Rocketbirds: Hardboiled Chicken – Review

Getestet von | 30.01.2012 um 00:00 Uhr

Das noch junge Indy Entwicklerstudio Ratloop Asia läst ihr Browser-Kampfhuhn in einem neuen Abenteuer auf die Playstation 3 los. Durch die Zusammenarbeit mit Sony, ist ein witziger und schräger Sidescroller für das PSN erschienen. Die Geschichte rund um Hardboiled Chicken ist zwar vorhersehbar, punktet aber mit diversen positiven Aspekten, ohne sich vom großen Massenmarkt des Segments hervorzuheben.

Keine Macht den Pinguinen !!

Die Geschichte rund um das Rachehuhn verdient in keinsterweise irgendwelche Auszeichnungen, kann aber durch die vielen Sidekicks punkten, die in erster Linie an die Actionhelden der 80er oder 90er Jahre erinnern. Albatropolis wird von einem Pinguin Regime verwaltet, das alles und jeden unterjocht oder beiseite schiebt, der nicht den Befehlen des großen il Bitzkins befolgt. Doch da die Pinguine eigentlich zu schwach wären oder zu feige sind, die Weltherrschaft einfach so an sich zu reisen, wird kurzerhand eine Vogelart regelrecht versklavt und einer Gehirnwäsche unterzogen. Doch bei einem Überfall werden die Augen eines der Hühner geöffnet und Hardboiled besinnt sich auf Rache, für die Freiheit der Vogelvölker. So beginnt auch sein Abenteuer in irgendeinem Dschungel, wo er sich schießfreudig durch die ersten Pinguinhorden durchboxt. In üblichen Manieren schießt man sich von links nach rechts den Weg frei, erkundet den meist linearen Weg und nimmt in unterschiedlichen Abständen Waffen auf. Die Waffenart hält sich da aber arg in Grenzen. Mehr als drei Schießprügel (Pistole, MP und Shotgun) wird der Herr nicht auf seiner Reise finden. Was aber nicht weiter schlimm ist, denn auch die Munition, die man von den Gegnern erhält, ist für alle drei Schießprügel die gleiche. Hinzugesellt sich noch die übliche Handgranate, aber auch eine Hypnogranate hat der Held in Petto. Damit hypnotisiert er seine Gegner und steuert diese gleich selbst, bis er das Kommando zum Selbstmord gibt. In wenigen Abschnitten, nämlich dann, wenn das Huhn sein Nuklearbetriebenes-Jetpack umschnallt, geht es in die Lüfte um die angeflogene Schar in Schach zu halten. Leider spielen sich solche Abschnitte ein bisschen hektisch, da die Zielgenauigkeit fehlt und die Gegner in der Regel meistens außerhalb des Blickfelds bewegen. Doch kaum wurden solche Passagen erledigt, geht es weiter mit den vielen seichten Schieberätseln sowie dem Auffinden von Keycards, um das Weiterkommen zu sichern. Die meisten solcher Rätseleinlagen werden Bildschirm überwappnet gelöst, was dem einen oder anderen Spieler ein bisschen Kopfzerbrechen verursacht, bevor man den logischen Lösungsweg erkennt. Gegen Ende des Spiels werden fast alle Gameplayelemente miteinander verbunden, und auch die Rätsel werden leicht anspruchvoller. Die Rücksetzpunkte sind fair verteilt, denn der Schwierigkeitsgrad ist reichlich unausgewogen herausgekommen. Vor allem dann wird es frustrierend, wenn gewisse Gegnerhorden den Bildschirm überrennen möchten. Und da einige Gegner Schilde tragen können, die man bekanntlich nicht durchschießen kann, die Gegner aber sehr wohl, jagt das Frustpotenzial in kürzester Zeit in die Höhe.

Screenshot

Auch ein blindes Huhn, findet Spass

Wurde das Regime gestürzt oder auch nicht, so kann man im Multiplayer eine eigene Geschichte mit samt seinem Kumpel erleben. Aus 6 Kampfsittichen kann man seinen eigenen Helden wählen und sich dann gleich in die Koopaction stürzen und die Tochter des Generals befreien. Leichter gesagt als getan, denn zu zweit entfaltet sich das PSN Spiel zunehmend, mit jedem neuem Kapitel. So muss man nicht nur die Pinguine und deren Klone in Schach halten, auch die Rätsel werden auf Koopgehirne ausgelegt.
Die Grafik schaut ebenfalls schick aus. Während die Umgebung, der Held etc. in einem Comiclook gehalten wurden, sind die Hintergrundbilder in malerischem 3D gehalten. Einige Dialoge der Geschichten wurden vertont, doch leider passen sie nicht wirklich dazu. Man hätte es bei dem Gekrächze der Vögel belassen sollen und sich ganz auf Textnachrichten beschränken können. Der Sound hingegen ist erste Sahne. Egal welcher Abschnitt, welcher Modus: Die rockige Musik passt jederzeit perfekt zum Geschehen.

Screenshot

Gutes

Hardboiled ist wohl das härteste Huhn, das die Videospielwelt je gesehen hat. Der Sidescroller kann vor allem mit seinem leichten Gameplay, dem passenden Sound und dem Kooperativem Modus punkten.

Schlechtes

Der unausgewogene Schwierigkeitsgrad frustriert an manchen Stellen, aber durch Übung sind auch diese überwunden. Der Umfang dieses PSN Titel ist leider minimal herausgekommen. Einen Wiederspielwert hat es leider fast nicht.

8.5 Sehr gut

Kommentare

Das könnte dich auch interessieren