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Singstar: Chartbreaker – Review

Artikel von | 04.01.2010 um 00:00 Uhr

Es ist immer ein Problem, neue Worte zu altbekannten Spielen zu finden. Singstar aus dem Hause Sony macht da keine Ausnahme. Karaoke ist nicht mehr nur japanischen Anästhesisten vorbehalten sondern inzwischen auch in Deutschland gesellschaftsfähig. Die neueste Ausgabe von „Playstation sucht den Superstar“ trägt den Untertitel Chartbreaker. Ob Sony wieder eine erlesene Auswahl oder nur einen kalten Eintopf präsentiert, lest ihr in dieser Review.

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Vorhang auf!

Was als kleine Gesangseinlage damals auf der Playstation 2 begonnen hat, ist inzwischen zu einem multimedialen Partykracher mutiert. Die inzwischen schnurlosen Mikrofone tragen ebenso zum uneingeschränkten Spielspaß bei wie Schnappschüsse und Videoaufnahmen der Live-Events, die zur Schande der Festgemeinschaft auch noch online veröffentlicht werden. Wer sich jetzt aber immer noch schämt, das Mikro in die Hand zu nehmen, dem sei versichert, dass alle anderen genauso dämlich aussehen und die feinen Häärchen im Ohr der Mitspieler zu Tode foltern, wenn sie Freddie Mercury zum Besten geben. Der gute Freddie ist bei Chartbreaker zwar nicht dabei, dafür aber dreißig andere Evergreens, die die Daniel Küblböcks unter uns auf die Probe stellen.

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Dauerwelle und Schulterpolster

Der Titel ist ein wenig irreführend. Singstar Chartbreaker bringt uns nicht die neuesten Hits der aktuellen Charts. Vielmehr ist die Titelauswahl eher am Ende des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Hier wird ausschließlich Popmusik der 80er und 90er Jahre auf den Bildschirm gezaubert. Von A wie Adamski bis W wie Whigfield ist eine bunte Sammlung von damaligen Diskokrachern und einigen Kuschelrocksongs dabei. Die Qualität der Videos der älteren Schinken ist leider nicht so hochwertig wie wir es von neueren Stücken gewohnt sind. Das liegt nicht nur an fehlendem HD-Material. Selbst bei der Qualität der heutigen Standardvideos kann Samantha Fox mit „Touch Me“ nicht mithalten. Die Technik der 80er Jahre hat bei Chartbreaker ihre Spuren hinterlassen. Bei der Zusammenstellung hat Sony ein feines Gespür bewiesen. Obwohl so eine Auswahl so gut wie nie alle begeistern kann, wird sich hier wohl doch eine breite Masse angesprochen fühlen. Die Partymusik hat in dieser Auskopplung eindeutig die Überhand und die leichten Balladen sorgen für ein wenig Abwechslung auf der Bühne.

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Kalter Kaffee

Technisch hat Singstar Chartbreaker nichts neues zu bieten. Bis zu acht Spieler können sich auch hier Solo, im Duett, Duell oder im „Gib das Mikro weiter“ austoben. Die Sprachsteuerung funktioniert reibungslos und die Kompatibilität von Singstar-PS2-Discs haben die Entwickler auf Drängen der Fangemeinde inzwischen auch eingebaut. Allerdings sind uns die fehlenden HD-Inhalte immer noch ein Dorn im Auge. Bei den hier vorgelegten Videos gibt es zwar kein Filmmaterial, das den Full-HD-Fernseher an seine Grenzen treiben könnte. In Zukunft wäre trotzdem eine Einbindung der hochwertigen Filmchen wünschenswert.

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Der Vorhang fällt

Singstar Chartbreaker ist ein weiterer Abschnitt in der unendlichen Geschichte der Karaoke-Games. Sony präsentiert hier ein Songpaket, das die breite Masse wohl ansprechen wird. Solange allerdings keine neuen Spielmodi oder ähnliche Leckerlies geboten werden, muss jeder selbst entscheiden, ob er die Songs einzeln aus dem Singstore lädt oder zur Disc-Version greift. Uns hat diese Auskopplung besonders gut gefallen. Das liegt aber einzig und allein an der von Sony getroffenen Songauswahl. Das ist aber Geschmackssache und über Geschmack soll man ja nicht streiten.

Singstar Chartbreaker Testbericht

Singstar Chartbreaker

  • Release: 04.12.2009
  • Genre: Musik, Party
  • Entwickler: Sony London
  • Publisher: Sony

Gutes

Geniales Songpaket
PS2-Disc-Kompatibelität
Gelungene Sprachsteuerung
Riesiger Singstore

Schlechtes

Dessen Inhalt richtig Geld kostet
Wenig Innovation
Keine HD-Videos

8.0 / 10 Sehr gut

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