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Resident Evil: Revelations – Review

Artikel von | 30.05.2013 um 16:34 Uhr

Knapp über ein Jahr dürfen 3DS Besitzer diesen Ableger der Horror Survival Serie erkunden. Jetzt hat Capcom sich entschieden, auch die Heimkonsolen zu beglücken und so kommen auch PS3 Spieler in den Genuss, Revelations für sich zu gewinnen. Mit aufgebohrter Optik, aber ohne 3D Effekt zeigen wir euch, ob es sich wirklich noch lohnt, seine Gänsehaut herauszuholen oder ob es so actionlastig endet wie der sechste Teil. Packt eure Schwimmwesten ein, wir reisen mit einem Luxusliner auf das Mittelmeer.

Typisch, ein Opfer reicht denen nicht

Typisch, ein Opfer reicht denen nicht

Meerwasser – Virus

Zeitlich ist Revelations zwischen dem vierten und fünften Teil angesiedelt. Die Story wird nicht geradlinig erzählt, sondern wechselt gerne auf vergangene Ereignisse zurück. Auch der Wechsel zwischen mehreren Teams bringt die nötige Abwechslung und so ist die Geschichte interessant gesponnen und wird nicht stumpf abgespult. Die meiste Zeit seid ihr aber mit Jill Vallentine und Parker Luciani unterwegs. Die beiden B.S.A.A. Agenten erkunden gerade das Kreuzfahrtschiff Queen Zenobia. Das Schiff soll der letzte bekannte Ort sein, an dem die Spur von Chris Redfield und Jessica Sherawat endet. Die beiden waren einem Hinweis gefolgt, der die Terrororganisation Veltro als noch existent angab. Was war geschehen? Vor einem Jahr, im Jahre 2004, wurde eine künstliche Stadt im Mittelmeer eröffnet, die sich allein durch Solarenergie selbst versorgen konnte. Von diesem Zeitpunkt an war Terragrigia als ökologischste Stadt aller Zeiten bekannt. Die Queen Zenobia war einer der Schiffe, die zwischen der schwimmenden Stadt und dem Festland pendelten. Veltro führte einen Bioterroranschlag mit einer abgewandelten Form des T-Virus‘, dem T-Abyss Virus, durch. Die daraus entstandenen B.O.W. ( Bioorganische Waffe) sorgten für Panik und viele Tote. Die einzige Möglichkeit, dem Terror ein Ende zu setzen, war die komplette Zerstörung der Stadt. Raccoon City lässt grüßen. Wenn der Mensch keinen Ausweg mehr sieht, dann bleibt nur noch die radikale Auslöschung. So geschah es, dass der Satellit, der Terragrigia mit Sonnenstrahlung versorgte, sich vollständig auffächerte und somit die Stadt in Flammen aufging. Elf Jahre Bauzeit wurden nun an einem Tag vernichtet und Veltro galt als zerschlagen, dachte man. Ein Jahr später kamen die ersten Gerüchte und Anzeichen über Veltro und den Virus auf. Chris und Jessica folgten der Spur und verschwanden.

Modeziel eindeutig verfehlt

Modeziel eindeutig verfehlt

Ein Schiff wie ein Haus

Resident Evil: Revelations spielt sich wie sein großer Bruder, Resident Evil 6. Die Steuerung wurde aus der 3DS Version übernommen und an den PS3 Controller angepasst. In zwölf Episoden, davon auch einige in Kapitel unterteilt, steht der Horror im Vordergrund und die Action hat das Nachsehen. So soll es auch sein. Natürlich gibt es viele verschiedene Waffen, aber die Munition ist meistens knapp. Bei einer Vielzahl an Gegnern, solltet ihr lieber gekonnt ausweichen und Munition sparen. Die ist auch bitter nötig, denn die Zwischengegner verschlingen einiges an Kugeln. Ihr solltet also schnell die Schwachstelle finden. Wildes drauf los schießen nützt hier nichts. Nutzt auch die Situation aus, wenn das infizierte Pack zusammenbricht, um einen Nahkampfangriff zu starten. Dieser kann aufgeladen werden und bringt somit ordentlich Schaden. Die wenigen Quick Time Events stören überhaupt nicht, sie sind eher sinnvoll integriert. Im Überlebenskampf eingebunden sind auch umfangreiche Schalterrätsel. Türen lassen sich nur mit bestimmten Schlüsseln, Wappen oder Münzen öffnen. Endlich wieder ein bisschen rätseln und auch einige elektronisch verriegelte Türen müssen am Klemmkasten anders gebrückt werden. Das macht Spaß, auch unter Zeitdruck. In diesem weitläufigen Schiff seid ihr immer zu zweit unterwegs aber ein Koop Modus ist nicht vorhanden. Die Möglichkeit zwischen den Agenten zu wechseln oder Befehle zu erteilen, besteht nicht. Auch die Tatsache, dass euer Kollege keine wirkliche Hilfe ist, fällt unangenehm auf. Die verursachten Treffer töten den Gegner nicht und wenn ihr im Schwitzkasten eines dieser ekligen Viecher seid, dann steht der Partner blöd daneben. Da gefiel uns die Mithilfe im fünften Resident Evil besser. Eine wirkliche Hilfe ist das Genesis. Es ist ein Bioscanner, der durch Virenanalyse Impfstoffe zur Heilung herstellen kann. Scannt den Kadaver eines erlegten Mutanten und eine Leiste füllt sich. Habt ihr hundert Prozent, entsteht ein Impfstoff. Genesis hilft auch beim Auffinden von Gegenständen. Scannt jeden Winkel um Munition und Schlüssel zu finden. Lasst ihr die Umgebung auf euch einwirken, dann erfahrt ihr immer wieder Momente, die an das Herrenhaus erinnern. Die opulente Inneneinrichtung und die manchmal verfallen Flure, lassen euren Gedanken an die gute alte Zeit freien Lauf. Die aus den Anfängen der Serie bekannte Gegenstandskiste ist auch wieder mit dabei. Hier organisiert ihr euer Inventar und modifiziert die gefundenen Waffen. Mit gängigen und seltenen Upgrade-Kits können die Waffenkraft oder die Feuerrate erhöht werden. Die seltenen Kits können sogar z. B. eine Betäubung bei den B.O.W. hervorrufen.

Brauche mehr Power

Brauche mehr Power

3DS = PS3

Optisch seht ihr die Herkunft dem Titel an. So kann Resident Evil nur als grafisches Mittelmaß dienen. Mit Dead Space 3 verglichen, liegen Welten zwischen beiden Spielen. Seltene Ruckler sorgen nicht für Frust, sind aber da. Akustisch bekommt ihr erstklassige Ware geliefert, dank Dolby Digital. Die Synchronsprecher liefern gute Arbeit ab und das sogar auf Deutsch. Der Koop Modus fehlt, aber stattdessen gibt es den Raubzugsmodus. Hier könnt ihr nur online mit einem Kollegen durch Kills Punkte sammeln, um noch mehr Gegenstände und Waffen freizuschalten. Das fesselt einmal mehr ans Pad und macht Spaß.

Genesis, Analyse bitte

Da es sich bei Resident Evil: Revelations um eine Nintendo 3DS Portierung handelt, ist eine vollständige PS3 Wertung nicht möglich. Die Konkurrenz ist einfach zu groß und da es sich nur um eine Portierung handelt, bietet es nichts Neues. Dennoch, der Umfang ist gut und die dichte Atmosphäre gelungen. Leider fehlt ein Story Koop und auch der 3D Effekt wird vermisst. Schade eigentlich. Die Spieler unter euch, die auf Horror stehen, finden hier Übergänge zu dem Ursprung der alten Resident Evil Teile. Wer es noch nicht hat: Kaufen! Wer die 3DS Version besitzt, braucht nichts Neues erwarten.

Resident Evil: Revelations Testbericht

Resident Evil: Revelations

  • Release: 24.05.2013
  • Genre: Action, Horror, Survival
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom

Gutes

+ Umfang
+ Horror statt Action

Schlechtes

- Kein Story Koop
- Kein 3D Modus
- "Nur" eins zu eins Portierung

8.0 / 10 Sehr gut

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