Silent Hill HD Collection – Review

Getestet von | 29.04.2012 um 00:00 Uhr

So langsam schließen sich die Wissenslücken der jüngeren Spielergemeinde in Bezug auf Highlights der letzten Konsolengeneration. Die Rede ist von den ersten Aufträgen eines Solid Snakes in Metal Gear Solid oder der des Dämonenjägers Dante in Devil May Cry. Die HD Collections sind eine willkommene Form einer Neuauflage eines PS2 Hits für das aktuelle Schlachtschiff von Sony. Mit der Silent Hill HD Collection ist ein neuer Meilenstein der Klassiker dazu gekommen. Lohnt sich der erneute Trip für alteingesessene Zocker, oder für Neulinge in das Kurörtchen Silent Hill? Wir werden euch mitnehmen in den Abgrund menschlicher Psyche. Willkommen in Silent Hill.

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Der Ort am See

In dieser HD Collection befindet sich der im November 2001 erschienene zweite und im Mai 2003 veröffentliche dritte Survival- Horror Teil der Serie. In Silent Hill stand nie die körperliche Gewalt im Vordergrund, sondern die Abgründe der menschlichen Psyche. Der Protagonist verarbeitet eine schreckliche Vergangenheit und Silent Hill spiegelt dieses wieder. Das beklemmende Gefühl im Nebel allein durch die Straßen zu gehen, oder im Gebäude dunkle Räume und Gänge nur mit einer kleinen Taschenlampe zu erkunden, untermauern das Gefühl der Einsamkeit. Die bizarren Kreaturen, die in diesem Ort umher wandern, geben einem mehr den Anlass die Beine in die Hand zu nehmen, als sich auf einen Kampf einzulassen. Gerade das Ungesehene lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Unterstützt wird die Atmosphäre von der, an bestimmten Punkten fest eingestellten, Kamera. Der Protagonist steuert sich in der Third- Person Sicht und das passt ins Scenario. Mit diesem Absatz lässt sich der Ort am Toluka-See am besten beschreiben.

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Die Suche nach einer Toten

In Silent Hill 2 steuert ihr James Sunderland. Er ist in den Ort gereist, weil er einen seltsamen Brief erhalten hat. Der Brief stammt von seiner Frau und handelt von einem Treffen an ihrem Lieblingsort. Bis jetzt alles nicht weiter schlimm, wenn seine Frau nur nicht schon vor drei Jahren gestorben wäre. Sie hatte einen Kuraufenthalt in Silent Hill, denn sie war schwer erkrankt. James versucht nun herauszufinden wer diesen Brief verfasst hat und wo das Treffen stattfinden soll. Neben der Hauptstory gibt es auch das Nebenscenario: „ Aus dem Wunsch geboren“. Dieses war im Director´s Cut enthalten. Hier seid ihr mit Maria unterwegs, die wir auch in dem Hauptplot mit James getroffen haben. Silent Hill 2 bietet sechs verschiedene Endings und lädt somit zum wiederholten Spielen ein. Grafisch ist leider nicht allzu viel passiert. Kanten wurden geglättet aber ansonsten sind die gerenderten Sequenzen und die Ingame Grafik eins zu eins von der Playstation 2 übernommen worden. Der Sound ist und bleibt schauderhaft schön. Hier wurde nichts verändert, zum Glück.

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Wer bin ich?

Diese Frage stellt sich die siebzehnjährige Haether aus dem dritten Survival- Horrorwerk. Die Dunkelheit liegt über dem Vergnügungspark und das junge Mädchen bewegt sich nur mit einer kleinen Taschenlampe allein hindurch. Aus dem gehen wird rennen, denn es wimmelt auf einmal nur so von böswilligen Monstern, die Heather ans Leder wollen. Letzten Endes tritt das unvermeidliche ein, das blonde Mädchen stirbt. Ein Glück, alles war nur ein Traum. Erwacht aus diesem Alptraum befindet sich Haether in einem menschenleeren Einkaufcenter. Ganz so verlassen ist es aber nicht, denn diese bizarren Kreaturen sind real geworden und trachten dem Teenager nach dem Leben. Zudem gibt es da diesen älteren Herrn namens Douglas, der mit ihr über ihre Vergangenheit reden will, wer sie ist und woher sie kommt. Silent Hill 3 greift auf die Geschichte vom ersten Silent Hill, erschienen für die Playstation, zurück. Heather ist die Adoptivtochter des Hauptprotagonisten Harry Mason. Es ist aber nicht nötig diesen Teil wegen irgendwelchen Vorkenntnissen gespielt zu haben. Wie schon im Vorgänger lohnt es sich Silent Hill 3 mehrmals durchzuspielen, da drei verschiedene Endings existieren. Grafisch ist der Titel um einiges schöner anzusehen als Silent Hill 2 aber auch hier wurde nicht nachpoliert. Alles wurde übernommen. Die Soundkulisse integriert sich wunderbar und wirkt stimmig mit der verstörten Umgebung.

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Psychisch am Ende?

Diese HD Collection ist leider nur lieblos umgesetzt worden. Die Titel an sich sind Klassiker und sollten in keiner Sammlung fehlen, aber wie es sich für eine HD Collection gehört, wurde nichts aufgearbeitet. Auch das es nur zwei Teile auf die Blu Ray geschafft haben, gibt es zu bemängeln. Gerade wo doch Silent Hill 4: The Room auch noch für die gleiche Konsolengeneration erschienen ist. Unter dem Strich sollten Nostalgiker und Fans der Serie, die vielleicht keine PS 2 mehr besitzen, zugreifen. Neulinge könnten sich an der bockigen Kamera und der veralteten Steuerung stören. Vor Kauf einmal ausleihen ist da nicht verkehrt.

Gutes

+ Beide Teile überzeugen in der Story
+ Das düstere Horrorscenario bestückt mit Schockelementen passt
+ Wiederspielwert durch die verschiedenen Endings

Schlechtes

- Umfang der HD Collection zu wenig
- Grafisch nícht überarbeitet
- Steuerung veraltet

7.5 Gut

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