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Rainbow Moon im Test – Auf Retroreise mit der PlayStation Vita

Artikel von | 08.12.2013 um 16:32 Uhr

Erinnert ihr euch noch an die alten Zeiten, in denen dem Spieler im Spiel nicht alles auf dem Silbertablett servier wurde? In denen Questgeber noch keine Fragezeichen und Zielpersonen keine Ausrufezeichen über den Köpfen hatten? In denen einem nicht jedes Detail des Kampfsystems erklärt wurde und in denen man die Storyquests noch selbst suchen musste? Wir laden euch zu einer fantastischen Reise ein, die euch genau diese Aspekte bringen wird. Herzlich willkommen in Rainbow Moon – Dieses Mal sogar für unterwegs.Rainbow Moon Logo AB

Somewhere over the Rainbow

Es begann in einer finstren Nacht… Okay, zumindest im Intro ist es dunkel, denn das erklärt euch ein wenig zur Situation. Ihr spielt den mutigen Ritter Baldren, der im Kampf gegen seinen bösen Widersacher in das ferne Land Rainbow Moon versetzt wird, samt Widersacher und gefährlicher Monster, die nun das Leben auf Rainbow Moon zur Hölle machen. Doch Baldren ist ein waschechter Ritter, wie er im typischen RPG-Buche steht, und so kann und will er das Ganze nicht auf sich sitzen lassen. Eine fantastische Reise in der Welt von Rainbow Moon beginnt und mit ihr ein unsagbar spannendes Abenteuer.Rainbow_Moon_Review_PSinside
Das Gameplay von Rainbow Moon folgt dabei einem klassischen, rundenbasierten Kampfsystem, bei dem ihr allerdings auch noch taktisch vorgehen müsst. Ihr habt pro Runde eine gewisse Anzahl an Möglichkeiten, zu Beginn könnt ihr pro Runde nur eine Tätigkeit ausführen, während ihr später dann bereits zwei Tätigkeiten durchführen könnt. So könnt ihr zum Beispiel pro Runde einmal einen Schritt auf euren Gegner zumachen und ihn dann auch noch angreifen. Je nachdem wie gut eure Figur bereits ist, könnt ihr so taktisch überlegen und eure Gegner schnell aus dem Weg räumen. Besonders dann, wenn ihr nun einen oder zwei Schläge pro Gegner braucht.
Im Verlauf des Spiels erhaltet ihr zudem verschiedene Skills, die dann mächtiger sind als die normalen Angriffe und manchmal auch unterschiedliche Status auf die Gegner zaubern. Diese Skills kosten allerdings MP, die ihr dann entweder via Item oder beim Heiler auffüllen lassen könnt. Das klingt vielleicht am Anfang schwierig, bietet einem aber auch die Möglichkeit, beim Spiel darüber nachzudenken, wie man seine Gegner besiegen kann. Gesteuert wird im Kampf übrigens mit den Pfeiltasten, die man allerdings auf der Vita nicht immer korrekt entschlüsseln kann, was dann oft dazu führt, dass man in die falsche Richtung läuft – Und das führt dann dazu, dass eine Runde verschenkt wird und man eventuell direkt ins Gras beißt. Aber hey, fürs Sterben gibt es immerhin auch eine Trophäe. Einziges Manko am Spiel: Es existiert nur in Englisch, absolut nichts wurde auf Deutsch lokalisiert. Wer sich damit anfreunden kann, der greift auf jeden Fall zum richtigen Spiel.
Im Übrigen habt ihr auch die Wahl, wie sich euer Spiel gestalten kann, denn so wählt ihr am Anfang nicht nur die Schwierigkeit aus, sondern auch, ob ihr bereits mit einer Ausrüstung und Geld starten, oder ob ihr euer Glück vollkommen unausgerüstet versuchen wollt. Der Spieler hat da fast endlose Möglichkeiten.

Rainbow_Moon_Review_PSinside_Gameplay

Mist, wer gibt mir eine Leiter?

Rainbow Moon ist, wie bereits erwähnt, ein klassisches Rollenspiel. Das bedeutet: Niemand wird euch mit einem Pfeil den Weg zeigen, eure Figur wird auch nicht eigenständig zur nächsten Quest laufen und noch viel weniger werdet ihr überhaupt angezeigt bekommen, wo eine Quest beginnt, endet und wo man die verlangten Items findet. Das ist so derart retro, dass es zwar cool ist und Spaß macht, gleichermaßen aber eben auch bei heutigen Spielern zu Frustmomenten führt. So zum Beispiel genau dann, wenn ihr über einen Abgrund wollt oder müsst und ihr einfach keine Leiter dabei habt, die ihr über diesen legen könnt. Uns selbst erging es so und wir verschwendeten einige Zeit darauf, diese verdammte Leiter zu finden – Und das sogar relativ am Spielanfang. Und so zieht sich das durch das gesamte Spiel.
Das einzige, was man eventuell bekommt, ist dann eine Anweisung wie „Gehe in das Banditenlager“. Der erste Gedanke dabei war dann meistens „Aha, und wo ist das?“, denn dann geht das Suchen erst einmal los, in der vagen Hoffnung, dass man in die richtige Richtung losgestiefelt ist. Entdeckt man am Ende des Weges, dass man sich falsch orientiert hat, muss man das Ganze zurücklaufen und darf dann erneut raten, wo es langgeht. Das kann frustrierend sein, muss es aber nicht, da ihr euch unterwegs auch durch allerhand Gegner kämpfen könnt, die euch dann Erfahrungspunkte und Rainbow Pearls bringen.
Rainbow- Was? Richtig gelesen, ihr könnt in Rainbow Moon nicht nur jede Menge Erfahrungspunkte sammeln, sondern eben Rainbow Pearls und Rainbow Coins. Eine Erklärung findet ihr im nächsten Abschnitt.

Rainbow_Moon_Review_PSinside_Portal

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Rainbow Moon [PSV] Testbericht

Rainbow Moon [PSV]

  • Release: 04.12.2013
  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: SideQuest Studios
  • Publisher: eastasiasoft

Gutes

+ Niedliche Grafik
+ Guter Soundtrack
+ Taktisches Kampfsystem
+ Klassisches RPG

Schlechtes

- Schwierigkeit sorgt für Frustmomente
- Lediglich englische Lokalisierung
- Steuerung nicht immer sicher

8.7 / 10 Sehr gut

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