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Ratchet & Clank im Test – Das Spiel zum Film zum Spiel

Artikel von | 13.04.2016 um 14:00 Uhr

Wir schreiben das Jahr 2002. Ein Entwickler namens Insomniac Games arbeitet mit Sony zusammen an einem Plattformer namens Ratchet & Clank. Das Studio ist nicht unerfahren und hat mit der Spyro Serie bereits Erfahrungen in diesem Genre gesammelt. Das Spiel wird ein großer Erfolg und einige Nachfolger später, gibt es in diesem Jahr erneut ein Spiel namens Ratchet & Clank. Nach einer kleinen Pause der Serie, zeigt sich erneut Insomniac Games als Verantwortlicher für das Spiel. Doch diesmal ist etwas anders. Denn nahezu gleichzeitig zum Spiel, gibt es auch einen Kinofilm, der auf der Reihe basiert. Wiederum basiert das neue Spiel auf den Kinofilm. Zur gleichen Zeit ist es aber auch eine Neuinterpretation des ersten Teils. Klingt verwirrend? Ist es aber nicht. Die Geschichte, sowie Informationen über das Spiel selbst, erhaltet ihr in dem nachfolgenden Test.

Ratchet-&-Clank

Wie sich ein Lombax und ein zu klein geratener Roboter getroffen haben

Die Grundlage, sowohl für das Videospiel, als auch den Film, stammt streng genommen aus dem ersten Ableger der Reihe. Wichtig ist dabei allem voran die Bindung der beiden Hauptprotagonisten, Ratchet und Clank. Als letzter seiner Art, musste sich der katzenartige Ratchet schon in jungen Jahren um sich selbst kümmern. Er sieht die Chance seines Lebens, als auf seinem Heimatplaneten Veldin nach neuen Rekruten für die Galaktische Schutztruppe gesucht wird. Zur gleichen Zeit werden auf dem Planeten Quartu unzählige Kampfroboter gebaut, um eben jenen Schutztrupp zu überrennen. Durch einen Produktionsfehler entsteht jedoch nicht ein Kampfroboter im klassischen Sinne, sondern ein kleiner und schmächtiger Roboter, Clank. Als Produktionsfehler angesehen, versucht er dem sicheren Tod zu entrinnen und vom Planeten zu fliehen. Durch eine glückliche Fügung landet er zufällig auf dem Planeten, den Ratchet eben seinen Heimatplaneten nennt. Mit dem Wissen über die kommende Invasion, sorgt Clank für den noch fehlenden Schub, damit sich Ratchet auf das Abenteuer seines Lebens macht.

Erzählt wird das ganze jedoch aus einer anderen Perspektive, vom Helden der Galaxis: Captain Qwark. Auch er spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, sorgt aber auch für den ein oder anderen lustigen Moment. So hilft er dem Spieler in einigen Situationen durch gut verstreute Tipps wie: „Unser kleiner Held würde jetzt durch die Tür gehen, nur hat er vergessen auf dem Planeten Veldin seine Schuhe anzuziehen und sollte dies vorher erledigt haben.“ Das ist durchaus hilfreich, steht man doch manchmal vor einem Rätsel, was erst eine bestimmte Fähigkeit benötigt, könnte Qwark den entscheidenden Rat geben. Nicht nur Qwark sorgt für Unterhaltung, auch die ganze Welt darum ist nur so mit Humor und Kreativität gefüllt. Immer wieder gibt es einen lustigen Spruch oder eine überzogene Szene, die einem ein ums andere Mal schmunzeln lässt. Wir möchten nicht zu tief ins Detail gehen bei der Geschichte, denn wie bei einem Film, sollte man diese am besten selbst erleben. Was sich aber noch sagen lässt, ist, dass diese spannend erzählt und sowohl für Groß als auch etwas Kleinere sehr unterhaltsam sein kann.

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Verpixler, Schafinator, Protonentrommel oder Disco-Kugel-Werfer

Wir klären nun auch auf, wieso es so unterhaltsam ist. In allererster Linie bietet das neue Ratchet & Clank sehr viel Abwechslung. Neben dem klassischen Springen und Schießen, gibt es auch viel mehr Aktivitäten. Beispielsweise steuert man ein Flugzeug und muss Feinde aufhalten, noch mehr kaputt zu machen. Alternativ gibt es noch die Hover-Board Rennen, mit drei Stufen. Geschicklichkeit und Präzision werden gleichermaßen dabei gefordert. Dann gibt es ein Gebiet, bei dem der Spieler mit einem Jet-Pack seinen Spaß haben kann oder die Schienenrutschen zum Transport nutzt, die wiederum mit Hindernissen gespickt sind. Dazu kommen noch Rätsel mit Dietrichen (Besser gesagt Laserstrahlen), sehr abwechslungsreiche Feinde und allem voran, richtig fordernde Bosskämpfe, die euer Können so richtig unter Beweis stellen und nicht nur „hau drauf-Kumpel“ sind. Das Grund-Gameplay ist jedoch klassisch gehalten. Zielen, Schießen, Springen, Schlagen oder den großen Sprung machen. Hinzu kommt noch das Waffenrad, welches auf zwei Seiten geteilt ist und euch genug Zeit gibt die Waffen zu wechseln, da die Zeit währenddessen stillsteht. Zu Beginn hat man außerdem die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsstufen, jüngeren sei fürs erste der leichte zu empfehlen. Das hat den einfachen Grund, dass man nach dem Durchspielen den Herausforderungsmodus freischaltet. Dabei behaltet ihr alle Waffen und weitere Fortschritte, bekommt dann aber wieder durch drei Stufen signalisiert, dass das ganze deutlich härter sein wird.

Spieler der Vorgänger lieben sicherlich neben unseren beiden Helden auch das Gameplay der Reihe und hier allem voran die Waffen. Üblich für die Spiele sind nun einmal unzählige und unglaublich verrückte Waffen. Auch der neue Ableger hat natürlich ein breites Waffenarsenal, was sich Stück für Stück mit dem Spielfortschritt zeigt. Neben der klassischen Schusswaffe und dem Nahkampf-Schraubenschlüssel, kommen schnell noch Bomben hinzu. Bis dahin noch nichts Besonderes. Doch wie wäre eine Disco-Kugel, die Feinde vom Kampf abhält und tanzen lässt? Ok oder eine Pistole die Gegner zu 8-Bit Figuren verwandeln lässt? Nein? Jetzt hab ichs, ein Strahl der Gegner zu Schafen macht! Das waren jetzt nur einige Beispiele der Waffen, insgesamt gibt es nämlich 16 Stück. Dann kann man sie noch verbessern, sie entwickeln lassen oder im Herausforderungsmodus durch bessere Varianten ersetzen. Wie das alles funktioniert? Nicht zu voreilig, Geduld. Kommen wir erstmal zu den anderen Gameplay-Elementen. Wir bekommen nämlich mit fortschreitender Geschichte immer wieder neue Gadgets. So kommt zum klassischen Sprung später noch eine kleine Heli-Apparatur, die uns noch höher gelegene Stellen erreichen und sogar kurze Distanzen fliegen lässt. Die Serientypischen Magnetschuhe um bestimmte Wände hoch zu laufen, ein Jet-Pack oder eine Atemmaske für feuchtgebiete, Anspielung gewollt. Wie bereits erwähnt, ermöglicht uns das, vorher unerreichbare Gebiete zu entdecken. Davon gibt es einige und diese bringen dann auch Belohnungen mit sich. Zwar erfordert dies etwas Backtracking, doch durch Teleporter und eure verbesserten Waffen geht das später relativ fix.

Ratchet & Clank

Ob sich das lohnt und was für Belohnungen es gibt? Gute Frage, denn es gibt reichlich zu sammeln für die unterschiedlichsten Zwecke. Allem voran haben wir da die Schrauben. Diese kommen bei besiegten Feinden oder kaputten Truhen. Mit diesen könnt ihr dann an Checkpoints euer Leben und die Munition auffüllen oder auch neue Waffen kaufen. Als nächstes haben wir Raritanium. Die sind schon seltener und es gibt sie nur in begrenzter Anzahl in der Welt, auch Feinde können diese ab und an mal hervorbringen. Wichtig sind diese vor allem für Waffen-Upgrades. Jede erhaltene Waffe hat ein Level-System. Mit Raritanium könnt ihr dann die Feuerrate, den Explosionsradius oder gänzlich neue Zusätze freischalten. Da Raritanium selten ist, muss man überlegt vorgehen, schließlich gibt es über zehn Waffen und jede braucht Liebe, möchte genutzt werden und darf dementsprechend nicht zu schlecht sein. Doch auch durch die Nutzung selbst, werden diese stärker. Jede Waffe bekommt für einen bezwungenen Feind Erfahrungspunkte und sobald Level 5 erreicht ist, kommt noch ein zusätzliches Attribut hinzu. Auch hier gilt, nur die aktive Waffe levelt und dementsprechend möchte jede Waffe genutzt werden.

Hinzu kommt dann noch die Kartensammlung. Diese Karten sind in jedem Level verstreut und auch hier lassen einige Feinde diese liegen. Durch die Tatsache, dass die Karten Themenbasiert sind, gibt es zu jedem Set drei Karten. Hat man alle drei Karten, bekommt man einen Bonus. Beispielsweise, dass noch mehr Karten gefunden werden können. Aber auch Waffen für den Herausforderungsmodus und die allseits bekannte und gefährliche R.I.D.A.-Waffe lassen sich dadurch freischalten. Serien Veteranen kennen die R.I.D.A.-Waffe natürlich, handelt es sich dabei um einen Raketenwerfer, der neun Geschosse gleichzeitig feuern kann und damit die ultimative Waffe darstellt. Zu guter Letzt gibt es noch die goldenen Zahnräder. Extrem selten und meist sehr gut versteckt, gibt es diese nur wenige male in jedem Bereich. Durch Geheimgänge oder Rätsel lassen sich diese sammeln, vergüten einen aber auch dementsprechend. Sammelt man genug, schalten sich die Extras frei. Von Artworks, bis hin zu Optik Veränderungen (Ratchets Kopf ändert sich oder die Farben des Raumschiffs, beziehungsweise die der Welt), bis hin zu Cheats wie unendlich Munition oder Unsterblichkeit, machen diese das Sammeln schmackhaft.

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Ratchet & Clank (PS4) Testbericht

Ratchet & Clank (PS4)

  • Release: 20.04.2016
  • Genre: 3rd Person Action, Jump'n'Run, Platform
  • Entwickler: Insomniac
  • Publisher: Sony

Gutes

+ Wahnsinnig gute Grafik
+ Viel Abwechslung, Action und Humor
+ Kreative und spaßige Waffen

Schlechtes

- Leider ein zu kurzes Erlebnis
- Deutsche Synchronisation nicht ganz perfekt

8.8 / 10 Sehr gut

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