtteil erfüllt, lässt euch das Spiel endlich auf Port Carverton los.
Von da an habt ihr eigentlich immer die Fäden selbst in der Hand und ihr könnt tun und lassen was ihr wollt. Skate 3 ist, wie seinen beiden Vorgänger nämlich, ein Sandbox Game, wo ihr tun und lassen könnt was ihr wollt.
So wird zu Beginn wahrscheinlich jeder Skater erst einmal das Riesige Port Carverton erkunden wollen.
Die Stadt wurde Serientypisch in Stadtteile eingeteilt. Einmal das PCU-Viertel, ein großes Industriegebiet und Downtown. Neu ist bei den Stadtteilen allerdings, dass man nicht mehr zu ihnen hinfahren kann. Jeder Teil muss also manuell übers Menü ausgewählt werden. An der Aufmachung der Stadt hat sich aber nichts verändert. Überall skaten andere Skater rum, es fahren Autos von A nach B und auch Fußgänger gibt es zu Hauf.

Gemeinsam sind wir stark

Doch natürlich sollte sich der Spieler auch auf seine Karriere konzentrieren, denn auch hier hat sich EA einiges einfallen lassen. Im wesentlichen gibt es zwei große Neuigkeiten.
Zum einen, fahrt ihr nicht mehr alleine und habt eine eigene Firma und zweitens, könnt ihr auch eine Online-Karriere machen.
Der Hintergrund eurer Firma ist der Einfall eures Kameramanns, der euch zu Anfang der Karriere bei einem Sturz filmt. Daraufhin müsst ihr euch ein Team zusammenbasteln und ganz viele Skateboards verkaufen, um berühmt zu werden.
Ihr habt nun Meilensteine, die in 6 Stufen unterteilt sind. Sobald ihr einen Meilenstein erlangt, bekommt ihr einen neuen Skater für euer Team, den ihr, wie euren eigenen, nach Belieben bearbeiten und ihn auch benennen könnt.
Skateboards könnt ihr verkaufen, wenn ihr an Aufgaben aus eurer Karriere teilnehmt.

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Spot hier, Foto da und noch eben ne Team-Promo

In skate 3 könnt ihr jederzeit über euer Startmenü auf eure Karriere-Herausforderungen zugreifen. Euch eröffnet sich nun eine große Liste aus unterschiedlichen Aufgaben, die ihr nach und nach abarbeiten könnt.
Es ist euch überlassen in was für einer Reihenfolge ihr das ganze angeht, Hauptsache ihr macht es. Die Herausforderungen sind recht unterschiedlich und decken natürlich alle Bereiche für Skate-Fanatiker ab. So gibt es Foto- und Videosessions, Trickconteste, oder Deahtraces.
Bei einigen Challenges handelt es sich um Teamchallenges. Hierbei wird euch ein- oder mehrere Teammitglieder zur Verfügung gestellt und ihr müsst zusammen mit denen den Sieg holen. So sind oft bei den Deathraces 2- gegen 2 Rennen angesagt.
Es gibt allerdings auch neue Spielmodi. So z.B einmal „Erobere das Grundstück“. Hierbei werden euch verschiedenste Aufgaben gestellt, die ihr abarbeiten müsst. Habt ihr das geschafft, gehört euch dieses Grundstück.
Eine weitere Neuerung sind die Team-Promos. Hier müsst ihr einfach kleine Bilder und Filmchen machen, damit euer Team mehr und immer mehr bekannt wird. Irgendwann kann man sogar Plakate auf Wänden von seinem Team bestaunen.
Das Ganze funktioniert natürlich auch online. Ihr könnt online sämtliche Herausforderungen auch spielen und euch online einen Namen machen, einem Team beitreten und Meilensteine machen.
Hierbei könnt ihr entweder willkürlich in eine Lobby joinen, oder eine erstellen.

Was Spieler der ersten beiden skate Teile wahrscheinlich schnell bemerken werden, ist die Einfachheit der Karriere. Alle Aufgaben die ihr gestellt bekommt, sind recht einfach gehalten und fordern von euch nicht allzu viel Können. Stattdessen wirkt der Karriere Modus vielmehr wie eine große Zugabe an kleinen Challenges um euch bei Laune zu halten und das ist durchaus positiv zu vermerken, denn die Karriere ist im Allgemeinen sehr motivierend und lässt einen kaum frustrieren.

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Rocken oder Killen?

Sofern ihr eine Challenge oder irgendetwas abschließt, steht bei euch meist gerockt.
Gerockt hat man eine Challenge, wenn man sie beendet. Fürs Rocken bekommt man Boards, die eure Meilensteine füllen. Für die Harten unter euch gibt es aber noch bestimmte Bedingungen die ihr während einer Challenge erfüllen müsst, um die Herausforderung zu killen. Dafür gibt’s meist noch ein paar mehr Boards.
Bei Spots ist das Verfahren ähnlich.
Überall auf eure Karte gibt es bestimmte Punkte bzw. Gegenstände, die als Spot markiert sind. Ihr habt nun eine Punktevorgabe, die ihr überbieten müsst, um den Spot zu rocken. Schafft ihr das, könnt ihr den Spot auch killen, dazu muss nur eine noch höhere Punktevorgabe geknackt werden, was unter Umständen gar nicht mal so leicht ist.

Hast du seine Videos schon gesehen?

Natürlich gibt es wieder das beliebte skate Real, wo ihr euch Fotos und selbsterstellte Videos von anderen Skate Fahrern anschauen könnt.
Ihr könnt selbstverständlich auch eure eigenen Videos und Fotos dort hochladen und von Anderen bewerten lassen. Ein Video könnt ihr erstellen, indem ihr euren Replay-Editor öffnet und dort alles einstellt, was ihr möchtet. Kamerawinkel, Geschwindigkeit, oder einen anderen Farbton.
Ihr könnt aber auch Spots von Usern herunterladen.
Spots sind Plätze, die von Usern erstellt wurden, mit allen möglichen Skatezeugs. Auch diese könnt ihr bewerten und ausprobieren. Natürlich kommt ihr auch in den Genuss euren eigenen Spot zu erstellen. Auch dazu habt ihr jederzeit in eurer Karriere Zeit, wenn ihr gerade nichts besseres zu tun habt.
Das Erstellen der Spots ist aber nicht ganz so einfach und sollte vorher ein klein wenig geübt werden. In euren Spot könnt ihr viele Dinge wie Rails, Halfpipes und Funboxes einbauen. Ist euer Meisterwerk fertig und bereit geskatet zu werden, könnt ihr auch dieses online stellen.

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Eine gute Figur

Nun aber wollen wir uns endlich den ganzen Technischen Bereichen zuwenden und hier darf EA gelobt werden.
Die Grafik wurde erheblich nach oben geschraubt und es gibt kein nerviges Ruckeln mehr. Auch die Framerate bleibt endlich stabil und bricht wirklich nur ganz selten mal etwas ein.
Auch optisch macht das ganze Spiel sehr viel her. Die Farben wirken sehr satt und auch auf viele Details haben die Entwickler geachtet. Somit hat sich skate endlich von solchen Problemen verabschiedet und kann endlich sein volles Potential nutzen.
Auch der Sound ist gut gelungen. Die Geräusche wirken realistisch und der Soundtrack ist EA typisch wieder einmal perfekt für das Game getroffen. Ihr skatet zu Rock, HipHop oder Pop.
Wem Songs nicht gefallen, der kann die Trackliste bearbeiten oder gleich seine eigenen Songs hören, denn skate 3 hat InGame-Music mit an Bord und so kann man zu seiner Lieblingsmusik skaten.

Fazit:

Mit skate 3 hebt sich EA von den anderen beiden Titeln ab. Nicht nur technisch ist es verbessert worden, aber auch eure Möglichkeiten on- wie offline haben sich vermehrt. Dabei setzt das Game immer noch auf die altbewerte Steuerung und die beliebten Dinge wie skate Real, oder den unzähligen Herausforderungen. Das alles zusammengenommen bietet skate 3 wirklich viel und ist jedem zu empfehlen, egal ob skate Fan oder nicht, hier kann jeder schnell Spaß haben.

Gutes

Schlechtes

8.5 Sehr gut

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