Ratchet & Clank: All 4 One – Review

Getestet von | 12.01.2012 um 00:00 Uhr

Die erste Null ist erreicht. Zum zehnten mal schon, schlüpfen wir in die Rolle des Lombax Ratchet, zusammen mit seinem Roboter-Kumpel Clank. Ein für Playstation-Spieler wohl bekanntes Duo, die schon so einige Abenteuer erlebt haben. Doch dieses ist anders als alle zuvor, denn dieses mal sind nicht nur das Duo, sondern auch ihr Erzfeind Dr. Nefarius und auch der tollpatschige Anti-Held Captain Quark mit von der Partie. Zusammen müssen die vier als Einheit zusammen arbeiten, doch ob das gut geht? Wir haben uns für euch durch das neuste Abenteuer gekämpft und verraten euch alles zu Insomniac’s neustem Titel.

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Zeit für Veränderungen

Wie schon sein Vorgänger, A Crack In Time, wird das Spiel zunächst ein paar Hundert MB auf eurer Konsole installieren, doch ihr bekommt dafür während dieser Zeit ein kleines Introvideo zu sehen, dass euch mit der Problematik vertraut macht. Quark ist jetzt Präsident der Galaxie und ist damit hauptverantwortlich für die Ergreifung von Dr. Nefarius. Dieser wurde doch nicht bei der Explosion seiner Raumstation (wir erinnern uns an A Crack in Time) zerstört, sondern sein Butler hat ihn noch in letzter Sekunde retten können. Wer sich mit solchen Ereignissen ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlt, der sollte die sechs-reihige Comicserie lesen, die letztes Jahr erschienen ist und eine Story zwischen A Crack in Time und All 4 One dar stellt. So, nun aber genug der Kontexterarbeitung, denn jetzt soll’s ja auch mal los gehen und das geht wie immer im Hauptmenü. Dort findet man nun statt dem gewohnten Neuem Spiel und Spiel laden die Punkte offline und online vor. Dies hängt natürlich mit der neuen Spielart zusammen, denn in All 4 One wird Wert auf Teamplay und gemeinsames Spielen gelegt. Wir entscheiden uns trotzdem erst einmal für offline, was so viel heißt wie, das man trotzdem alleine spielen will. Wir befinden uns nun in der Lobby, in der zuvor alle Spieler kommen. Hier kann man sich nun einen Charakter aussuchen, was bedeutet, ihr könnt nebst Ratchet, auch Clank, Quark und Nefarius spielen. Jedoch solltet ihr euch anfangs für einen Charakter entscheiden, da ihr Erfahrungslevel mit diesem macht und der Charakter so stärker wird. Ist man mit den Voreinstellungen dann fertig, kann man sich nun in die Action stürzen. Starten tut man gewohnt mit einer Sequenz. Wir befinden uns in Luminopolis, der Stadt, indem Präsident Quark einen Preis überreicht bekommen soll und Ratchet und Clank als Begleitschutz dabei hat. Doch wie man sich bereits denken kann, steckt mehr dahinter und so entpuppt sich die Preisvergabe als eine große Falle von Dr. Nefarius, der nach Rache sinnt. Dieser befreit dazu ein riesiges Monster aus seinem schockfrostigen Zustand, doch anstatt dass das Monster das verrichtet was Nefarius wollte, zerlegt es nun die ganze Stadt. Hier startet das Spiel nun offiziell, soll heißen, der Spieler kommt nun an die Reihe, doch spätestens hier fällt gerade R&C-Veteranen etwas gewaltig auf. Gemeint ist der neue Look den die Serie bekommen hat. Der Comiclook ist natürlich geblieben und sieht so gut aus wie man es aus der Serie kennt, doch die Charaktermodelle wurden erheblich vom Design verändert und von den Größenverhältnissen angepasst. Dies ist Anfangs ein wenig ungewohnt, man findet sich jedoch schnell damit ab.

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Wie ein Uhrwerk

Doch nicht nur der Look hat sich verändert, dass Gamplay hat sich auch verändert. Die nächste Neuerung die auffällt. Ratchet and Clank All 4 One ist ein auf Kooperatives Spiel ausgelegtes Spiel und daher wurde die stets frei drehbare Kamera durch eine statische ersetzt. Das Kamerasteuern fällt daher weg und man muss sich nun mit der Kameraperspektive zufrieden geben, die das Spiel für einen wählt. Dies ist sehr gewöhnungsbedürftig, jedoch notwendig für das Spiel. Fans der Serie müssen sich trotzdem mit einem kleinen Zähneknirschen dran gewöhnen. Doch das war nicht alles. Der rechte Stick ist nun das Waffenrad, welches demnach nicht mehr über Dreieck angewählt wird. Das Jetpack fällt weg und wird statt dessen als Zielhilfe verwendet, die sich automatisch den nächsten Gegner sucht. Die neue Steuerung macht zwar genauso viel Sinn wie die gewohnte, ist jedoch mit einigen Problemen verbunden, da man öfter durcheinander kommt und nicht mehr das Gefühl hat, das einen die Steuerung leicht von der Hand geht, also leider ein Rückgang, stand die Serie sonst immer für eine nahezu perfekte Steuerung. Wir beschreiten weiter unseren Weg durch Luminopolis, wo uns wie gewohnt allerlei Roboter und sonstiges Getier den Weg versperrt und wie gewohnt haben wir unsere Waffen und den Omni-Schlüssel als Arsenal, um den Gegner das Fürchten zu lehren und auch Bolts bekommen wir jede Menge für das Zerschlagen von Kisten und das Töten der Feinde. Dies ist also geblieben. Der Streifzug durchs erste Level zeigt jedoch deutlich: All 4 One bietet das, wovon sich die Serie immer mehr entfernte, nämlich sehr viel klassische Jump’n’Run Elemente. Der Balleranteil wurde wegen der komplexeren Levelgestaltung zurück gefahren. Dies macht Sinn, schließlich soll der Koop-Aspekt am deutlichsten hervorgehoben werden und dies wird er, denn ständig trefft ihr im Spiel auf kleine Aufgaben, die ihr mit euren Partnern lösen sollt, um weiter zu kommen. Generatoren müssen wieder laufen, Türen geöffnet, oder Schalter erst aktiviert und dann betätigt werden.

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Gemeinsam für doppelten Spaß

Doch wie läuft das ganze Koop-Schema denn nun genau ab? Dies ist eigentlich recht simpel. Im Menü habt ihr nun die Möglichkeit online zu gehen. Einmal dort angekommen, habt ihr nun die Möglichkeit einem laufendem Spiel beizutreten, oder ein eigenes Spiel zu erstellen. Bei einem laufenden Spiel habt ihr eine große Liste wo ihr wichtige Infos ansehen könnt und wie viele Spieler bereits im Spiel drin sind. Entscheidet ihr euch für ein Spiel, connected das Spiel euch mit dem Host und ihr steigt inmitten des laufenden Level mit ein und bleibt dann solange dort drin, bis ihr geht oder der Host beendet. Diese Variante funktioniert zwar gut, hat jedoch einen nervigen Haken und zwar, wenn Jemand das Spiel verlässt bzw. Jemand dem Spiel beitritt. Der Bildschirm wird kurzzeitig schwarz, es kommt zu Rucklern, oder man wird kurz mal ein paar Meter zurückgesetzt. Eindeutig kein so netter Einstieg, aber dennoch verschmerzbar. Einfacher ist es da, ein Spiel gleich selber zu erstellen. Dort könnt ihr dann das Level wählen und die KI-Schwierigkeit einstellen, zusätzlich einstellen, ob nur Freunde oder jeder in Das Spiel eintreten kann. Ihr gelangt dann wieder in die Lobby, wo ihr euren Charakter wählen könnt. Das Einladen funktioniert schnell und bereitet keine Probleme. Generell treten während der Onlinesession keine Probleme auf. Die HeadSet Qualität ist einwandfrei und auch die Verbindung wird zu keinem Zeitpunkt instabil, lediglich die Einstiege und Abgänge fremder bereiten da die kleinen Macken. Was des Öfteren aber auch mal nervt ist wieder die statische Kamera. Sie leistet zwar gute Arbeit, aber wenn der eine bereits nach vorne stürmt, der andere aber noch schnell zu ner Boltkiste hin will, zieht die Kamera für einen von beiden einfach mit. In All 4 One fällt leider auch der „Drumherum-Effekt“ etwas mager aus. Erfahrene R&C Spieler wissen, es gab oftmals sehr viel Abseits der Hauptwege zu entdecken und es konnte allerlei gesammelt werden, um verschiedene Goodies zu bekommen. Zwar wurde nicht gänzlich in A4O drauf verzichtet, aber es fällt eben auch nicht sonderlich groß aus. Es werden neben Goldbolts, die nicht allzu schwer versteckt sind, nun kleine Tierchen eingesaut mit einem Sauggerät. In einigen Leveln gibt es dann Stationen und ab einer bestimmten Anzahl an Tierchen dürft ihr in diese Station eintreten. Dort müsst ihr dann unter Zeitdruck einen Hindernissparcour durchlaufen, der am Ende ein Teil eines Kampfanzuges hat, welches in diesem Teil die beliebte R.I.D.A. dar stellt.
Auch bei den Sequenzen wurde etwas gespart, jedoch sind diese wieder mit dem gewohnten Humor gefüllt und wie in jedem R&C bekommt der Spieler es mit älteren und neuen Charakteren zu tun. Die Spielzeit ist mit etwa 7-9 Stunden überschaubar und die gewohnte R&C Länge, könnte dennoch ein wenig länger ausfallen, da der Wiederspielwert generell nicht allzu hoch ist.<br

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<b<Fazit:

Der zehnte Teil der Serie geht einen völlig neuen Weg und ist das erste Werk von dem dritten und neustem Insomniac Games Studio in North Carolina. Die Idee das Spiel in die Richtung zu bewegen hat Vor- und Nachteil. Vorteile sind, dass es endlich einen Multiplayer im Spiel gibt und man so mit Ratchet Fans aus aller Welt spielen kann, was bis auf Kleinigkeiten wunderbar funktioniert. Nachteil ist, dass allen Fans, die lieber auf klassische Ratchet und Clank Action stehen, dann eher ein mittlelmäßiges R&C vor die Füße geworfen wird. Mit anderen Worten, hat man mindestens einen Kumpel der mit einem spielt, macht das Spiel viel Freude, wer jedoch eher die älteren Teile mag, der sollte sich genau überlegen ob A4O wirklich in die Sammlung passt, denn global gesehen, ist es das bisher schlechteste Ratchet and Clank.

Gutes

+ 4 Spieler Koop
+ Schöne und komplexe Levelgestaltung
+ Neues Konzept

Schlechtes

- Teilweise Verschlechterungen
- Kamera nervt teilweise
- Für SP Fans eher ungeeignet
- Umfang hat abgenommen

8.0 Sehr gut

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