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Ratchet And Clank: A Crack in Time – Review

Artikel von | 21.11.2009 um 00:00 Uhr

Dramatischer Heldenepos, oder das bittere Aus für unsere zwei Helden? Mit Ratchet & Clank: A Crack in Time bringt Entwickler Insomniac Games einmal mehr das Duo exklusiv auf die PlayStation 3 zurück. Doch dieses mal stehen Ratchet und Clank vor ihrem größten Problem aller Zeiten, der Zeit. Werden unsere Helden vereint nach Hause zurück kehren, oder werden sie erkennen, dass sie unterschiedliche Wege einschlagen müssen? PS3inside hat für euch den neusten Streich des Entwicklers ausführlich getestet.

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Altes im neuen Glanz

„Habe ich euch jemals von meinem Sohn erzählt? Er ist wirklich schlau und wurde in einer Roboterfabrik in Solana hergestellt. Er heißt XJ0461, aber die Ganze Galaxie kennt ihn als Clank.“

Mit Ratchet & Clank: A Crack in Time ist nun der dritte und letzte Teil der Future Trilogie erschienen. Was mit dem Vorreiter Tools of Destruction begann und in Quest for Booty fortgeführt wurde, soll nun ein Ende finden und um es gleich vor weg zu nehmen, nochmal ordentlich einen drauf zu legen.
Wie schon bei Quest for Booty fängt das Abenteuer genau da an, wo der letzte Titel endete. Für Spieler, die bei A Crack in Time erst mit der Future Saga beginnen, wird nochmal alles zusammengefasst. Das witzige dabei ist, dass das Spiel installiert, während ihr von Capitän Quwark nochmal alles haargenau beschrieben bekommt. Und nur noch mal zur Erinnerung. Clank wurde von den Zoni entführt und Ratchet machte sich auf die Suche nach ihm und fand ihn schließlich an einem mysteriösen Ort in der Gefangenschaft von Dr. Nefarius (R&C 3 lässt grüßen). Dr. Nefarius, seinerseits das größte und böseste Supergenie, hat Freundschaft mit den Zoni geschlossen und versucht Clank zu reparieren, was er natürlich nicht beabsichtigt hat. Als die Zoni dies heraus finden, setzt Nefarius den „Hyperschall-Gehirnwellen-Zerhacker“ ein und vertreibt die Zoni. Clank erwacht und flieht.
Nachdem diese packende Einführungssequenz zu Ende ist, geht es dann auch endlich mit Spielen los. In der Haut von Clank flieht ihr nun durch den unbekannten Ort. Der Level kann allerdings als Tuturial gesehen werden, da euch erstmal nur die wichtigsten Steuerungs-Griffe gezeigt werden. Was allerdings sofort ins Auge springt, ist die neue Grafik. A Crack in Time hat eine noch bessere Grafik als seine beiden Vorgänger. Die Sequenzen sind nun fast nicht mehr von einem Pixarfilm zu unterschieden und auch die Effekte und die Farbenfrohen Welten sind einfach nur schön an zu schauen. Auch hat das Spiel einen noch besseren Comiclook erhalten. Auch technisch darf man Insomniac’s Titel durchaus loben. Das Spiel läuft immer flüssig mit konstanten 60 fps und egal wie viele Gegner auf dem Bildschirm sind, ruckeln tut das Spiel kein Stück. Schade ist nur, dass A Crack in Time das letzte Spiel mit 60 fps ist. Steuerungs technisch ist alles beim Alten und die Steuerung geht sehr gut von der Hand und ist für Neulinge sehr schnell zu lernen, sodass hier kein Frust aufkommt.

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Das ist dein zu Hause, deine Bestimmung

Der Anfangslevel im Spiel entpuppt sich schnell als die große Uhr. Die große Uhr wurde von den größten und mächtigsten Zoni gebaut und kontrolliert die Zeit im ganzem Universum. Mit der Zeit findet Clank immer mehr über die geheimnisvolle Existenz der Uhr und der Verbindung mit ihm heraus. Begleitet wird er dabei immer von einem recht naiven, aber dennoch schlauen und äußerst hilfsbereiten Roboter namens Sigmund. Dieser ist mehr oder weniger der Gehilfe von dem Ober-Zoni, der die Uhr gebaut hat und ist nun zur Stelle um sich um Clank zu kümmern. In den Level mit Clank erkundet ihr meist das Innere der großen Uhr. Das Ziel sind dabei die Mnemomik Stationen, in denen ihr in Clanks Datenbank eintaucht und ihr neue Lektionen beigebracht bekommt. Clank verfügt nämlich über einen sehr mächtigen Stab der ihm die Macht verleiht Zeitbomben zu werfen. Diese verlangsamen alles in ihrem Radius. Außerdem könnt ihr mit dem Stab Planeten „heilen“ auf denen die Zeit nicht so läuft wie sie eigentlich soll. Groß gekämpft wird hier allerdings nicht. Clanks Abschnitte sind ganz klar für den Hirnschmalz und der klassischen Jump’n’Run Action gedacht. Die größte Herausforderung besteht hier nämlich aus den Rätseln, die ihr auf dem Weg zu dem jeweiligen Ziel passieren müsst. Die Rätsel funktionieren wie folgt. Es gibt sogenannte „Timepats“ die ihr aktivieren könnt. Ihr habt dann maximal eine Minute Zeit euch irgendwohin zu positionieren um z.B auf eine entfernte Plattform zu gelangen die euch die Tür öffnet. Danach könnt ihr auf den zweiten Timepat wieder starten und euer erster Timepat Geist läuft los und öffnet die Tür für euch.
Vom Prinzip her ist dies recht einfach, blos werden die späteren Rätsel mit drei, oder vier Timepats teilweise echt Anspruchsvoll. Kommt ihr allerdings gar nicht weiter könnt ihr euch Tipps zum lösen geben lassen, oder das Rätsel sogar ganz überspringen.

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Er ist nur mein Gehilfe

Natürlich spielt ihr nicht andauernd nur Clank. Die meiste Zeit spielt ihr natürlich mit Ratchet und das ist auch gut so, da die Clank Level mit der Zeit eher langweilig werden, da dort kaum Abwechslung geboten wird.
Wir befinden uns nun im Weltraum. Inmitten einer großen Leere fliegt ein kleines Schiff. Die Besatzung ein kleiner Lombax und ein großer Capitän mit noch größeren Sprüchen auf Lager. Die Rede ist natürlich von Ratchet und Quwark die zusammen aufgebrochen sind um Clank aus den Klauen von Nefarius zu entreißen. Und wie man es von Quwark kennt, hat er natürlich wieder die besten Gags in petto. Quwark sorgt allgemein für den meisten Spaß im ganzen Spiel. Fast immer befinden sich ein paar Gags und Sprüche in seinen Handlungen. Außerdem hält er sich (immer noch) für den größten Superhelden aller Zeiten und gibt Ratchet als seinen Gehilfen aus, obwohl dieser die ganze Arbeit macht.
Jedenfalls stürzen Ratchet und Qwaurk mit ihrem Schiff ab und machen eine gewaltige Bruchlandung auf einem Jungel-Planeten. Dort entdecken sie zuerst kleine Zeitrisse, die öfter auf dem Planeten auftauchen. Die Zeitrisse sind könne in den Clank Abschnitten nachher repariert werden. In manchen Planeten könnt ihr euch dort dann Gold-Bolts holen, sofern Clank den Planeten gefixt hat.

Hat das Ding da gerade gerülpst?

Die Ratchet Level sind dieses mal noch mehr aufs Ballern ausgelegt als in ToD und QfB. Hier kommt einmal mehr das tolle Arsenal an Waffen ins Spiel, welches Ratchet benutzt um die fiesen Gegner zu erledigen. Zu eurem Arsenal zählen sich ein paar alte Waffen aus ToD und ein paar ganz neue Waffen. Besonders auf den Aspekt, „völlig bescheuert“, wurde bei den Waffen geachtet. Während ihr wie gewohnt auf Kreisklingen und Raketenwerfer zurückgreifen könnt, sind besonders die neuen Waffen sehr einfallsreich und lustig. So z.B der „Schalleruptor“. Diese Waffe hat ein Tier vorne drauf, welches einen Paarungsruf als Angriff einsetzt. Der Paarungsruf ist allerdings bloß ein ziemlich lauter Rülpser, der die Gegner vernichtend trifft. Na hoffentlich hat das Tier kein Mundgeruch. Auch sehr ansehnlich ist der Spaltinduktor 5000. Diese Waffe sieht sehr unscheinbar aus, erzeugt jedoch ein Loch aus einer anderen Dimension aus dem ein großes Monster kommt, welches die Gegner verschlingt. Ein neue lustiges Feature ist, dass jede Waffe ein kleine Einführungsvideo hat, indem euch auf ziemlich lustige Weise gezeigt wird, was eure Waffe alles kann.

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Für mehr Abwechslung bei der Zerstörung

Ein weitere Neuerung die Insomniac in petto hat, sind die Konstrukto-Waffen. Diese Waffen können mit verschiedenen Teilen verändert werden, sodass ihr sozusagen eine größere Auswahl habt was eure Waffe kann. Außerdem könnt ihr aus vier verschiedene Farbeinstellungen wählen. Die Konstrukto-Teile müsst ihr allerdings finden. Wer ein bisschen Zeit investiert, der findet alle und hat so für alle der drei Konstrukto-Waffen alle Teile zur Verfügung.

Der General

Nicht nur Clank findet im Spielverlauf einiges über seine Vergangenheit hinaus, auch Ratchet erfährt so einiges. Dabei verdankt er das einem Lombax mit dem er zuerst verwechselt wird. Ratchet macht sich auf die Suche nach ihm und findet heraus, dass dieser Lombax, General Azimuth, ein alter Freund seines Vaters ist. Der General wurde von den Lombaxen ausgestoßen und verbannt. Der General verfolgt allerdings einen Plan. Er weiß von der Existenz der großen Uhr und will versuchen sie zu erreichen, damit er die Zeit ungeschehen machen kann. Getrieben durch seinen Entusiasmuss glaubt er, dass Ratchet dasselbe Ziel verfolgen will und bietet ihm eine Art Partnerschaft an. Er will Ratchet helfen Clank zu befreien und Ratchet soll ihm dabei helfen die Zeit zu „korrigieren“. Im späteren Verlauf der Story erfährt Ratchet allerdings immer mehr Geheimnisse des Generals und warum Ratchet seine Eltern nie kennen lernen konnte.

Ihr hört PIRATRADIO, hicks

Ein wesentlicher und neuer Bestandteil von A Crack in Time ist der Weltraum. In anderen Teilen sah man immer bloß eine Ladesequenz in der Ratchet von einem Planet zum anderen Flog. Manchmal musste man auch gegen Gegner kämpfen, aber das eigenständige Erkunden des Weltalls blieb dabei aus. Aber nicht in hier, denn bevor zu den einzelnen Planeten fliegt, findet ihr euch in einem großem Sektor wieder, den ihr erkunden könnt.
In diesen Abschnitten könnt ihr so einiges finden und erledigen. Ihr fliegt natürlich mit eurem Schiff und überall gibt es Feinde die ihr erledigen könnt. Dies ist allerdings recht einfach gehalten und bereitet kaum Probleme. Viel besser sind die kleinen Mini-Planeten, auf denen ihr landen könnt (Mario Galaxy lässt grüßen). Diese Planeten bieten den mehr oder weniger den Jump’n’Run Faktor mit Ratchet, denn hier wird oftmals über viele Platformen gerannt und hier und da sogar ein paar simple Rätsel gelöst. Am Ende angelangt erhaltet ihr eine Belohnung. Das können Konstrukto-Modifikationen, Gold Bolts oder sogar Zoni sein.
Zoni sind überall auf den Welten verteilt und helfen dabei, Ratchets Schiff auf zu rüsten mit besseren Waffen und neuen Fähigkeiten.
Damit ihr natürlich auch beim Fliegen durch den Kosmos unterhalten werdet, hat Insomniac euch Radiosender mit dazu gepackt. Ihr habt die Auswahl zwischen vier verschiedenen Sendern, von denen allerdings Pirat Radio euer Favorit werden wird, denn dieser beinhaltet zwei Radiomoderatoren, die keine geringeren sind als Captiän Slag und sein Gehilfe Rusty Pete. Wer sich mal ein bisschen Zeit nimmt und sich die Sprüche der beiden anhört, wird feststellen, dass hier ein paar vergangene Geschichten indirekt angesprochen werden. Gerade für Fans eine nette Idee, aber auch sonst ziemlich lustig.
Aber das war’s mit dem Weltraum noch lange nicht. In jedem Sektor, zu denen ihr nach und nach immer gelangen werdet, befinden sich auch optionale Missionen die, wenn ihr sie erldeigt, euch ein paar Bolts aufs Konto bringen. Bolts sind kleine Schrauben, die als Währung in Ratchts Galaxie gelten. Diese findet ihr in den Kisten die überall in den Level verteilt sind und wenn ihr Gegner besiegt.

Kleiner Held, große Preise

Wie in allen Ratchet Titeln, habt ihr auch hier die Möglichkeit in einer Arena verschiedene Herausforderungen zu machen und dadurch Bolts und Preise zu verdienen. Die Preise sin dabei Zoni, Gold-Bolts usw. Bei Abschluss eines Turniers bekommt ihr allerdings immer eine Waffe spendiert. In der Arena findet man Serien typisch verschiedene Herausforderungen und Endgegner.
Apropos Endgegner. In A Crack in Time sind ziemlich viele Bosskämpfe vorhanden, die mit der Zeit immer zeitaufwändiger werden. Dies ist zwar kein Manko, kann allerdings doch ziemlich frustierend sein, wenn man kurz vorm Siegen war.

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Wie? Das wars schon?

Obwohl es den Anschein macht, dass es an A Crack in Time nichts auszusetzen gibt, so wären da doch ein paar Dinge die einem doch ein Übel sind. Allen voran ist wohl die große Enttäuschung die die meisten Spieler haben werden, wenn sie bemerken, dass sie nach 7 Stunden Spielzeit schon fast vor dem großen Endkampf stehen. Es heißt zwar „In der Kürze liegt die Würze“ bloß wurde vor dem Erscheinen von Insomniac gesagt, dass das Spiel einen noch größeren Umfang als ToD haben soll, was definitiv nicht stimmt. Dies merkt man besonders an der Planeten-Anzahl. Waren in anderen Titeln teilweise 18 oder mehr Planeten dabei, so sind es bei A Crack in time deutlich weniger. Statt dessen wurde hier zu sehr auf die kleinen Weltraum-Planeten gesetzt die einiges an Zeit beanspruchen um sie alle zu Erkunden. Allerdings ist diese Mischung aus 50% Weltraum und 50% Level keine Gute. Hier hätte Insomniac lieber mehr Level machen sollen und dafür die Weltraum-Sektionen etwas verringern sollen.

Fazit:

Mischt man Weltraumerkundungen, Rätsel, Ballereien, eine ordentliche Portion Jump’n’Run und ein bisschen Humor in einen Topf, so erhält man Ratchet and Clank: A Crack in Time. Der letzte Titel der Future Trilogie ist um einiges Abwechslungsreicher als seine beiden Vorgänger. Technisch und Grafisch wurde nochmals einen drauf gelegt und auch der Humor kommt wie immer nicht zu kurz. Trotzdem ist das Spiel viel zu kurz geraten, wenn man bedenkt, dass es auch hier keinen Multiplayer gibt. Und da kann auch die Community Option nicht entschädigen, die euch lediglich die Statistiken eurer Freunde anzeigt. Wenn man allerdings bedenkt, dass dies evtl. der letzte R&C Titel war, hat die Serie einen guten und verdienten Abschluss gefunden, obwohl ein weiterer Titel nicht schaden würde.

Ratchet & Clank: A Crack In Time Testbericht

Ratchet & Clank: A Crack In Time

  • Release: 04.11.2009
  • Genre: 3rd Person Action, Action, Jump'n'Run
  • Entwickler: Insomniac
  • Publisher: Sony

Gutes

+ technisch wie spielerisch nahe zu perfekt
+ viel Abwechslung und einige tolle Neuerungen
+ Weltraum auf einige Faust erkunden
+ Tolle Farbenfrohe Grafik und "Pixarfilm" Zwischensequenzen

Schlechtes

- Viel zu kurz
- Die Mischung aus Weltraum und Level ist verkehrt geraten
- Clank Abschnitte nicht ganz so Abwechslungsreich

9.0 / 10 Must Have

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