One Piece: Burning Blood im Test – Kommt da das Blut in Wallung?

Getestet von | 10.07.2016 um 14:00 Uhr

Nachdem letztes Jahr der dritte Teil von One Piece: Pirate Warriors erschien, will man dieses Jahr mal einen anderen Weg einschlagen. Anstatt unzählige Wiedersacher der Reihe nach umzuhauen, geht es bei Burning Blood Mann gegen Mann zur Sache. Sprich, man geht von Dynasty Warriors mehr in Richtung Naruto Storm.Ob das genauso viel Spaß macht oder ob man lieber wieder aufs Massenkloppen setzen sollte, verrät unser Test.

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Wie sind wir denn hier her gekommen?

Die Story von One Piece sollte den meisten klar sein, doch anstatt hier nach und nach die Reise von Ruffy und Co. nachzuerleben, startet man hier direkt bei der Schlacht am Marine Hauptquartier. Wo wir auch direkt beim ersten Kritikpunkt des Spiels sind. Die Handlung macht quasi einen fliegenden Start und setzt in etwa bei Folge 460 ein! Wer also noch nie den Anime, Manga oder andere Spiele zu One Piece verfolgt hat, wird sich vollkommen verloren vorkommen, da absolut NICHTS erklärt wird. Ruffy und Co. sind einfach beim Marine Hauptquartier und versuchen Ace zu befreien. Warum sie dort sind, wie es dazu kam, was überhaupt abgeht, einfach nichts wird erklärt. Natürlich ist es ein Spiel für Fans, daher ist das nicht so wild, doch zumindest eine Einleitung oder knappe Zusammenfassung wäre nett gewesen.

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Aber nun gut. Im Story Modus bekommt man meist kleine Anime Schnipsel mit Text zu sehen, gefolgt von animierten Sequenzen und dann startet auch schon der Kampf. Im Detail kommen wir da später noch drauf zurück. Wenn der Kampf dann vorbei ist, geht es direkt weiter auf die Karte zur nächsten Station. Wenn die vorherige Mission jedoch besondere Aufgaben hatte, kann man Nebenmissionen freischalten. Diese bieten meist Kämpfe von anderen Charakteren und so gut wie immer, sind sie extra schwer. Nach einem gewonnen Kampf bekommt man eine Ladung Berry (die Währung in One Piece) und Erfahrungspunkte. Letztere sind, wer hätte das gedacht, zum aufleveln der Charaktere, doch bis auf mehr Schaden, bringen diese nicht sonderlich viel. Die Berry auf der anderen Seite, sind zum freischalten verschiedener Charaktere gut.

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Über 100 Charaktere zur Auswahl

Das Spiel bietet mehr als 100 Charaktere. Von denen können einige in der Story freigeschaltet werden und andere muss man durch verdiente Beryy frei kaufen. Dabei sind 42 Charaktere spielbar, während 60+ als Unterstützungscharaktere dienen. Diese bringen während des Kampfes nette Boni für euch, doch dazu gleich mehr. Im Kampf selbst, ist die Kamera schräg hinter eurem Charakter. Im Kampf hat man verschiedene Optionen zum Angriff. Da wären im Kern normale Angriffe, Spezialangriffe und Spezialaktionen. Normale Angriffe sollten jedem klar sein, bei Spezialangriffen handelt es sich um stärkere, einzelne Attacken. Zusätzlich hat jeder noch 3 Spezialaktionen zur Verfügung. Diese sind auch stärker als normale Angriffe und können manchmal kombiniert werden. Wie üblich bei Kampfspielen, kann man natürlich auch Blocken und um das Blocken zu durchbrechen, gibt es noch besondere Angriffe.

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Bleiben noch das Talent und die Explosion. Beim Talent handelt es sich meist um spezielle Bewegungen um schnell zum Gegner zu gelangen oder auszuweichen. Die Explosion steht bereit, wenn die Anzeige dafür gefüllt wurde. Dann begibt sich unser Charakter in einen besonderen Modus. Bei Ruffy wäre das beispielsweise Gear 2. Die Figur ist dann stärker, schneller, hat neue Angriffe und kann einen Finisher ausführen, der neben ordentlichem Schaden, auch noch hübsch anzusehen ist. Das wäre so das Grundkonzept der Kämpfe. Da man durch ein gutes Tutorial eingeführt wird, ist die Steuerung auch schnell erlernt. Doch es gibt noch Aspekte im Kampf, die eher passiv sind. Da wäre zum einen die Möglichkeit zum Tausch, denn man kann auch 2 vs 2 oder 3 vs 3 Kämpfe bestreiten, bei denen man per Knopfdruck schnell den Kämpfer wechselt. Doch vergessen wir nicht die Unterstützungscharaktere. Diese können quasi wie Items im Kampf aktiviert werden und geben euch einen Vorteil. So erholt ihr euch schneller von gegnerischen Angriffen, ladet die Explosions-Anzeige schneller auf, verbessert eure Verteidigung und und und. Hier gibt es wie bereits erwähnt, mehr als 60 Charaktere zur Auswahl.

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Alles in allem kann man sagen, dass die Kämpfe zwar ganz gut gelungen sind, aber man dennoch merkt, dass es ein erster Versuch ist, weil noch nicht alles zu 100% rund läuft und man auch beim Balancing noch einiges zu schrauben hat. Besonders verglichen mit ähnlichen Spielen fallen Schwächen auf. Es hat nicht den Bombast und die Inszenierung eines Naruto Ultimate Ninja Storm. Auch die Vielfalt und die Tiefe eines Dragon Ball Xenoverse erreicht man nicht ganz. Doch ein nächster Teil kann an einem guten Grundkonzept ansetzen und dieses weiter verfeinern und auszubauen.

Gutes

- Ein Fest für Fans des Anime
- Sound und Grafik super gelungen
- Viele verschiedene Charakter zur Auswahl...

Schlechtes

- ...die jedoch nicht perfekt gebalanced sind
- Story leider etwas kurz geraten und Neueinsteiger finden sich nicht rein
- Noch viele Ecken und Kanten die Feinschliff brauchen
- Kann nicht ganz so überzeugen wie die Genre-Konkurrenz

6.8 Mittelmäßig

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