Playstation Move: Review-Special

Getestet von | 19.09.2010 um 00:00 Uhr

Ende 2006 erschien sowohl die PS3 als auch die Nintendo Wii.
Mit einem Motion Control System eroberte die weiße Konsole vorallem Familien und ist bis heute Spitzenreiter im Konsolenbereich, bezogen auf die Verkaufszahlen. Selbst Sony hatte bereits zu dieser frühen Zeit ein Motion-Konzept, doch die besagte Bewegungssteuerung im Sixaxis Controller fand kaum Beachtung. Nun, knapp vier Jahre später, setzt auch Sony verstärkt auf Motion Control. Der Playstation Move Controller steht seit wenigen Tagen in den Läden und verspricht präzise Steuerung, die den Spieler das Spielgeschehen authentischer erleben lassen soll. Doch hat die Technik eine Chance gegen das Gegenstück von Nintendo? Hat sich die lange Entwicklungszeit von über sechs Jahren gelohnt? Haben auch Core-Gamer ihren Spaß, oder endet das Ganze schnell in ungenauer Rumfuchtelei? Wir haben den Move Controller getestet und beantworten euch alle Fragen rund um das System.

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Um mit Move spielen zu können, werden mindestens ein Move Controller und eine PS Eye Cam benötigt. Sony bietet im Handel ein Starter-Paket an, das Cam, Controller und eine Demo-Disk enthält (zu dieser später mehr). Dieses Pack schlägt knapp 60€ zu buche und richtet sich an Spieler, die bisher ohne besagte Kamera ausgekommen sind. PS Eye-Besitzern wird ein einzelner Move-Controller angeboten, der knapp 40€ kostet. Der Packungsumfang besteht bei den beiden Möglichkeiten (ausgenommen der Cam und der Demo-Disc beim Starter-Paket) aus einem Move-Controller, einer Anleitung und einer Handgelenkschlaufe – ein Ladekabel, das gewöhnliche der Dualshock 3/Sixaxis, ist nicht enthalten. Die Handgelenkschlaufe soll am Move befestigt und bei jedem Gebrauch des Controllers angelegt werden. Anders als bei der Wii gibt es an der Schlaufe des Moves einen Clip, der zugedrückt wird. Bei der Wii wird „nur“ ein kleines Teil zugezogen, was das Spielen etwas gefährlicher macht, da sich die Schlaufe so leicht öffnen kann. Beim Move bewegt sich der zugedrückte Clip keinen Zentimeter, was wiederum nervt, wenn Partyspiele mit mehreren Leuten gespielt werden und der Controller oft weitergereicht wird. Da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Sony bietet kein Bundle, was zwei Move-Controller beinhaltet. Benötigt wird ein zweiter Controller zurzeit aber bei keinem Titel wenn allein gespielt wird – einige Spiele unterstützen aber optional einen zweiten Move und viele Multiplayerspiele verlangen ebenfalls einen zweiten Motion-Wand. Die Kaufentscheidung bleibt da dem Spieler überlassen. Ein Navigation Controller für knapp 30€ rundet das derzeitige Hardware-Lineup ab. Erforderlich ist dieser Controller ebenfalls nicht, an seiner Stelle kann ein Dualshock 3 Controller verwendet werden. Die Steuerung mit einem Navigator/DS3 wird von einigen Spielen verlangt, in denen über den Analog-Stick gelaufen wird. Der einzige Vorteil gegenüber einem normalen Dualshock 3 Controller ist wohl der Komfort. Der Navigation Controller liegt einfach besser in der Hand, bietet aber keine weiteren Bewegungssensoren. Weiterhin erhältlich im Handel ist eine offizielle Ladestation Sony, inoffizielle und vorallem billigere folgen in den nächsten Monaten. Wie auch bei Nintendos Konsole wird es bald viele Aufsätze für den Playstation Move geben, so zum Beispiel verschiedene Pistolen- oder Lenkradaufsätze.

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Das Konzept des Controllers ist simpel: Durch die Playstation Eye Kamera wird der bunte „Trackball“ des Move-Controllers erkannt. Der Ball besteht aus einem weichen Gummi, das sich leicht eindrücken lässt. Der Ball leuchtet in angenehmen Farben, die vom Spiel bestimmt werden. Bei einigen Titeln richtet sich die Farbe des Trackballs auch nach Lichtverhältnissen und Farbtönen der Spielerumgebung/Klamotten, damit der Controller bestmöglich erkannt werden kann. So kann problemlos im Dunkeln gespielt werden, auch bei stark erhelltem Raum gibt es kaum Schwierigkeiten. Der Controller liegt bequem in der Hand und stört keineswegs, auch die Handgelenkschlaufe nicht. Wie bereits erwähnt kann es aber stören, die Schlaufe immer fest am Handgelenk zu haben. Der Move Controller ist etwas leichter als ein Dualshock 3, etwas schwerer als ein Sixaxis auf Grund des Rumbles. Auf dem Move sind die wichtigsten Button der normalen Controller zu finden. Neben X, Viereck, Kreis und Dreieck auf der Vorderseite gibt es zwischen den vier Knöpfen den Move-Button, der in vielen Spielen den X Knopf ablöst und zur Bestätigung dient. Auf der Rückseite ist noch ein Trigger-Knopf angebracht, der T-Knopf. Dieser wird oft zum Abbrechen oder zur Navigation, wenn er gedrückt gelassen und der Move bewegt wird, verwendet. Insgesamt wirkt der Controller sehr robust und edel, ans Design mit der Leuchtkugel muss man sich gewöhnen. Das ausgestrahlte Licht ist zwar angenehm, kann mit seinen Farbtönen (recht oft rosa/pink) nicht jedem gefallen. Warm wird die Kugel übrigens auch bei mehrstündigem Betrieb nicht. Wir haben leider keinen Navigation Controller zur Verfügung, können aber berichten, wie sich die Steuerung per normalen Controller schlägt. In einigen Spielen werden der linke Analog-Stick sowie die L1 und L2 Tasten erfordert. So spielt man mit dem Move in einer Hand und dem DS3/Navigator in der anderen Hand. Im Stehen erweist sich die Bedienung mit einem normalen Controller etwas schwer. Nur die linke Seite des Controllers wird gehalten und benötigt, das Halten wird schnell zur Last. Im Sitzen kann der Controller am Körper abgelegt werden. Dadurch fühlt sich das Spielen mit normalem Controller im Sitzen komfortabler an. Ausprobieren sollte diese Spielweise jeder, manche kommen mit dieser Steuerung klar. Wem das Halten des Dualshocks/Sixaxis aber zu unbequem erscheint und dazu noch viele Spiele hat, die eine solche Bedienung mit einen Navigation Controller erfordern, sollte auch zum besagten Controller greifen.

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Auch im XMB kann mit dem Move Controller navigiert werden. Dies geschieht aber nicht durch den Trackball, der bei der Benutzung im XMB nicht leuchtet, sondern durch die internen Bewegungssensoren des Controllers. Daher ist es auch egal, ob der Controller in Sichtweite der Kamera ist. Wird der T-Trigger gehalten, kann im gesamten XMB gescrollt werden. Diese Bedienung mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, da sie recht empfindlich ist. Schreiben gestaltet sich ziemlich schwer, da oft mehr als ein Buchstabe übersrpungen wird. Das Browsen stellt sich ebenfalls als ungünstig heraus. Da die Steuerung wie bereits erwähnt über die Neigungssensoren abläuft, ist es nur möglich, durch Bewegung des Moves zwischen Links und anklickbare Grafiken zu scrollen. Hier wäre eine punktgenaue Bedienung mit dem Move als Cursor sicherlich die bessere Umsetzung. Wem die Steuerung im XMB schwer fällt, kann den Controller dafür noch einmal manuell kalibrieren. Wird der Controller wie in den Einstellungen gezeigt gehalten, sollte die Bedienung erleichtert werden. Übrigens kommen Spieler vom Kalibrieren gar nicht mehr weg:
Bevor es mit dem Spielen losgeht, verlangen fast alle Titel eine Kalibrierung des Moves.
Die Mehrheit der Games verlangt vom Spieler, dass dieser einen gewissen Abstand einhält und mit ausgetrecktem Arm auf die PS Eye zielt. Daran gewöhnt man sich schnell. Auch wenn ein Abstand empfohlen wird, ist dieser oft egal, wenn die Kalibrierung richtig angewandt wird. Ebenso fordern einige Spiele auf, dass der/die Spieler beim Kalibrieren stehen, da das Spielgeschehen im Stehen am besten funktioniert (meistens bei Sporttiteln). Auch hier kann bei richtiger Kalibrierung im Sitzen gespielt werden, woran aber die Beweglichkeit im Spiel leidet. Andere Titel haben ihre eigene Kalibrierungsarten. So wird gefordert, in verschiedene Ecken zu zielen und schießen, oder aber den Move Controller in verschiedene Körperpositionen zu halten. Wenige Spiele erfordern gar keine Kalibrierung, was aber zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Während in Resident Evil 5 sofort losgelegt werden kann und dies auch recht gut funktioniert, hätten die Entwickler von Planet Minigolf lieber länger am Move-Support arbeiten und für eine gute Kalibrierung sorgen sollen. Im Großen und Ganzen mag es eine kleine Umstellung sein, vor fast jedem Spielen neu zu kalibrieren. Ob die Spielerfahrung aber genau ist, hängt – egal wie gut die Kalibrierungsart ist – aber vom Entwickler ab.

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Und wie fühlt es sich an zu spielen? Sony hält, was versprochen wurde. Das System ist extrem präzise. Der Spieler muss darauf achten genau zu agieren, denn nur wenige Spiele, die die Technik schlecht ausnutzen, lassen schlampige Bewegungen zu. Die Aktionen werden von Move 1:1 umgesetzt und auch ein Lag ist kaum zu spüren. Alle Gesten werden ohne lange Verzögerung auf den Bildschirm gebracht, beim Spielen fällt diese leichte Verzögerung so gut wie nicht auf. Die Technik und das System stimmen, Sony hat Nintendo in punkto Genauigkeit bei weitem übertroffen und setzt die Latte im Motion Gaming hoch. Jetzt kommt es nur noch auf die Entwickler und deren Spiele an, was sich schon zu Release bemerkbar macht. So gut Move auch ist – einige Spiele scheinen sich schon jetzt kaum besser als auf der Wii zu spielen. Ein gutes Beispiel dafür ist Racket Sports, das Ubisoft von der Wii auf die PS3 portiert hat. Das Navigieren im Menü funktioniert punktgenau, doch das Spielgeschehen erinnert an Nintendos Familienkonsole. Unpräzises Rumfuchteln überlistet die K.I., genaue Schläge sind kaum möglich. Grob kann mit dem Schlagen zwar die Richtung bestimmt werden, der Ball fliegt oft aber nur nach rechts, links oder in die Mitte. Flugwege dazwischen gibt es nicht. Weiterhin kann es passieren, dass beim Ausholen schon geschlagen wird, weil das Spiel die Bewegung als Schlag ansieht. Ob man dabei mit dem Controller nach hinten geht, um auszuholen, interessiert das Spiel nur bedingt. Im direkten Vergleich können wir in Sports Champions im Tischtennis nahezu alles mit dem Ball machen. Punktgenaue Schläge sind möglich, wir können dem Ball Drall jeder Stärke verleihen. Wird ausgeholt und der Controller nach hinten gezogen, wird dies auch im Spiel gezeigt und der InGame-Schläger zieht ebenfalls mit, wodurch das Ausholen nicht schon früher als Schlag gewertet wird. Ein weiteres Highlight, das bereits zeigt, was Move kann, ist das PSN Spiel Tumble. Die simple Idee vom Stapeln von Bauklötzen ist so genau umgesetzt, dass z.B. dank dem Trackball auch Bewegunstiefe exakt nachgeahmt wird. Der Spieler hat die volle Kontrolle über die Klötzchen und kann diese wie im echten Leben so stapeln, wie es die physikalischen Gesetze erlauben. Wir dürfen gespannt sein, was für Spielideen mit dem Move noch auf uns zu kommen.

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Wie schneiden die anderen Spiele ab, die bis jetzt erhältlich sind?
Wir haben uns verschiedenen Demos und PSN Titeln zugewandt, um euch einen kurzen Eindruck zu gewähren. Reviews zu Vollversionen folgen in Kürze auf dem Portal. Alle getesteten Titel wurden mit einem Move Controller und eventuell einem Dualshock 3 gespielt. Bei den ausprobierten Demos sollte jedem klar sein, dass wir uns nur auf die Demoerfahrung beziehen und nicht das gesamte Spiel bewerten.

R.U.S.E. Demo

Mit R.U.S.E. hat Ubisoft ein neues Echtzeitstrategiespiel auf die PS3 gebracht.
Das Spiel lässt sich zwar mit einem normalen Controller spielen, bietet optional aber auch Move-Support. Während der Demo wird die Steuerung im Groben erklärt. Mit dem Move lassen sich Einheiten auswählen und steuern. Weiterhin ist es möglich, mit dem Motion Control die Ansicht des nett anzusehenden Schlachttisch zu verändern. Das klappt manchmal recht genau, oft wird aber zu Stellen gezoomt, die der Spieler nicht im Sinn hatte. So verlangt das Spiel etwas Übung um mit dem Zoom-System gut umgehen zu können. Der Umgang mit den Einheiten lässt sich aber sehen, ein Einrastsystem hilft, um nicht über die Einheiten hinwegzugleiten. Dank eines normalen Controllers lassen sich über die L-Tasten Unterstützung und andere Hilfen anfordern. Die Demo macht einen guten Eindruck und zeigt, dass die Move-Einbindung mit Übung Spaß macht.

Racket Sports Demo

Dass Ubisoft aber auch anders kann, zeigt der Wii-Port Racket Sports. Die Demo bietet zwei Modi, Tennis und Badminton, in je zwei verschiedenen Umgebungen. Der Spieler kann zwischen einer einfachen Steuerung und einer Erweiterten auswählen, bei der risikoreichere Schläge ausgeführt werden können und bei der der Move in die Richtung des Balls gehalten werden muss um dort hinzurennen. Wie oben bereits beschrieben lassen sich Schläge nicht sonderlich präzise ausführen. Es scheint, als wär der Titel wirklich nur eine grobe Portierung von der Wii, das zeigt auch die Optik. Für einen kurzweiligen Partyspaß dürfte das Spiel dennoch reichen, der geringe Preis von 30€ spricht auch dafür.

Sports Champions Demo

Spieler haben die Auswahl zwischen Diskgolf und Tischtennis. Bevor die jeweiligen Disziplinen beginnen, gibt es ein optionales Tutorial. Diskgolf lässt sich präzise bedienen, das Werfen der Frisbee funktioniert gut. Tischtennis ist wohl das derzeitige Paradebeispiel um zu zeigen, was der Move draufhat. Punktgenaue Schmetterbälle und taktische Drallschläge sind möglich. Die Bewegungstiefe hilft, den Ball nicht zu früh zu schlagen. Die Demo spricht für sich und präsentiert die Möglichkeiten des Moves (Review zur Vollversion folgt).

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The Shoot Demo

Mit The Shoot erscheint der erste Light Gun Shooter für Move im Oktober. Das Spielgeschehen orientiert sich stark an Spielhallenshooter ala Time Crisis. Verpackt wird das Ganze als Film, in dem der Spieler Hauptdarsteller ist und für reichlich Action sorgen muss. Das wird nicht nur durch die Ausschaltung verschiedener Gegner erreicht, auch einige kurzzeitige Power-Ups wie Zeitlupe, im Spiel genannt „Showtime“, helfen. Die Demo bietet einige Level im Wilden Westen. The Shoot scheint nette Ballerkost für Zwischendurch zu sein, die sich an eine etwas jüngere Generation orientiert. (Achtung: Es gibt vermehrt Meldungen, dass im Spiel kein Fadenkreuz zu sehen ist und das Spiel so nahezu unspielbar ist. Es wird empfohlen, die Demo zu löschen und neu zu installieren, das kann das Problem lösen.

TV Superstars Demo

Die Demo des Partyspiels TV Superstars lässt den Spieler zwei TV „Sendungen“ spielen. Zuvor kann aber ein eigener Charakter erstellt werden, wobei mehrere Fotos durch die Eye Cam an den Charakter gelangen. So bestaunt der Spieler sich selbst im Spiel und kann je nach Situation verschiedene Mimiken sehen, die zuvor abgeknipst wurden. So toll sich dieses Konzept für ein lustiges Partyspiel eignet, umso schlechter und kitschiger ist die Umsetzung der beiden Level in der Demo. Zuerst präsentiert sich der Charakter in einer Modeschau und tanzt fröhlich – der Spieler hilft, die Performance mit der Nachahmung gezeigter Bewegungen zu unterstützen. Die zweite Sendung zeigt eine Gameshow, in der der Spieler seine Geschicklichkeit beweisen muss. Das in der Demo Gezeigte kann als Partygame nur mässig überzeugen. Wir dürfen gespannt sein, wie viel Umfang dem Spiel spendiert wird.

echochrome 2 Demo

Bereits der erste Teil von echochrome überzeugte durch Kreativität und Individualität.
Der Nachfolger setzt dem Ganzen noch einen drauf und macht noch dazu vom Move Gebrauch. Der Motion Controller dient als Taschenlampe, mit der Schatten von einem Gebilde in der Luft erzeugt werden. Diese Schatten muss der Spieler zu einem Level zusammensuchen und die Figur durchlaufen lassen. Nette Idee, gute Umsetzung, schön anzusehen. Auf diesen PSN Titel dürfen wir uns freuen.

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Beat Sketcher Demo

Wie malt man mit dem Move Controller? Das zeigt das PSN „Spiel“ Beat Sketcher, das an Paint für die PS3 erinnert. In der Demo kann ein Kreativmodus angespielt werden, in dem mit mehreren Utensilien am Bildschirm gemalt werden kann. Mit der Präzision des Moves kann sehr genau gezeichnet und geschrieben werden. Wir können uns auf erste Gemälde freuen und wundern, was der PSN Titel noch beinhalten wird.

Kung Fu Rider Demo

Warum wird ein Privatdetektiv von der Mafia verfolgt? Gute Frage, aber die bessere wäre, wie ein Entwickler auf die Idee kommt, diese Thematik in ein Spiel zu verpacken und den Detektiv immer wieder einen Hügel herunterrasen zu lassen – auf einem Bürostuhl. Die Idee ist verrückt, erinnert aber an alte Skate down the hill-Spiele. Schade, dass die Umsetzung etwas schwammig wirkt. Nicht alle Manöver funktionieren in den Tutorials und Levels der Demo wie sie sollen. Für kurzweiligen Spaß scheint das Spiel trotzdem nicht schlecht zu sein (Review der Vollversion folgt).

Heavy Rain Move Demo

Kaum ein Spiel ist so geschaffen für Move wie Heavy Rain. Die Aktionen und Interaktionen des Spiels werden nun mit Move-Bewegungen ausgeführt, was das Spielgeschehen noch authentischer wirken lässt. Sei es das Starten eines Autos, bei dem erst die Bewegung nachgeahmt wird, den Schlüssel einzustecken und dann der Controller leicht aus dem Handgelenk gedreht wird, oder sei es der anstrengende Kampf, der in der zweiten Szene der Demo erlebt werden kann. Move Support ist eine Bereicherung für Heavy Rain, was jeder Move Besitzer ausprobieren sollte.

Tumble Demo/Vollversion

In Tumble lassen sich Bauklötzchen stapeln – klingt nicht besonders spannend. Der Move-Controller überlässt dem Spieler aber die volle Kontrolle, sich in den verschiedenen Modi auszutoben. Da kommt die kindlich Begeisterung in jedem zum Vorschein. Die Demo präsentiert das Spielgeschehen in einem Tutorial und in einigen Level, die sowohl Geschicklichkeit als auch Köpfchen beanspruchen. Die Möglichkeiten, das Gameplay und der Umfang stimmen. Tumble ist bisher eins der wenigen Highlights und das auch noch zum kleinen Preis (Review der Vollversion folgt).

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Planet Minigolf Vollversion

Das vor wenigen Monaten veröffentlichte Planet Minigolf hat einen Move-Patch spendiert bekommen.
Beim Spielen macht sich aber schnell bemerkbar, dass die Entwickler wohl etwas schusselig gearbeitet haben. Der Golfschläger verhält sich nicht wie der Move-Controller gehalten wird. Zeigt der Controller nach unten, ist der Schläger im Spiel noch leicht noch hinten angehoben. Eine Kalibrierung könnte das Problem lösen, gäbe es denn eine. Noch dazu ist die Tastenbelegung etwas ungünstig gewählt – da greifen die meisten wohl doch lieber zum Game Pad.

Hustle Kings Vollversion

Auch das Billard Spiel Hustle Kings ist durch einen Patch mit Move spielbar.
Mit ein wenig Übung fühlt sich das Spiel äußerst präzise und sehr gut kontrollierbar an. Es spielt sich mit Move genau so präzise wie mit Controller, ein gewisses „Mitten-drin“ Erlebnis ist aber vorhanden. Die Bedienung ist gut umgesetzt und lässt der Steuerung mit normalem Controller kaum Vorteile. Das Spiel ist ein weiteres gutes Move-Release-Spiel zum kleinen Preis.

Fazit

Kann Playstation Move wirklich in allen Belangen punkten? Ja, Sony’s Motion System kann bereits schon jetzt auftrumpfen. Jahrelang war eine Wii HD die Begierde alle Nintendo Jünger und die PS3 hat diesen Platz quasi eingenommen. Move ist äußerst präzise und erkennt durch das Zusammenspiel der PS Eye Cam und dem Trackball jegliche 3D-Bewegung und damit auch Bewegungstiefe. Die Technik weiß zu überzeugen und legt einen guten Start in den Kampf um die Motion Control Krone hin. Die ersten Spiele zeigen, was möglich ist und das kommende Line-Up sieht vielversprechend aus. Jeder sollte Move früher oder später testen, allen voran die Skeptiker, die Ähnliches wie die Wii erwarten. Es ist schwer, Hardware mit Punkten zu bewertet. Deshalb lassen wir dies aus und sagen euch: Move ist eine klare Empfehlung!

Gutes

- extrem präzise Erkennung von 3D-Bewegung
- hat einen kaum sichtbaren Lag
- liegt bequem in der Hand
- ist robust und edel verbaut
- kostet selbst im Starter Pack weniger als ein Spiel

Schlechtes

- das Design mag nicht jedem gefallen
- wird ohne Ladekabel ausgeliefert
- zieht wohl leider schlechte Wii Ports mit sich

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