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Alien: Isolation im Test – Die Begegnung der dritten Art

Artikel von | 15.10.2014 um 16:36 Uhr

Die Weiten des Weltalls sind in unserer Zeit noch zu unerforscht und verbergen eine Menge Rätsel. Doch wäre ein weiteres Leben im Universum denkbar? Die Dritte Art könnte uns in der Realität irgendwann einholen. Schon am 25. Mai 1979 spielte die Menschheit mit diesem Gedanken und erfand ein Killer-Alien, welches uns nicht auf einen Kaffee besuchen wollte. Denn an diesem Datum ist der erste Film der Alien-Trilogie erschienen und die Welt saß mit Gänsehaut und Schweißausbrüchen in den Kinos. Viele Videospielableger gab es in den letzten Jahrzehnten, welche die hohe Qualität der Filme nie erreichten. Schon zu PlayStation-1-Zeiten versuchten Entwickler das Alien-Franchise in Videospielen umzusetzen. Nach sehr vielen Flops dieser, ist nun für die Next Gen/Last Gen Konsolen der neue Alien-Ableger “Alien Isolation” erschienen. Doch wird die atemberaubende Atmosphäre und Furcht aus den Filmen jetzt auch in dem Spiel spürbar sein? Wir haben den Titel in Laboren auf unseren Raumschiffen einmal genauer unter die Lupe genommen und jede noch so kleine Krankheit festgestellt.

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Es heißt ein “Killer” sei auf der Raumstation und würde alles töten.

Da die Filme immer durch die Hauptdarstellerin Ripley bekannt war, muss nun der Spieler, in einer von den Filmen weiterführenden Story, Ripleys Tochter Amanda spielen. Mit einem kurzen Missionsbriefing erfahren wir, dass sich auf der Raumstation Sewastopol der Flugschreiber Nostromo befindet. Die Raumstation ist vor 15 Jahren bereits verschollen und Amanda hat keinen blassen Schimmer von der Situation und begibt sich auf die Reise zur Sewastopol, um den Flugschreiber zu bergen. Auf der Reise zur Raumstation verlieren wir unsere Mitfahrgelegenheit und somit ist Amanda auf dem Raumschiff “scheinbar” alleine gefangen. Lediglich wenige Überlebende, Androiden und ein unbekanntes Wesen laufen uns über den Weg. Die Story selbst macht vorerst einen soliden Eindruck. Jedoch bei weiterem Spielverlauf stellt sich die Frage nach den Hintergründen – wie kam es zu der Katastrophe? Der Großteil der Geschichte wird durch ruckelnde Zwischensequenzen erzählt und lässt den Spieler bei Framerateeinbrüchen eher wegschauen als zuschauen. Die Charaktere sind leider mit schlecht animierten Schweißausbrüchen und miesen verwaschenen Texturen geschmückt und lassen auf Last-Gen Qualität hindeuten.

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Schleichen – Warten – Schleichen!

Nachdem wir nun die Raumstation betreten, bemerken wir die Katastrophe und begeben uns auf den Weg, die Geheimnisse zu entlüften. Da sich Alien Isolation mehr in einem Survival-Horror-Genre als Action-Spiel bewegt, gilt auch hier jede Ecke und jeden Raum in Ruhe zu erkunden. Schleichen – Warten – Schleichen! Das ist das beste Mittel, um in Alien Isolation voran zu kommen. Es erinnert sehr stark an Outlast, wo wir nur mit einer Kamera und ohne Mittel den Gegnern ausweichen mussten. Mit der Hilfe von Karten, können wir nach einiger Übung unsere Ziele erkennen und denen folgen. Jedoch hatten wir anfangs Orientierungsprobleme die Karten richtig zu deuten. Das Missionsdesign macht auf Dauer leider hierbei keinen guten Eindruck. Sucht das Personal, redet mit dem, helft dem. Das Spiel ist ab der Hälfte eine eher langweilige Prozedur. Wir haben das Gefühl, dass die Entwickler das Spiel mit Absicht einfach in die Länge zogen. Wir finden Verletzte vor, und begeben uns auf eine zweistündige Reise mit vielen Toten um genau dieser einen Person ein Medikament zu bringen? Schmerzen fremder Personen können uns wohl auch in einem Survival-Horror ähnliche Symptome bereiten. Natürlich lässt uns Alien Isolation nicht ganz im Stich. So bekommt der Spieler ein Bewegungsmelder, eine Pistole und verschiedene Herstellungskomponenten. Diese können wir anschließend zu Geräuschetransmittern, Blendgranaten oder ähnlichem umbauen, um das Alien, Androiden oder Plünderer abzulenken. Die Waffen hingegen sind ein eher weniger sinnvolles Mittel. Der Spieler kann das Spiel durchspielen, ohne ein Schuss aus einer Waffe zu tätigen.

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Alien: Isolation Testbericht

Alien: Isolation

  • Release: 08.10.2014
  • Genre: Ego Shooter, First Person Action, Horror, Survival
  • Entwickler: Creative Asssembly
  • Publisher: Sega

Gutes

+ Tolle Horror-Atmosphäre
+ Sehr gutaussehende Umgebungsgrafik und tolle Effekte
+ Als Fan Wiedererkennungswert
+ Sounderlebnis

Schlechtes

- Schlechte Charakterdarstellung
- Framerate schwankt oft
- Missionsdesign oft eindimensional

8.0 / 10 Sehr gut

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