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One Piece: Pirate Warriors 3 im Test – Ruffy (erneut) gegen die Welt

Artikel von | 19.09.2015 um 18:58 Uhr

One Piece ist einer der beliebtesten Manga und Animes, doch wie sieht es mit den Videospielen aus? Bandai Namco füttert die Fans seit Jahren mit neuen Videospielen für die PlayStation 3, nun kommt mit One Piece: Pirate Warriors 3 auch der erste Titel für die neue Konsolen heraus. Die Frage ist nun, was können die One Piece Fans mit diesem Titel erwarten, was machen die Entwickler diesmal mit der Strohhut-Bande und wie nutzen sie die neue Power der PS4? Tja, all das versuchen wir im nun folgenden Test zu beschreiben und vielleicht noch mehr?

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Ist Ruffy jetzt endlich mal König der Piraten?

One Piece: Pirate Warriors 3 ist nun schon der dritte Versuch der Entwickler, die Fans so richtig in den Bann zu ziehen mit einem packenden Videospiel. Man kann, muss aber nicht, auch One Piece: Unlimited World Red für die PlayStation 3 mit einbeziehen, doch dieses war eher eine Portierung einer anderen Plattform und ferner war es auch ganz anders. Denn die Geschichte war eher fiktiv veranlagt und hatte die Strohhut-Piraten in ein besonderes Abenteuer verschleppt, ohne den Manga/Anime als Vorlage zu nutzen. Mit Pirate Warriors 3 hat man das wieder geändert und hält sich erneut strikt an den Anime. Um genauer zu sein, spielt man die wichtigsten Ereignisse der Vorlage noch ein weiteres mal nach, angefangen mit dem Rekrutierung von Zorro, geht die Geschichte weiter und jedes Treffen der Crew-Mitglieder bekommt ein eigenes Level. Wer aber im Anime noch nicht so weit ist und sich auch nicht spoilern lassen möchte, der sollte zumindest ab einem bestimmten Punkt etwas Abstand vom Videospiel nehmen, denn das Abenteuer geht bis zu den Ereignissen in Dressrosa. Fans wissen Bescheid, alle anderen sollten den Anime mindestens bis Folge 650 anschauen, denn das Finale des Spiels, rund um den raffinierten Boss-Gegner, hat es in sich. Insgesamt besteht die Story aus 22 Leveln, aber diese werdet ihr noch öfter spielen, aber dazu später mehr.

Falls ihr die vorherigen Pirate Warriors Ableger gespielt habt, dann fragt ihr euch sicherlich, was denn in der Story nun neu ist. Ganz nüchtern betrachtet: Nichts, außer dass sie von den Geschehnissen rund um Marineford noch etwas weiter geht. Jedoch ist das besondere bei diesem Teil ganz klar, wie die Entwickler die Geschichte diesmal an den Mann bekommen. Auch wenn es die gleiche Geschichte ist, findet man einfach großen Gefallen an der Geschichte und wird erneut komplett in den Bann gezogen, was bei den Vorgängern nicht ganz so extrem der Fall war. Dies liegt einfach daran, dass man versucht die Geschichte möglichst packend und mit verschiedenen Mitteln zu erzählen. Es gibt nicht einfach nur die Dialoge zwischen zwei Charakteren wo man die Bilder sieht und sich die Münder etwas bewegen. Eine Eindrucksvolle Einleitung mit Zitaten des Originals, dazu die bekannte Erzählerstimme, die eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse bis zu diesem Punkt gibt, dann hier noch animiert Szenen, Comic-Strips und vor allem die besonders Eindrucksvollen Zwischensequenzen. Diese kommen bei ganz besonderen Ereignissen oder eben wenn der Feind besiegt ist. Dann setzt Ruffy nämlich den Finisher aus dem Manga ein und das sieht echt Eindrucksvoll aus. Alles in allem ist die Geschichte natürlich „nur“ eine aufgewärmte Suppe, doch der Koch hat diese mit vielen Zutaten verfeinert und so schmeckt diese nicht alt, sondern ganz anders und so ist es auch hier, dass selbst bekannte Szenen einfach ein weiteres Mal packen und faszinieren.

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Ruffy mag es ganz viel zu essen, aber mag er auch aufgewärmte Suppe?

Wir haben doch soeben eine aufgewärmte Suppe erwähnt, tja, auch im Gameplay passt diese überaus gut als Beschreibung. Oder: Wer kürzlich ein One Piece Videospiel gespielt hat, der hat theoretisch alle gespielt, denn das Gameplay ist im Kern wie zuvor.
Man hat sich bei Dynasty Warriors bedient und die Struktur des Helden gegen eine ganze Armee in das One Piece Universum gesteckt, um das mal ganz kurz zu erklären. Schaut man genauer hin, sieht man natürlich sofort, dass da noch viel mehr drin steckt als ein einfacher Abklatsch. Denn jeder Charakter ist komplett animiert und bewegt sich doch etwas anders, hinzu kommen natürlich die ganzen Angriffe des jeweiligen Kämpfers. Gerade weil es doch schon eine ordentliche Anzahl an Charakteren ist, merkt man bei jedem einzelnen wie anders diese sich spielen, wobei der Kern natürlich stets der gleiche ist. So gibt es den leichten und harten Schlag, die durch mehrmaliges drücken leicht zu einer tödlichen Kombo werden können. Hinzu kommen dann noch Ausweichen und Spezialangriffe und schon habt ihr die Grundlagen gelernt.

Ihr habt dann auch noch Hilfscharaktere als Unterstützung, diese tauchen auf wenn ihr nach einer Kombo eine weitere Taste drückt. Durch jeden Kill füllt sich bei dem Hilfscharakter dann die sogenannte Kizuna-Leiste. Ist sie erstmal voll, dann kann man diesen Zustand nutzen um noch viel stärkere Angriffe durchzuführen und so richtig die Sau rauszulassen. Diese ist aber mit einem Timer versehen, dazu habt ihr stets die Möglichkeit in dem Zustand den Kizuna-Spezialangriff zu aktivieren, der die meisten Feinde platt machen sollte. Wer clever ist, der schlägt erstmal viele Feinde zu Brei und haut kurz vor Ablauf der Zeit nochmal den Spezialangriff raus – wer Pech hat, der ist in einem solchen Kampfrausch verfallen und hat den Angriff verpasst und somit die beste Möglichkeit Schaden auszuteilen. Doch das wichtigste in dem Spiel ist nicht einfach nur ein paar Gegner zu besiegen, sondern möglichst viele und möglichst schnell. Schafft ihr dies und benutzt besondere Angriffe, dann bekommt ihr auch die Bewertung „S“ und das ist das, worauf es wirklich ankommt. Denn es ist nicht die Größe auf die es ankommt, sondern die Technik – und bei wem am Ende S drauf steht, der hat S auch drauf.

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One Piece: Pirate Warriors 3 Testbericht

One Piece: Pirate Warriors 3

  • Release: 28.08.2015
  • Genre: 3rd Person Action, Beat 'em up, Sonstiges
  • Entwickler: Omega Force
  • Publisher: Bandai Namco Games

Gutes

+ Story wurde super umgesetzt
+ Viele Charaktere die sich unterschiedlich spielen (35)
+ Original Stimmen und Soundeffekte

Schlechtes

- Level werden leider recycelt
- Online-Funktionalität hat noch Potential
- Schwierigkeit könnte noch etwas höher sein

8.2 / 10 Sehr gut

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