Shank 2 – Review

Getestet von | 20.02.2012 um 00:00 Uhr

Das Entwicklerstudio Klai Entertaiment und EA lassen ihren Racheengel wieder mal auf die großen Konsolen los. In einem neuen Abenteuer stellt Shank seine Rachelust wieder unter Beweis. Doch kann die neue SideScroller-Rache überzeugen, oder ist es eher ein seichter Aufguss des Erstlings?

Die Rache 2.0

Die Geschichte, die man in Shank 2 zu Tisch serviert bekommt, hat vieles von den Actionfilmen aus den 80er Jahren. Denn auch der Held selbst könnte glatt aus dieser Zeitspanne stammen. Nachdem er sich im ersten Teil an seiner toten Frau gerächt hatte, wollte er nochmals zurück an den Ort, wo er seine Familie zum letzten Mal gesehen hatte. Nur die aufgekommene Militärjunta unter den Befehlen von General Markus macht ihm einen Strich durch die Rechnung, und seine tot geglaubte Frau ist anscheinend doch nicht so tot, wie man gedacht hätte. Kurzerhand werden sie und andere (wieder einmal) entführt und Shank hat nichts anderes vor, als wieder einen auf Kratos zu machen und auf Rache zu schwören. Leider ist die Geschichte noch belangloser als im ersten Teil und bietet mehrheitlich Verschnaufpausen zwischen den bluttreibenden Kämpfen.

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Schon nach den ersten Gehschritten merkt man, dass Shank 2 mehrheitlich das bietet, was der Vorgänger schon zu Tisch getragen hat. Ultrabrutale Action Kost ohne Zimperlichkeit. In üblicher Manier schnetzelt sich Shank meistens von Links nach Rechts, durch die anstürmende Gegnerschar. Auch wenn das Gameplay im Kern genau das gleiche bleibt wie bisher, hat sich die eine oder andere Erneuerung eingeschlichen. So wurde die Buttonbelegung leicht verändert. Ausweichen kann man jetzt neu mit dem rechten Stick, was das Ganze recht vereinfacht. Auch das Agieren mit interaktiven Objekten und auch das Aufsammeln von Meditränken und Gegenständen funktioniert diesmal viel besser. Weiterhin kann man die fallen gelassenen Waffen der Gegner aufnehmen. Es ist witzig zu sehen, wie er die Gegner mit Baseballschlägern, Bratpfannen oder Schwertfischen vermöbelt. Aber auch die gängigen Großkaliber wie Maschinengewehre sind wieder vertreten. Was ebenfalls noch neu ist und in manchen Kämpfen eine plötzliche Wendung geben kann, sind die sogenannten interaktiven Objekte. An unterschiedlichen Stellen erhält Shank die Möglichkeit schwere Objekte zu bewegen, diese auf die Gegner fallen zu lassen oder gleich in die Luft zu jagen. Aber auch andere interaktive Fallen, die auch Shanks Ende bedeuten können, findet man auf seinem Weg genügend. Die Gegner der Militärjunta unterscheiden sich nicht allzugroß von den Gegnern des ersten Teils. Weiterhin wird Shank ständig eine schlecht gelaunte Truppe gegenüberstehen, die ihn mit allerlei Waffen angreifen. Nur die KI der Gegner hat sich spürbar verbessert. Sie agieren aggressiver und auch schlauer, dadurch werden die Kämpfe recht taktisch und auch einbisschen schwerer. Auch die Bosskämpfe wurden spürbar verbessert. Doch leider ist Abwechslung in Sachen Gameplay Mangelware. Schon in den ersten Leveln hat man eigentlich alles gesehen. Die Waffen, die Shank auf seiner Reise freischaltet, sind mehrheitlich vom Vorgänger bekannt. Trozdem hat sich der eine oder andere neue Killergegenstand eingeschlichen. Auch die meisten Kombo-Attacken kennt man noch vom Erstling. Weiterhin muss man Kombo-Möglichkeiten selber herausfinden. Ein Turtorial gibt es auch im Nachfolger nicht.

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Die Grafik wurde in ihrem stylischen Comiclook beibehalten. Auch gibt es mehr unterschiedliche Gegenden, die Shank besuchen wird. Die Zwischensequenzen versprühen weiterhin eine Menge Atmosphäre. Ebenso ist die Detailverliebtheit groß, wie auch die massenhaften Fontänen an rotem Blut. Auch sind die Mimiken wieder grandios gezeichnet worden.
Weiterhin muss man gute Englischkenntnisse besitzen denn das Spiel gibt’s nur in dieser Spracheausgabe. Im Spielverlauf schaltet man neue Kostüme und InGame Trophäen frei, sofern man die Vorgaben dazu gelöst hat. Auch kann die Story auf normal oder, für die Masochisten unter euch, auch auf schwer durchgespielt werden. Einen Wiederspielwert hat die Geschichte selbst leider nicht.

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Blut geleckt

Konnte man noch im ersten Teil mit seinem Kumpel die Vorgeschichte zu Shank erleben, so muss man im Nachfolger schmerzlich auf so einen Modus verzichten. Immerhin erhält man einen Survival-Modus. Darin kann man entweder zu zweit oder alleine mit Freunden oder Fremden spannende Kämpfe erleben. Zudem kann dies auch alles Online passieren. Auf drei Karten muss man 30 Wellen überleben und Bomber daran hindern, gewisse Gegenstände in die Luft zu jagen. Teamplay ist hier sehr gefragt, denn gefallene Mitstreiter können wiederbelebt werden. Die Gegnervielfalt ist groß (denn auch Gegner kommen vor die nicht im Hauptspiel auftauchen) und mit höheren Wellenattacken wird das Ganze auch noch recht unübersichtlich, aber der Suchtfaktor ist in diesem Modus sehr hoch, sofern man ihn beherrscht. Durch das Sammeln von Gold kann man Heilungspacks sowie neue oder stärkere Waffen kaufen. Wie üblich gibt’s auch eine Weltrangliste und Solches, um zu sehen, wie gut oder wie schlecht man dann doch im Weltranking abschneidet.

Gutes

- Verbesserte KI
- Verbessertes Gameplay
- Survival Mode, auch Online spielbar

Schlechtes

- keine deutschen Texte
- kein Coop-Story-Part mehr
- nur auf English
- mangelnde Abwechslung im Gameplay

8.5 Sehr gut

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