Resistance 3 – Review

Getestet von | 24.09.2011 um 00:00 Uhr

Seit Release von Sony’s Edelkonsole hat diese so einige Zugpferde auf den Markt geschmissen, die ausschließlich auf dieser zu haben sind. Die Rede ist natürlich von den Exklusivtiteln. Eines der Titel stammt aus dem Hause Insomniac Games und beglückt die Spieler seit Konsolen-Release. Wir sprechen natürlich von Resistance, dem Science-Fiction-Shooter, der nun in die dritte Runde geht und die Saga mit Vollendung der Trilogie abschließen will. Ob das Ende geglückt ist, oder das Feuer versiebt ist, lest ihr in unserer Review.

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Neuanfang

Nathan Hale ist tot. Der Held und Protagonist der Serie wurde von Joseph Capelli umgebracht, als dieser kurz davor war, sich schließlich in ein Alien zu verwandeln. Doch hat der Tod von Hale etwas Gutes. Durch sein Blut konnte ein Bakterium zur Bekämpfung des Alien-Viruses erschaffen werden, der ein für allemal die infizierten heilt. Nachdem Joe selbst damit bespritzt wird, wird er aus der Armee geworfen, findet eine Frau, heiratet und bekommt mit dieser ein Kind. Er baut sich ein neues Leben und eine völlig neue Existenz auf und lebt nun in einer ganz anderen Welt, buchstäblich, denn er, seine Frau und Kind, leben zusammen mit anderen Überlebenden in einem netten Dörfchen irgendwo in Oklahoma, jedoch tief im Untergrund. Die Straßen sind leergefegt und die Menschen leben ihren Alltag so gut es geht in den Tiefen der Erde. Mit diesem Schaubild wird der Spieler gleich zu Anfang der Kampagne in Resistance 3 konfrontiert. Eine völlig neue Art der Zivilisation bekommt der Spieler hier zu Gesicht, als er sich durch die weiten Tunnel zu dem Schießstand macht, denn der Techniker hat eine Bullseye für einen bereit. Nach kurzem Schuss-Tuturial wird es dann ernst, denn die Chimära sind im Ort und suchen nach Überlebenden, Alarmzustand. Für die Menschen jedoch keine unerprobte Sache, denn jeder weiß sofort was zu tun ist und die Männer beraten sich, gehen schließlich im Schutz der Häuser an die Oberfläche und werden durch einen doofen Zufall entdeckt. Bis hierhin war es spielerisch gesehen ein Spaziergang, doch nun, nachdem dieses lange Tuturial zu Ende ist, geht es nun ans Eingemachte, denn es folgt der Kampf gegen die Chimära. Mit Bullseye und Magnum bewaffnet, kämpft ihr euch als Joe nun durch den Trupp, der gleich noch einen fetten Stalker, ein großer Kampfroboter, mitgebracht hat. Habt ihr das geschafft, muss sich das Dorf sammeln und Joe begibt sich auf die Suche nach einem Mann aus dem Dorf. Während dieser Suche wird der Spieler mit der riesen Armada von den Chimäras konfrontiert, denn diese lauern wirklich überall. Auf der Suche entdeckt Joe jedoch was noch viel schlimmeres. Eine riesige schwebende Festung, die einen Strahl zur Erde lässt, der alles unter sich zerreißt und dieser bewegt sich direkt auf Joes Heimat zu. Wieder zurück im Dorf, findet Joe jedoch den Verantwortlichen für das Geschehen, nämlich Dr. Malikov. Dieser ist der Arzt, den ihr aus früheren Teilen bereits kennt und der viel mit dem Chimära-Virus gearbeitet hat. Malikov will euch überreden nach New York zu gehen, da Hales Versuch die Chimära zu stoppen, sie viel mehr gestärkt hat und ein Turm in besagter Stadt aktiviert hat, der die komplette Erde einfrieren will. Joe findet die Idee alles andere als gut und lehnt ab, wird am Ende jedoch von seiner Frau bestärkt zu gehen und macht sich nun mit Malikov auf die Reise nach New York.

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Das geht ja flott!

Dies war nun das erste Kapitel von Resistance 3 und wer genau gelesen hat, der kann sich nun in etwa vorstellen, wie die Story aufgebaut ist. Der dritte Teil entfernt sich vom militärischen und bewegt sich mehr auf die einfachen Menschen zu, gut, natürlich war Capelli Soldat, aber das Spiel spielt sich längst nicht so wie sein Vorgänger. Die nun folgenden Kapitel sind Storytechnisch alle nett gemacht und vermitteln besonders eines sehr gut, nämlich eine besondere Atmosphäre. Denn in Teil 3 fühlt man sich zu jeder Zeit einfach unterlegen, chancenlos und dies wird sicherlich auch sehr bewusst so aufgezogen und auch in den Sequenzen wird der Spieler mehr mit Emotionen konfrontiert, als es beispielsweise noch in Resistance 2 war. Leider hat die neue Story einen bitteren Nachgeschmack, da diese wirklich sehr kurz geraten ist. Geübte Spieler haben in etwa sechs Stunden die Story durch, was, verglichen mit Teil 1, gerade mal die Hälfte der Spielzeit gewesen ist. Auch ist das Ende fragwürdig, wir wollen an dieser Stelle nichts spoilern, jedoch wird das Ende der bisherigen Story unserer Meinung nach nicht gerecht, aber das muss jeder selbst entscheiden, ob er das Ende der Trilogie nun passend oder unpassend findet. Auch wird der Spieler diese mal wesentlich länger in einem Areal gehalten, was unserer Meinung nach gut gelungen ist, denn die Gebiete wurden alle recht unterschiedlich uns ansehnlich gestaltet. Ansehnlich ist auch die Grafik, die sich gegenüber Teil 1 und 2 nochmals gesteigert hat, es jedoch mit anderen Exklusivspielen wie Uncharted oder Killzone nicht aufnehmen kann. Dazu fehlt es der Grafik dann doch noch was, aber trotzdem ist die Grafik gelungen, wirkt manchmal nur ein wenig verwaschen, gerade beim Blick in die Ferne hat der Spieler dies öfter mal. Technisch leistet Insomniac jedoch wieder gute Arbeit. Das das Spiel nur noch mit 30 fps läuft, merkt man überhaupt nicht, denn es läuft fast immer flüssig, bei einer relativ großen Gegnermenge. Sehr positiv ist die Steuerung, die sehr gut funktioniert und noch weiter verbessert wurde. Die Steuerung ist direkt und schnell zugänglich, dazu noch konfigurierbar, sodass keine Wünsche offen gelassen werden. Hervorzuheben wären an dieser Stelle noch die Move-Steuerung, die wie immer gut funktioniert und der Stereoscopic 3D-Modus, der dem Spiel nochmal einen völlig anderen Touch gibt. Resistance 3 sieht in 3D verboten gut aus und gehört momentan bestimmt zu den Vorzeigetiteln was 3D angeht.

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Alienhorden

Im Zuge der Story macht der Spieler natürlich wieder von einer Sache sehr häufig Gebrauch, nämlich den Waffen. Zwölf Waffen gibt es im Spiel und es gibt wie immer alte Bekannte und völlig neue. Die Waffen sind zudem ein positives Feature in Resistance, nicht zu letzt, weil Insomniac für ausgefallene Waffen steht. Auch dieses mal wurde sich bei der Hauseigenen Serie Ratchet & Clank bedient und so können Waffen nun auch aufgerüstet werden. Dadurch wird Aussehen und Fähigkeit einer Waffe verbessert. Bis auf eine Waffe, hat jede eine Primär und Sekundärfunktion. Primär ist immer das eigentliche Schießen und die Sekundär eine kraftvolle Attacke. Bei den neuen Waffen hat Insomniac sich wieder einen guten Mix überlegt. Ihr könnt Gegner schockfrosten, mit Blitzen zum Platzen bringen, oder mit einer Giftkanone bespritzen. Neben solchen ausgefallenen Waffen, gibt es selbstverständlich auch wieder die Klassiker, wie die Bullseye, oder den Bohrer. Auch können nun wieder alle Waffen mit geführt werden und über ein Waffenrad ausgewählt werden, nicht wie in Reistance 2, wo der Spieler nur mit zwei Waffen gleichzeitig laufen konnte. Im Gebrauch dieser Waffen werdet ihr im Laufe der Story auf jeden Fall nicht einrosten, denn in Resistance 3 gibt es Haufen von Gegnerwellen, teilweise schon zu viel. Viele Level bauen sich darauf auf, dass ihr von einer Massenschlacht zur nächsten rennt. Das Spiel verpackt dies aber recht gut und so ist dies ein eher kleinerer Kritikpunkt, denn obwohl teilweise nur von Gegnerwelle zu Gegnerwelle gelaufen wird, wirkt das Spiel dennoch abwechslungsreich. Mal schützt man einen Mann, dann findet man sich auf einem Boot wieder und plötzlich steht man mit einem Vorschlaghammer bewaffnet in einer Arena und kloppt auf Chimära ein. Ein weiteres Feature was nun wieder Einzug erhält ist der Koop-Modus in der Kampagne. Spieler können die Story online- wie offline im Koop spielen. Ihr könnt sogar jeder Zeit in der Story jemanden einladen. Die Verbindung und auch die Sprachqualität funktioniert dabei bemerkenswert schnell und gut und bereitet so gut wie nie Probleme, ein deutlicher Pluspunkt…

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Die Schlacht geht weiter

… der leider wieder abgemildert wird, denn der acht-Spieler-Onlinekoop wurde gestrichen, womit wir nun beim Onlinepart wären. Dieser fällt auf den ersten Blick ein wenig ernüchternd aus. Keine Koop-Partien mehr und auch die Spieleranzahl wurde von über 60 Spielern auf gerade mal 12 runter gekürzt. Wer die Massenschlachten also aus dem vorherigen Teil genossen hat, kommt hier in keinem Fall auf seine Kosten, doch hat Insomniac dies aus einem bestimmten Grund gemacht. Sie haben den Online-Modus mehr angepasst und jetzt jagt man auch hier Rang um Rang und Auszeichnung um Auszeichnung. Böse Zungen könnten behaupten, Insomniac hat da mal zur Call of Duty Serie geschaut, denn ein paar Parallelen gibt es. Diese Umstrukturierungen haben jedenfalls die neue Anzahl an Spieler mit sich gebracht. Hat der Spieler jedoch erst einmal ein paar Runden online verbracht, entfacht der Multiplayer sein volles Potential. Die Maps sind teilweise aus der Story, manche treffen einfach nur das Szenario. Die Maps sind zudem recht unterschiedlich und so kann man sich nie sicher sein, wie man denn am besten zu Werke geht, was sich als positiv beweist, denn so verhindert man einheitliche „Überklassen“. Das Klassensystem wurde zudem auch nochmal überarbeitet. In den ersten Rängen schaltet ihr vorgefertigte Klassen frei und erst ab Level vier könnt ihr euch eine eigene Klasse erstellen. Dort könnt ihr nun gegen Punkte Waffen und Extras kaufen. Die Punkte erhaltet ihr für Rangaufstiege und könnt mit diesem auch die Waffe verbessern, was jedoch ordentlich Punkte kostet. Auch bei den Modi hat Insomniac ein paar Neuerungen parat und wartet nun mit neuen und alten Modi auf. Neben klassischem Team-Deathmatch und Capture the Flag, gibt es nun auch Zonenbasierte Spiele. So z.B ein neues Modus, wo sich beide Teams bekriegen und versuchen müssen, die gegnerische Basis zu zerstören. Das schafft man jedoch erst, wenn man Punkte vorher hält und einnimmt. Dieser neue Modus macht recht viel Spaß und es kommen trotz der geringen Spieleranzahl noch hitzige und tolle Gefechte zustande und wenn man erst einmal richtig dabei ist, kann man sich vor dem bereits genannten Auszeichnungen kaum retten, die dauernd eingeblendet werden. Insomniac lässt zudem jeden Spieler eigene Server erstellen, hat jedoch den Serverbrowser aus Teil 2 entfernt, was in unseren Augen ein Minuspunkt ist, da man so nur noch per Einladung von Freunden ein Nonranked-Spiel spielen kann. Darüber hinaus kann man sich noch nette Titel für seinen Charakter geben lassen. Diese kann man in einem Extra-Menü kaufen, wo die Entwickler noch einiges mehr reingepackt haben. Videos, Cheats, Skins und vieles mehr kann hier bestaunen, eine nette Idee.

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Fazit:

Die Trilogie findet nun ein (un)passendes Ende. Resistance 3 macht vieles richtig, hat aber auch seine Tücken. Positiv ist die sehr gute Steuerung und Verbesserung der Waffen und auch der Grafik, sowie die Rückkehr des Storykoop. Negativ wären die Einschnitte im Multiplayer, wie die krasse Kürzung der Spieleranzahl, der Verzicht auf einen Serverbrowser, oder dem Onlinekoop mit acht Mannen. Eine Story von gerade mal sechs Stunden haut einem auch nicht vom Hocker. Generell ist Resistance 3 aber ein gelungener Shooter und daher Fans der Serie zu empfehlen.

Gutes

+ Technisch super Leistung
+ Steuerung nahezu perfekt
+ Storykoop
+ Motivierende Online-Modus

Schlechtes

- Story ist zu kurz
- Keine Massenschlachten und Onlinekoop mehr
- Storyende etwas unpassend

8.0 Sehr gut

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