Menü

Resident Evil 4 (PS4) im Test – Gut gealtert?

Artikel von | 05.09.2016 um 20:09 Uhr

Nach dem Remake von Resident Evil, Resident Evil Zero, Resident Evil 5 und auchResident Evil 6 bereits ihren Weg auf die PlayStation 4 gefunden haben, ist nun auch der, für viele beste Teil, an der Reihe. Somit ist Resident Evil 4 nun auf 11 Systemen verfügbar und das verteilt auf 3 Generationen. Das hat wohl noch kein Titel bisher geschafft und wer weiß, ob es die letzt Iteration des Titels ist. Wir haben uns die neueste Version jedenfalls mal genauer angeschaut und verraten euch, ob der Titel auch 11 Jahre nach der Erstveröffentlichung noch ein Hit ist.

resident evil 4 banner

2004 – Puebelo – Spanien – Aufblende

Falls es wirklich noch Leute gibt, die Resident Evil 4 noch nie gespielt haben, reißen wir mal die Handlung ein wenig an. Die Tochter des Präsidenten wurde entführt und nun ist es die Aufgabe von Leon S. Kennedy, einem Agenten der US Regierung, Sie zu retten. Dazu verschlägt es ihn in das fiktive spanische Dorf Pueblo. Gefangen gehalten wird die Präsidententochter Ashley von der Los Illuminados Sekte. Diese verfolgen einen weitreichenderen Plan, als man zunächst annehmen mag. Zuerst scheinen die Anhänger normale Menschen zu sein, doch sind sie in Wirklichkeit mit einem Parasiten infiziert, der sie zu willenlosen Zombies macht, die Leon ans Lederjäckchen wollen. Auf seinem Weg Ashley zu retten, trifft Leon auf alte Bekannte und neue Freunde, die auch nicht unbedingt Grün mit den Los Illuminados sind. Die Story liest sich wie aus einem klassischen Action-Film und phasenweise fühlt es sich auch so an. Doch hinter der etwas plumpen Prämisse, steckt glücklicherweise noch etwas mehr. Natürlich erwarten einem hier keine Facetten und Twists, wie in einem Metal Gear Solid, doch mehr als in einem 08/15 Zombie Trash Film wird durchaus geboten. Die Charaktere sind zwar teilweise etwas in Klischees gedrängt, aber so lief das damals nun mal und irgendwie gehört das zum Charme von Resident Evil.

resident evil 4_20160904120938

Neben der normalen Handung, gibt es noch eine zweite, Seperate Ways. In dieser spielt man Ada Wong, welche schon in Resident Evil 2 neben Leon geglänzt hat. Bei ihr spielt man das Spiel nochmal aus einer anderen Perspektive und manche Zusammenhänge werden direkt deutlicher. Die Wege von Leon und Ada kreuzen sich nämlich immer wieder im Verlauf der Handlung und durch die neue Perspektive, gibt es immer wieder mal einen Aha-Moment.

Die ultimative Version?

Man mag es gar nicht glauben, doch bei der PlayStation 4 Version, handelt es sich um die erste, in Deutschland erhältliche Version, die ALLE Inhalte bietet. Während es in der Erstveröffentlichung für den GameCube nur Assigment Ada und The Mercenaries gab (außer in Deutschland), hatten alle folgenden Versionen noch die, bereits erwähnte, zweite Story Seperate Ways, von Ada am Start. Letztere war sogar in Deutschland verfügbar. Da die Indizierung von Assigment Ada und The Mercenaries dieses Jahr aufgehoben wurde, bekommt man hierzulande auf der PS4 erstmals das volle Paket. Neben den beiden Storys, bietet Assigment Ada einen speziellen Einsatz für Ada. Hier müssen mehrere Proben gesammelt werden, da jemand bestimmtes diese unbedingt haben will. Dieser Modus ist der wohl kürzeste, beziehungsweise am wenigstens Zeitintensive Modus. Denn bei The Mercenaries, muss man auf verschiedenen Maps in begrenzter Zeit, möglichst viele Gegner eliminieren. Durch hohe Punktzahlen, welche zeitgleich einen hohen Rang bringen, werden weitere Charaktere freigespielt. Wenn man auf allen Maps, mit allen Charakteren den höchsten Rang erreicht, gibt es eine ganz besondere Belohnung. Doch um das zu schaffen, muss man die Maps und die Gegner genau kennen und das braucht seine Zeit. Wo wir gerade bei Zeit sind. Für die Hauptstory mit Leon braucht man beim ersten Versuch durchaus 8-10 Stunden. Wir persönlich haben 11:37 benötigt. Adas Story, Seperate Ways, kann man mit 3-5 Stunden rechnen. Assigment Ada ist mit 20-30 Minuten eher ein Quickie. The Mercenaries variiert von Spieler zu Spieler. Manch einer will nur mal alle Maps und Charaktere probieren, was vielleicht 1-2 Stunden dauert. Wer jedoch überall den höchsten Rang haben will, investiert schon mehr. Wer dann wiederum noch auf Highscore Jagd geht, kann ewig Spaß damit haben. Natürlich kann sich die Spielzeit in jedem Modus reduzieren, wenn man das Spiel schon sehr gut kennt und zum 10ten mal spielt. Alles in allem kann man jedoch sagen, dass man für 19,99€ einiges zu tun bekommt, besonders wenn man alles freispielen will.

resident evil 4_20160904121417

Seiten 1 2
Resident Evil 4 (PS4) Testbericht

Resident Evil 4 (PS4)

  • Release: 30.08.2016
  • Genre: 3rd Person Shooter, Action, Horror
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom

Gutes

- Viel Spiel für wenig Geld
- Ein Stück Videospielgeschichte
- Erstmals das komplette Paket (in DE)
- Abwechslungsreiche Waffen, Bosse und Areale

Schlechtes

- Ashley…
- Manche Texturen sind noch arg matschig

8.5 / 10 Sehr gut

Deine Meinung? Let's Chat!

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Anmelden