Resident Evil Zero HD im Test – Wie alles begann

Getestet von | 23.01.2016 um 15:34 Uhr

Im Jahr 2003 waren viele Resident Evil Fans ohne Nintendos Gamecube sehr enttäuscht darüber, dass Resident Evil Zero exklusiv für eben jene Plattform erschien. Jetzt, 13 Jahre später, können endlich auch PlayStation Spieler Hand an das Spiel legen und den Beginn des Horrors miterleben. Resident Evil Zero spielt vor den Ereignissen des ersten Resident Evils und zeigt, wie Rebecca Chambers in das unvergessliche Herrenhaus kam.

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Schlecht gealtert

Alles beginnt mit einem “normalen” Einsatz. Wir stecken in der Haut von Rebecca Chambers, einem Mitglied der S.T.A.R.S. Spezialeinheit. Schon nach wenigen Minuten im Spiel stoßen wir auf den ersten Zombie. Und nicht viel später, finden wir den zweiten Hauptcharakter des Spiels, Billy Coen. Eigentlich handelt es sich bei Billy um einen entflohenen Häftling, den Rebecca eigentlich festnehmen soll, doch in der aktuellen Situation sind sie aufeinander angewiesen. Rebeccas restliches Team ist entweder bereits tot oder nicht mehr zu finden. Jetzt haben die beiden nur ein Ziel, Überleben. Nachdem der Anfang auf einem Zug stattfindet, findet man sich wenig später in einem Anwesen wieder. Es ist zwar nicht das Spencer Anwesen aus Resident Evil, aber ein gewisser Zusammenhang besteht schon, doch das könnt ihr dann selbst herausfinden. Wer hinter den Geschehnissen steckt und versucht euch das Leben schwer zu machen, verraten wir auch nicht. Denn auch wenn die Story leider etwas enttäuscht, gibt es schon ein paar nette Twists und Überraschungen für Resident Evil Fans. Was auch überraschend ist, ist wie schlecht die Charaktere teilweise dargestellt sind. Damals ging das vielleicht noch in Ordnung, doch heutzutage sind manche Charaktere und Dialoge eher unfreiwillig komisch. In diesem Aspekt ist das Spiel etwas schlecht gealtert.

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Ich hab kein Platz mehr!

In Sachen Gameplay geht es natürlich in Richtung der klassischen Resident Evil Teile, immerhin ist es auch schon ein wenig älter. Dennoch gibt es zwei besondere Merkmale, die sich selbst von den anderen klassichen Teilen abheben. Zum einen ist man permanent zu zweit unterwegs, kann aber immer nur einen steuern. Einen Koop-Modus gibt es dummerweise auch nicht, doch dazu kommen wir noch. Zum anderen gibt es keine Kisten mehr, in denen ihr eure Ausrüstung und Items lagern könnt. Um das zu kompensieren, kann man nun alle Gegenstände ablegen und sie bleiben genau dort liegen. In gewisserweise habt ihr also überalle eure Lagerkisten, sie sind nur nicht mehr miteinander verbunden. An sich eine nette Idee, doch es kommt nicht selten vor, dass euer Inventar voll ist, bei beiden Charakteren. Das liegt unter anderem daran, dass beide nur 6 Plätze für Ausrüstung haben und manche Waffen 2 Plätze benötigen. Auch problematisch ist, dass beide immer Waffen und Heilung mit dabei haben und wenn wir Pistole, Munition und Heilung nehmen, sind schon jeweils 3 Plätze belegt. Da es aber auch größere Gegner gibt, für die man stärkere Waffen braucht, gehen damit auch Plätze verloren. Schlüssel oder andere Items braucht man dann natürlich auch noch. Dadurch ist man ständig voll beladen. Hier kommt jedoch der besondere Aspekt ins Spiel, dass man alles überall und jederzeit ablegen kann. An sich ist das ja alles schön und gut, doch dadurch muss man dann auch unangenehm oft hin und her laufen, da man ja nichts zurücklassen darf, immerhin braucht man in Survival Spielen alles was man kriegen kann.

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Kommen wir jetzt nochmal zum anderen Alleinstellungsmerkmal des Spiels. Man ist, wie gesagt, immer zu zweit unterwegs. Kann jedoch immer nur eine Person aktiv steuern, während die andere Person die KI übernimmt und das klappt nicht immer perfekt. Ihr könnt eurem Partner zwar Befehle geben, doch diese sind ziemlich begrenzt. “Bleib hier”/“Folge mir” und “Angreifen”/”Nicht angreifen”, das war es dann auch schon. Wenn man den Partner auf Angriff stellt, man selbst aber an unnötigen Gegner vorbeilaufen will, verbraucht die KI natürlich unnötig Munition. Wenn man dann im nächsten Raum Feuerunterstützung braucht, die KI in dem Moment aber auch “nicht angreifen” steht, hat mein ein Problem. Dadurch muss man immer wieder ins Menü und hin und her schalten, was auf Dauer etwas nervt. Was eigentlich auch eine gute Idee ist, aber im Endergebnis eher nervig ist, sind die verschiedenen Fähigkeiten der beiden. So kann nur Rebecca die bekannten Heilkräuter mischen, während Billy als einziger ein Feuerzeug hat. Rebecca hält auch deutlich weniger aus als Billy, wodurch man sie sehr oft heilen muss. Man kann also sagen, dass die Idee mit dem Zweiergespann zwar nett ist, aber nicht optimal umgesetzt wurde. Abhilfe hätte hier ein richtiger Koop-Modus geschaffen, aber den gab es damals schon nicht und nachgereicht wurde er auch nicht, schade.

Gutes

- Klassicher Resident Evil Charme
- Wesker als neuer Charakter
- Interessante Story mit netten Überraschungen

Schlechtes

- Steuerung nicht immer optimal
- Gameplay nicht komplett durchdacht
- Alles in allem nicht gut gealtert

7.1 Gut

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