Ratchet & Clank: Nexus – Review

Getestet von | 20.12.2013 um 19:04 Uhr

Isomniac Games hat eine lange Liste an Spielen in den letzten Jahren fertiggestellt. Spyro: The Dragon, Resistance, FUSE und eben Ratchet & Clank. Jeder Zocker dürfte bestimmt ein Spiel dieses amerikanischen Studios in seinem Regal stehen haben, wenn nicht sogar die komplette R & C Reihe. Im Jahre 2002 hat sie ihren Anfang auf der PlayStation 2 gefunden und diese sogenannte Weltraumratte, mit ihrem Rucksackroboter Clank, erlebte eine Menge Abenteuer. In elf Jahren gelang es dem letzten Lombax, der Aufstieg vom Mechaniker zum Helden der Galaxis.
Viele Kämpfe sind geschlagen und wir stürzten uns ins neueste Weltraumabenteuer. Witzige Dialoge, irrwitzige Waffen und eine zugängliche Spielmechanik, waren die Erfolge der letzten Teile. Wie viel davon in Nexus steckt, verraten wir euch. Also, Werkzeugkasten auf, Omnischlüssel raus, schnallt euch einen Blechkameraden auf den Rücken und los geht`s.

Ratchet&Clank Nexus Vendra Neftin

Vendra und Neftin wollen nur spielen.

Geschwisterliebe

Ratchet & Clank sind mit ihrem Schiff Nebulox im All unterwegs, um Verbrecher zu jagen. Ihnen ist ein großer Fisch ins Netz gegangen, denn die größte aller Unholde, die Hexe Vendra Prog, wird gerade zur Strafanstalt Vartax gebracht. Doch ein Zwischenfall unterbricht die doch so ruhige Reise: Vendras Bruder, Neftin, kapert die Nebulox, um seine Schwester aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Der Bruder hat eine besondere Bindung zu seiner Schwester und die gemeinsame Kindheit hat beide zusammen geschweißt. Neftin ist genau der Gegenpart von seiner zauberhaften Schwester. Beide zusammen ergeben ein tödliches Duo. Neftin Prog ist eher der Mann fürs Grobe und so passiert es, dass Ratchets Schiff in tausend Teile fliegt. Mit der Gewissheit, dass es keiner von der Crew der Nebulox geschafft hat, reist das Chaosgeschwisterpaar zu ihrem eigentlichen Ziel. Doch sie haben blinde Passagiere. In einer aufregenden Hüpfpassage, in Zusammenspiel mit Magnetstiefeln und über Kopfakrobatik gelingt es Ratchet & Clank an Bord des Zerstörers zu kommen. Das war schon aufregend und spaßig.
Gelandet auf dem Planeten Yerek, offenbart sich mehr und mehr der finstere Plan der Hexe. Vendra will ein Portal ins Unterversum erzeugen, um ihren, wie sie ihn nennt, Mr. Eye zu befreien. Auf dem Weg Vendras Plan zu vereiteln, bekommt ihr einen neuen Raumgleiter, besucht verschiedene Planeten und es steht euch frei, wohin ihr zuerst gehen wollt. Ihr kämpft gegen die Halsabschneider und die Bewohner des Unterversums, die Unterlinge.
Hier kommt noch ein Klecks mehr an Abwechslung für euch: Clank bekommt im Verlauf der Hauptstory eine Software namens Spaltknacker aufgespielt. Diese erlaubt den kleinen Roboter in einen transdimensionalen Riss, das Unterversum, zu schlüpfen. Clank muss in dieser 2D Welt versuchen einen Wachhundunterling zu vernichten, damit diese Rätsel als „Gelöst“ gilt. Dieses Hüpf- und Puzzlespiel spielt mit der Schwerkraft. Mit dem rechten Analogstick lenkt ihr Clank an Wände oder Decken und so springt und schwebt ihr in alle erdenklichen Richtungen. Kisten müssen an ihren Bestimmungsort und Plattformen müssen richtig verschoben werden. Das lockert die sonstige Ballerei auf und macht Spaß.

Ratchet&Clank Nexus Unterversum

Dieses Unterversum sorgt, mit Clank zusammen, für die nötige Abwechslung

Neben der Hauptaufgabe stehen noch Nebenmissionen an. Ein ganzer Planet lädt z. B. zum Vernichtungsderby ein: Versucht Gegnerwellen abzuwehren, um so den Bronze- Silber- und Goldpokal zu holen. Die Preise sind mehr als nützlich, lasst sie euch nicht entgehen. Ansonsten sind die verschiedenen Bewohner der anderen Planeten gerne bereit, euch Aufgaben anzubieten. Es bleibt aber in einem übersichtlichen Rahmen.
Bis ihr auf Mr. Eyes trefft, dauert es eine Zeit, doch der Umfang ist mit ca. 8 Stunden Spielzeit leider zu kurz. Das Highlight ist der letzte Bosskampf. Solche hätten wir uns mehr in diesem Spiel gewünscht, denn die Zwischengegner sind mit genug Kugelhagel Schnee von gestern.
Habt ihr nach dem Ende des Spiels noch einen nervösen Zeigefinger, dann ist sicherlich der Herausforderungsmodus die beste Lösung. Diesen schaltet ihr nach einmaligen Durchspielen frei und hier startet die Story mit all den freigespielten Gegenständen von neu. Nur etwas anders und schwerer. Was man jetzt schon sagen kann ist, dass es leicht zu erlernen ist und flüssig von der Hand geht. Ein reines 3D Jump ’n‘ Run, dessen witzige Story unterhält, aber nicht mit großartigen Wendungen wartet. Das trübt den Spaß aber keineswegs. Die farbenfrohe, effektreiche Grafik passt zu den Helden und auch die Animationen sind gut gelungen. Die Helden besuchen Sumpfplaneten und auch größere Städte, die ihre besseren Zeiten schon hinter sich haben. Die Abwechslung stimmt. Die Soundeffekte und die musikalische Untermalung sind tadellos, nur Tonaussetzer in den Animationen nerven leicht.

Gutes

+ Viele Waffen, die aufrüstbar sind
+ Die Abwechslung zwischen Ballerei und Rätseln stimmt
+ Altbewehrtes R & C Gameplay

Schlechtes

- Spielumfang zu gering
- Tonaussetzer

8.4 Sehr gut

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