P.T. – Eine kleine Schocktherapie im Test

Getestet von | 16.08.2014 um 18:55 Uhr

Eine kleine Demo sorgt in den letzten Tagen für schlaflose Nächte. Demo ist auch nicht das richtige Wort; Es ist eher der erste spielbare Teaser- Playable Teaser, kurz P.T.- der aus dem PlayStation Store geladen werden kann. Die Verantwortlichen werden als Studio 7780 angegeben. Am Ende des Horrortrips werdet ihr mit einem Video belohnt und es folgt die Aufklärung. Allerdings beantwortet dieses kurze Video nur bedingt, denn es werden danach noch mehr Fragen aufgeworfen.

Wer von euch diesen Teaser noch nicht gespielt hat, der sollte hier mit Bedacht weiterlesen. Es herrscht Spoiler Gefahr, die aber an geeigneter Stelle nochmal angezeigt wird.

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Das Lunchpacket steht hier wohl schon länger. Was die Tüte beherbergt, wollen wir nicht wissen.

Der unbekannte Protagonist erwacht in einem schmuddeligen Raum. Ihr seht direkt durch seine Augen, denn die Ego- Perspektive führt durch diesen ca. 15 bis 20 minütigen Psycho- Alptraum. Der erste Augenblick zeigt euch die grafische Leistung einer PS 4 und das in diesem frühen Stadium des Spiels. Die Steuerung ist aufs Minimum reduziert, um ein ganz besonderes Unwohlsein hervorzurufen. Umschauen, Bewegen oder heranzoomen, um genauer die Gegend zu erkunden, das war´s. Keine Waffen, keine besondere Sicherheit, die einem gegeben wird, wenn es zu einem Angriff kommen sollte. Die Umgebung ist ein Flur in einem gewöhnlichen Haus. Was nun ungewöhnlich ist, ist das reine Spielerlebnis. Niemand gibt Hinweise, was als nächstes gemacht werden soll. Ihr müsst Hinweise suchen, jeden Winkel des Flures absuchen. Nicht jede Tür ist gleich offen, es passieren Dinge erst nach einem bestimmten Ereignis oder es ist zeitlich gelegt. Der Radiosprecher berichtet über eine furchtbare Familientragödie, die hier in diesem Haus geschehen sein soll. Was ihr damit zu tun habt, ist nicht bekannt. Fies wird es nur, als der Nachrichtensprecher euch anspricht. Dreh dich um, na los dreh dich sofort um! Gänsehaut ist garantiert. Habt ihr das Ereignis oder eine Lösung gefunden, eröffnet sich eine Tür in den Keller. Interessant ist dann die Tatsache, dass ihr wieder am Anfang des Flures herauskommt. Etwas ist nur anders. Sei es das fehlende Licht, Grissel- oder Farbeffekte. Das verstörende Rauschen und seltsame Stimmen unterstreichen das Ganze. Ein Hilfsmittel bekommt ihr allerdings; Es ist eine Taschenlampe. Doch was ihr in den dunklen Ecken und Gängen findet, verheißt manchmal nichts Gutes. Mehr wollen wir nicht erzählen, da sonst die ganze Atmosphäre leidet. Die Schockmomente sitzen richtig und sind nicht einzuschätzen.

Damit sind wir bei der Spoiler Gefahr angelangt, die ab jetzt gilt.

Wer macht so etwas, wer lässt euch so das Blut in den Adern gefrieren? Eine News hat schon für Hinweise gesorgt, denn niemand anderes als Hideo Kojima, Mastermind of Metal Gear Solid, will, dass der Spieler sich nicht einpinkelt vor Angst, sondern einscheißt. Klare Worte. Allein stemmt er das Projekt aber nicht, denn auch ein Allroundtalent im Film- und Buchbusiness hilft: Guillermo Del Torro. Der Hauptdarsteller ist auch kein unbeschriebenes Horrorblatt. Norman Reedus der Walking Dead Star, der Daryl Dix verkörpert, ist in dem Projekt fest eingebunden. Silent Hill kehrt zurück oder wie es am Ende des Videos genannt wird: Silent Hills. Es scheint so, als ob die Serie wieder versucht in die Kerbe Psycho- Survival Horror zu schlagen. Der Teaser beweist, dass es klappt.
Nun möchte ich euch eine Frage stellen: Silent Hill ist eine Stadt, die die Abgründe der menschlichen Psyche wiederspiegelt. Wenn dann der Hauptcharakter selbst, ein dunkles Geheimnis verbirgt, passieren eben diese gräulichen Dinge und Kreaturen aus der hintersten Ecke des eigenen Verstandes trachten nach eurem Leben. Was passiert also, wenn nicht eine Stadt etwas zu beichten hätte, sondern jedes Haus in dieser Stadt begehbar wäre, Abgründe und Tragödien aufweisen würde. Ist es also denkbar, dass eine ganze Stadt als Sündenpfuhl herreichen muss mit vielen Rätsel- und Schockeinlagen, die jedes Haus oder jede Wohnung freigibt? Es obliegt also eurer Entscheidung vielleicht dem nachzugehen oder eure eigenen Probleme zu lösen? Was denkt ihr darüber?

P.T. ist ein einziger Herzstillstand und gibt schwer die Hintergründe für all das frei, macht aber Lust auf mehr. P.T. liegt in guten Händen und wird somit ein Garant für schlaflose Stunden in einer brillanten Optik. An alle PS 4 Besitzer: Lasst euch diesen Psycho- Happen nicht entgehen. Er ist gratis und tut nicht weh, mhhhh, natürlich hinterlässt er vielleicht schlaflose Nächte. Ich würde mir mehr davon wünschen. Demos sind eh schon rar gesäht und gerade P.T. ist sehr erfrischend.

Hier noch ein kurzer Einblick in das höllische Szenario. Aufgenommen mit Share Factory

Gutes

Schlechtes

Undefiniert

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