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Secret of Mana PS4 Test – Nach 25 Jahren noch immer ein Hit?

Artikel von | 08.03.2018 um 18:20 Uhr

Am 6. August 1993 veröffentlichte Publisher Square Enix das damals von Famitsu mit 97/100 bewertete Rollenspiel Secret of Mana. Reboots, Remakes und Remasters sind inzwischen in der Gaming Landschaft fest etabliert und ein lohnendes Geschäft, weshalb Square Enix passend zum 25. Jubiläum von Secret of Mana eine komplett überarbeitete Version des Titels veröffentlichte. Ob man sich jedoch nach 25 Jahren darüber lustig machen darf oder es erneut als RPG Meisterwerk feiern sollte, haben wir für euch herausgefunden!

Zelda + Final Fantasy = Secret of Mana?

Lasst uns zurück in die 90er spulen, eine Zeit in der Videospiele ganz frisch den Sprung von 256 auf 16 Millionen darstellbaren Farben schafften. In dieser Zeit waren rundenbasierte Rollenspiele wie die der Final Fantasy Serie das Non-plus-ultra, doch brachten meist nichts wirklich Neues in Sachen Gameplay. Der Anspruch der Gamer änderte sich jedoch, als The Legend of Zelda: A Link to the Past erschien und dem Spieler erstmals ein richtig gut zu spielendes Echtzeit-Kampfsystem bot. In einem möglicherweise verrauchten Büro von Square Enix, saßen daraufhin ein paar kreative Köpfe zusammen, um eine Entscheidung zu treffen, die sie zuvor stets abgelehnt hatten: “Wir müssen reagieren. Unser nächstes Spiel wird auch Echtzeitkämpfe bieten!”. Und so wurde Secret of Mana, der damalige Real-Time RPG-Kassenschlager, geboren. Doch worum dreht sich Secret of Mana überhaupt? Wie der Titel bereits verrät, geht es um das uns allen bekannte Mana (welches übrigens schon immer und in allen Spielen blau ist!).

Wir schlüpfen in die Rolle des elternlosen Jungen Randi, der mit ein paar Freunden im Wald spielen geht und einen Wasserfall hinunter fällt. Nach einer unsanften Landung leitet ihn ein nicht wirklich gesprächiger Geist zu dem sagenumwobenen Mana Schwert. Wie das so mit menschlichen Impulsen ist, wenn man ein Schwert in einem Stein stecken sieht, überlegt Randi nicht lange und zieht das Schwert aus dem Stein heraus, unwissend darüber, dass es dort sein Dorf vor Monstern beschützte. Während ihr das neue Schwert ziemlich cool findet und eure ersten Monster damit vermöbelt, sind die Dorfbewohner deshalb ziemlich unentspannt. Genauer gesagt wird Randi deshalb aus dem Dorf verbannt, obwohl ihr einen eurer ehemaligen Freunde vor einer riesigen Ameise rettet, die euch in eine Höhle unter der Stadt einstürzen lässt. Und hier beginnt euer Abenteuer, in dem ihr die Welt vor den Mana-Monstern und dem bösen Imperium retten müsst. Letzteres möchte nämlich mittels der Kräfte des Manas die legendäre Mana-Festung wieder auferstehen lassen, eine fliegende Kriegsmaschine die die Welt in Angst und Schrecken versetzen wird. Also eben alles was ein Imperium so in seiner Freizeit macht.

Recht schnell findet ihr zwei Begleiter für eure Reise, dies wäre die in einen Soldaten verliebte Prim, sowie die freche Elfe Popoi, die ihr Gedächtnis verloren hat und nach Ihrer Vergangenheit sucht. Recht schnell stellt sich heraus, dass die drei ein gutes Team sind und ihre Geschichten auch in direktem Zusammenhang stehen. Die Geschichte ist gut erzählt, man weiß eigentlich immer in welche Gegend, der für damalige Verhältnisse recht großen Spielwelt, man als nächstes gehen muss um die Geschichte voran zu treiben. Diese endet jedoch nach dem letzten Bosskampf so abrupt, dass man sich fragen muss, wie dies nach all der investierten Arbeit in das Spiel durch die Qualitätssicherung kommen und dem Anspruch des Directors genügen konnte. Natürlich war das Ende des Spiels damals gleichermaßen enttäuschend und die Entwickler könnten sich damit entschuldigen, dass das Rad (Spiel) nicht neu erfunden, sondern nur neu aufgetischt wurde. Wirklich sehr schade.

Secret of Simplicity

Die Steuerung der drei jungen Abenteurer ist schnell gelernt, immerhin ist sie 25 Jahre alt und musste auf einem Pad mit 6-Tasten funktionieren. So besteht die hauptsächliche Steuerung aus Schlagen mit voller Ausdauer für die maximale Power, dem aufgeladenen Schlag und natürlich das Zaubern. Zaubern können nur die beiden Begleiter von Randi, wodurch die RPG-typischen Charakterklassen im Spiel sichtbar werden. Während Randi der klassische Krieger ist, der am meisten Schaden mit allen Waffen austeilen kann, ist Prim mit ihren Buff- und Heilungszauber eher als Heiler-Klasse und Popoi mit überwiegend Angriffszauber als Zauberer unterwegs. Die Waffen und Zauber können mit einem einfachen Levelsystem verstärkt werden. So findet ihr im Verlauf des Spiels diverse Waffen-Orbs, mit denen ihr eure Klingen und Äxte verbessern lassen könnt. Es gibt insgesamt 8 Waffen die ihr aufleveln und meistern könnt. Vom klassischen Schwert, über die Axt, bis zum Schlagring und der Peitsche ist für jeden Gameplay Typ, also Nahkampf oder auf Distanz bleiben, etwas dabei. Zudem hat jede Waffe verschiedene Fähigkeiten, wie z.B. das Versteinern von Gegnern oder erhöhter Schaden gegen fliegende Gegner, die sich jedoch mit jedem Waffen-Upgrade ändern.

Leider gibt es bis auf den Namen der Waffe keinerlei Hinweise auf die Fähigkeiten dieser, was damals die Sache vermiest hat. Heute gibt es Google. Macht den Designfehler im Gameplay aber nicht besser. Die Stufe des aufgeladenen Schlags, sowie die verschiedenen Zauber werden durch die einfache Nutzung dieser verbessert. Ein guter Ansporn um immer wieder mal die Waffe zu wechseln und verschiedene Zauber auszuprobieren. Zudem hat jeder Zauber eine Super-Variante, die per Zufall ausgelöst wird, sobald ihr die höchste Stufe des Zaubers erlernt habt. Habt ihr eine Waffe auf Stufe 3 verbessert, könnt ihr euren Waffen-Skill für diese Waffe ebenso auf Stufe 3 hochspielen, um den aufgeladenen Schlag noch stärker werden zu lassen. Leider gibt es einige Gegner die extrem hohe Ausweichraten aufweisen und mit ein wenig Pech quasi unendlich Prügel einstecken, ohne auch nur ein einziges Mal getroffen zu werden. Hier helfen dann nur Zauber oder maximale Geduld, was aber besonders am Anfang des Spiels nervig ist, sobald einem das Mana im Dungeon leer geht. Die Krönung ist, wenn man seinen Schlag auf Level 5 auflädt und dann verfehlt, statt einen kritischen Treffer zu landen. Im späteren Verlauf des Spieles ist dieses Problem zum Glück nicht mehr vorhanden, was aber nur daran liegt, dass man nicht nur genug Mana hat um jeden Gegner vom Bildschirm zaubern zu können, sondern sich auch noch mittels passendem Zauberspruch am Mana der Gegner bedienen kann. Vor allem dies macht Secret of Mana unter dem Strich leider keineswegs schwer, sondern eher zu einfach einzustufen.

Die drei Abenteurer während einer der neuen und leider viel zu wenigen Zwischensequenzen in Secret of Mana.

Der meiste Spaß kommt sicherlich erst auf, wenn ihr einen oder zwei Freunde habt, die sich einen Platz auf eurer Couch verdient haben und gewillt sind, die ca 11-14 Stunden lange Story von Secret of Mana mit euch zu erleben. Denn Secret of Mana lässt sich ganz RPG-untypisch im Koop-Modus spielen, wodurch das Spiel noch einfacher wird, denn obwohl ihr im Single-Player Modus die KI der anderen beiden Figuren ein wenig in Sachen Aggressivität und unterstützender Gegnerauswahl einstellen könnt, stehen sie doch nur herum und weichen weder Nahkampf Attacken aus, noch benutzen sie von alleine ihre Zaubersprüche.

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Secret of Mana Testbericht

Secret of Mana

  • Release: 15.02.2018
  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: Square Enix
  • Publisher: Square Enix

Gutes

+ Spaßiger 3 Spieler Couch-Koop Modus
+ Sehr einfacher Einstieg
+ Tolles Retro-Feeling für ältere Spieler

Schlechtes

- Schwierigkeitsgrad viel zu einfach
- Mini-Map und Kameraführung im Koop schlecht gemacht
- Sehr viele Abstürze
- Bugs die den Spielstand zerstören können

6.9 / 10 Nicht so gut

Deine Meinung? Let's Chat!

  1. User Avatar

    guter Test. Hab auch schon Platin und kann alles so Unterstreichen. Gut gefallen hat mir die Funktion der Shortcuts für Zauber auf L+R, wiederum frag ich mich aber warum nur L1+R1? Das PS4 Pad hat aber noch L2+R2… Warum macht man es nicht gleich richtig…

    Nein es werden sinnlose Sachen hinzugefügt wie bei Übernachtungen ewiges gequatsche usw…

    Für die Deutsche PAL Version, das schlimmste für die alten Hasen, war mit Sicherheit die Übersetzung… speziell die Zaubergeister und deren Zauber…
    Jeder konnte was mit Harzinger, Lunatic, Nocturn oder Laternas Laserinferno anfangen. Laterna zu Puck umbennen verstehe ich nicht. Wenn man Retro-Feeling bei manchen Leuten hervorrufen will dann bitte richtig… (wie gesagt betrifft nur die deutsche PAL Version)
    Auch hieß es im Vorfeld das es kein Remaster wird sondern ein Remake also mit neuen Bossen zusätzlichen Dungeons usw… hab auch irgendwo gelesen das wohl 7 DLCs geplant sind… bin gespannt…

  2. User Avatar

    Danke für das Lob!

    Ja genau, es gab noch einige weitere kleine Punkte mehr die mich an dem Spiel gestört haben. Wie z.B. dass das von dir angesprochene Quick-Menü nicht nur lediglich auf die L1+R1 Buttons limitiert ist, sondern auch noch auf den Einzelspieler Modus. Die Liste der nervenden Dinge ist lang, deshalb auch (leider) keine 97/100 im Jahr 2018!

    Mal schauen ob da noch etwas kommen wird, oder ob die zuende Kuh gemolken ist.

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