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OlliOlli – Kickflips und Ollies im Test

Artikel von | 29.01.2014 um 20:36 Uhr

Für die PlayStation Vita kommen im Allgemeinen vollkommen verschiedene Spiele raus, die entweder mit der Grafikzeit gehen oder sich auf einen ganz klassischen Stil berufen und dabei mit einer entsprechenden Schwierigkeit oder einem besonderen Gameplay punkten. OlliOlli für die PlayStation Vita bietet eine klassische Grafik, interessante Moves und eine simple Steuerung. Bleibt nur die Frage offen, wie sich all diese Elemente zu einem großen Ganzen bilden und ob sich der Kauf für euren mobilen Handhelden wirklich lohnt. Wir haben einen Blick auf OlliOlli geworfen und verraten euch in unserem Test, was wir davon hielten.

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Ich werde der beste Skater der Welt!

Eigentlich ist die Zeit der Skate-Spiele eine geraume Weile vorbei, dennoch haben sich die Jungs von Roll7 an einem neuen Skate-Spiel versucht, und was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen, zumindest vom Schwierigkeitsgrad her. Die Aufgabe des Spielers besteht dabei darin, die beste Punktzahl herauszufahren und sich in fünf verschiedenen Gebieten mit jeweils fünf unterschiedlichen Leveln zu beweisen. Okay, so wirklich unterschiedlich sind die Level nicht, bietet man euch doch verschiedene Treppen, Geländer oder andere Grindmöglichkeiten an, um an eure Punkte zu kommen. Dennoch hat es jedes Level in sich und man muss sie im Prinzip auswendig können, um die fünf Sternaufgaben zu meistern, die einem zusätzlich zu jedem Level angeboten werden. Das mag momentan einfach klingen, doch ist bereits jede falsche Bewegung des Sticks tödlich, doch dazu später gerne mehr.
Die fünf großen Gebiete gehören zum Karriere-Modus, aber bevor ihr euch jetzt zu früh freut: Es gibt insgesamt drei Modi, wenn man sie so nennen mag. Der erste, dem ihr dabei begegnet, ist das Tutorial, der euch in die verschiedenen Moves und deren Handhabung einweist. Das macht er in der Regel ganz gut, denn es wird euch nicht nur Text angezeigt, sondern auch die Tasten, die ihr drücken müsst. Allerdings hilft euch das Tutorial nicht wirklich dabei, den richtigen Moment abzupassen, denn der ist manchmal nicht ganz ersichtlich. Aber, lasst den Kopf nicht hängen, denn Übung schafft bekanntlich Meister. Neben dem Tutorial steht euch der bereits erwähnte Karrieremodus zur Verfügung, bei dem ihr dann auf die insgesamt 25 Level – zunächst auf Amateurbasis – stoßt. Habt ihr diese 25 Level abgeschlossen, könnt ihr den Profimodus freischalten, der noch einmal einen Zacken schwieriger ist. Zu guter Letzt erwartet euch noch der „Tägliche Grind“, bei dem ihr euch mit allen anderen Spielern weltweit messen könnt. Hierbei müsst ihr lediglich auf einem vorgegebenen Parcours eine enorm hohe Punktzahl erlangen und diese dann mit der Welt teilen – aber schnell müsst ihr dabei schon sein, denn es heißt nicht ohne Grund „täglicher Grind“. Ihr habt somit jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung, – was Tage in der Regel so an sich haben sollten – um einen eigenen Rekord aufzustellen und den Erstplatzierten von seinem Thron zu stoßen. Klingt wieder einmal leichter als es tatsächlich ist.
So viel zum Hintergrundwissen, kommen wir mal zu dem etwas haarigerem Thema:

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Aber ich hab doch gedrückt!

Eine Schwierigkeit, die wir bereits erwähnt hatten und den Kern des Spiels ausmachen, besteht darin, den richtigen Moment abzupassen, um zu drücken. Hierbei meinen wir die X-Taste, die ausschlaggebend dafür ist, ob ihr sauber landet oder eben nicht. Je sauberer ihr landet, desto mehr Punkte regnet es am Ende auch. Allerdings ist es nicht immer erkennbar, wann denn nun dieser geeignete Augenblick ist, um X zu drücken und somit für eine ordentliche Landung zu sorgen. Hier ist aber auch das Faszinierende, dass verrücktes Hämmern auf X keinerlei Erfolgschancen hervorbringt. Eher wird euer Sturz dadurch unsauber, statt annähernd perfekt, wie er sein sollte. Doch keine Sorge, es gibt wirklich genügend Übungsmöglichkeiten – Auch wenn es dann sehr wohl immer noch vorkommen kann, dass ihr eben doch einen Tacken zu spät auf X drückt und somit euren Sturz verunreinigt. Das ist dann sehr, sehr, sehr frustrierend. Besonders dann, wenn man versucht die Sternaufgaben zu erledigen. Aber gut, nicht nur Übungen schaffen Meister, sondern auch Wiederholungen, auf die ihr euch schon mal freuen könnt, denn leicht sind die Level nicht, das können wir sagen.
Neben dem X, das nicht immer das macht, was es soll, gibt es dann auch noch den linken Stick, mit dem ihr euren kleinen Skater steuert. Und der hat es in sich. Wer schon Probleme mit X hat, sollte vielleicht gleich ganz die Finger vom Stick lassen, denn eine falsche Drehung und schon macht euer Männchen etwas ganz Anderes, als ihr beabsichtigt habt – Zum Beispiel springen, obwohl er das gar nicht sollte. Also lieber die Finger vom Stick lassen, wenn ihr den gerade nicht braucht. Natürlich könnt ihr ihn auch betätigen, aber dann achtet auf das X im richtigen Moment, damit euch die Punkte wenigstens auch gut geschrieben werden.
Die Steuerung ist an sich ziemlich easy, man muss sich dabei lediglich konzentrieren und die Strecken so gut wie auswendig kennen. Und wenn man dann die Level auswendig kennt, muss man nur noch aufpassen, dass die Finger keine nervösen Zuckungen haben, dann wird das schon was am Ende.

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Früher, das waren noch Zeiten

OlliOlli kommt in einer hübschen Retrografik daher, aber mehr braucht das Spiel auch nicht. Lediglich einen Hintergrund, eine Strecke zum Fahren und verschiedene Gegenstände, die man für die Moves benutzen kann, erwarten einen. Aber was will man auch hierbei mit einer Megagrafik? Es geht letzten Endes ja schließlich um die Moves und das Können. Und dafür ist die Grafik wirklich perfekt geeignet, kein Schnickschnack und keine Schnörkel, einfach nur die Umgebung. Bei der Einfachheit könnten sich große Entwickler fast noch eine Scheibe abschneiden.
Zur netten Grafik gesellt sich auch ein interessanter Soundtrack, der fetzig ist und zum Genre passt. Grafik als auch Sound sind sozusagen ein gelungenes Gesamtpaket, denn mehr erwartet und braucht man vor allem auch nicht. Eine Vertonung gibt es nicht, sofern man mal vom applaudierenden Publikum absieht, braucht man aber auch nicht. Man kann alles nachlesen, bzw. nachschauen und so dann auch ans eine Informationen gelangen.

Sieh genau hin, das ist mein Kickflip!

Wer eine Herausforderung für zwischendurch sucht, der ist bei OlliOlli definitiv an der richtigen Adresse, denn der Titel begeistert mit einem imposanten Schwierigkeitsgrad und einer einfachen Steuerung. Dennoch hat es die Steuerung in sich, denn diese funktioniert leider nicht immer ganz so, wie sie sollte. Und eine bockende Steuerung führt bekanntermaßen zu Frustmomenten, allerdings empfehlen wir: Wenn ihr Probleme habt, dann probiert die Strecken wieder und wieder, wirklich lang sind sie nicht, und Übung macht den Meister. OlliOlli ist ein wahres Kunststück für Fingerakrobaten, denn es kommt hier auf Sekunden an, in denen ihr eure Tasten drückt – oder eben nicht. Grafik und Sound fügen sich zudem super in das Gesamtkonzept ein. Wer sich nun also mit einer liebevollen und einfach Retrografik anfreunden kann, auf Herausforderungen steht und eine kleine Spielerei für unterwegs sucht, ist hier richtig. Allen anderen raten wir vom Spiel ab, es sei denn, ihr wollt euer Glück wagen und versuchen, der beste Skater schlechthin zu werden.

OlliOlli Testbericht

OlliOlli

  • Release: 22.01.2014
  • Genre: Arcade
  • Entwickler: Roll7
  • Publisher: Roll7

Gutes

+ Retrografik
+ Gelungener Soundtrack
+ Knackiger Schwierigkeitsgrad
+ Einfache Steuerung
+ Motivierend

Schlechtes

- Bockende Steuerung führt zu Frustmomenten
- Manchmal zu knackiger Schwierigkeitsgrad

7.4 / 10 Gut

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