No Man’s Sky im Test – Unendliche Weiten = Unendlicher Spaß?

Getestet von | 19.08.2016 um 12:35 Uhr

Dieses Jahr hatte schon ein paar tolle Titel. Doch es gibt einen Titel, der seit seiner Ankündigung heiß erwartet wird und einen unglaublichen Hype besitzt. Die Rede ist von No Man’s Sky. Der Titel wurde von dem kleinen Indie Studio Hello Games entwickelt, welche man durch Joe Danger kennt. Wenn No Man’s Sky durch eins von sich reden machen konnte, ist es die unglaubliche Größe des Spiels. Immerhin bietet es geschmeidige 18,446,744,073,709,551,616 Planeten zu erkunden. Viel zu tun gibt es also schon mal, doch macht das auch Spaß und was steckt sonst noch im Spiel? Das klären wir in unserem Test.

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Die Reise beginnt

Meine Reise begann auf einem Planeten mit vielen Gebirgen und nur wenigen Pflanzen. Hier und da ist mal ein Tier rumgehopst, doch alles in allem war es etwas leblos. Nicht weit von mir entfernt war ein Raumschiff, mein Weg um diesem Planeten zu entkommen. Zuerst musste ich es aber wieder flott machen und dafür mit meinem Multi-Tool in der Umgebung Materialien sammeln. Felsen bringen Eisen, Kristalle Plutonium und Pflanzen Kohlenstoff. Zahlreiche Elemente sind im Spiel vorhanden und werden für verschiedenste Dinge benötigt. Aktuell brauchte ich sie um mein Schiff aufzutanken und verschiedene Geräte zu reparieren. Doch da ist auch eine Art abgestürzter Satellit, wo mir eine Frage gestellt wird. Es will wissen, ob ich Atlas folgen oder frei erkunden will. Ich wähle frei erkunden und ziehe erstmal weiter, zu Atlas gibt es später mehr. Nach recht kurzer Zeit ist mein Schiff wieder flott und es geht runter von dem Planeten. Andere haben zahlreiche Stunden alleine auf dem ersten Planeten verbracht.

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Komplett ohne Ladezeiten verließ ich den Planeten und fand mich im All wieder, umgeben von anderen Planeten und einer Raumstation. Da diese etwas herausstach, steuerte ich sie zuerst an. Dabei konnte ich auf meinen Boost oder den Impulsantrieb zurückgreifen. Der Boost bringt schon einiges an Speed und ist gut für kurze bis mittlere Entfernungen. Wenn der Weg mal etwas weiter ist, kommt mir die unglaubliche Geschwindigkeit des Impulsantriebs zu Gute. Dieser bringt das Schiff auf maximale Geschwindigkeit und ist logischerweise für große Strecken nötig. Da die Raumstation weit entfernt ist, will ich den Impulsantrieb anschmeißen, doch er springt nicht an, da er leer ist. Er braucht Thamium und das bekomme ich durch das zerstören kleinerer Asteroiden in All. Es gibt auch größere, welche immer wieder was anderes bringen. Auf meinem Flug zur Raumstation sah ich hier und da andere Raumschiffe, die ich hätte angreifen können, um ihre Fracht zu stehlen. Kurz darauf schossen plötzlich einige Frachter in das Sternensystem. Diese waren immer wieder zu sehen und ich merkte, dass ich sie angreifen kann, um auch deren Fracht zu stehlen. Da ich noch grün hinter den Ohren war, verkneife ich mir das erstmal und lande in der Raumstation. Hier gab es einen Weg nach links und einen nach rechts. Rechts war verschlossen, ich benötigte einen Atlas Pass V1. Links geht es weiter und dort begegnete ich einem Korvax, eine der drei Rassen im Spiel. Diese sehen aus wie Androiden. Ich sprach ihn an und der eingeblendete Text ist nicht lesbar, da ich die Sprache noch nicht sprechen konnte. Mein Charakter interpretierte die Situation aus der Ich-Form und bekommt 3 Antworten zur Auswahl. Ich konnte der Lebensform entweder ein Isotop (Eisen), ein Oxid (Plutonium) oder ein Silikat (Platin) geben. Auf gut Glück gab ich ihm ein wenig Eisen und zum Dank brachte er mir ein Wort seiner Sprache bei und meine Beziehung zu der Rasse verbesserte sich. Je nach Antwort kann die Beziehung sich verschlechtert haben und auch die Belohnungen können anders aussehen. Meist gibt es Baupläne, manchmal wurde ich geheilt oder man gab mir ein neues Multi-Tool Upgrade oder gar ein ganz neues Multi-Tool. Direkt neben dem Korvax ist ein Handelsportal. Hier konnte ich Dinge kaufen oder verkaufen. Jedoch sollte immer darauf geachtet werden, wie der Kurs in der Galaxie ist. Eisen bringt hier 100 Units pro Einheit, woanders vielleicht 200 oder nur 50. Nun stand das nächste Ziel an. Ich musste mein Schiff mit einem Warpreaktor ausrüsten, damit ich in andere Galaxien reisen kann.

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Auf zum nächsten Planeten

Um den Warpreaktor zu bauen, flog ich auf einen anderen Planeten, da ich erst den Bauplan brauchte. Bereits im Anflug wurde mir eine Fabrik angezeigt, die ich sofort ansteuerte. Dort traf ich auf einen weiteren Korvax, der mir dann den Bauplan für dem Warpreaktor gab. Während ich die Materialien für den Reaktor suchte, wurde ich von einem Wächter besucht. Scheinbar gefiel es ihm nicht, dass ich so viel Material sammelte und kaum mache ich weiter, greift er mich auch an und ich lief zu meinem Schiff um abzuhauen. An anderer Stelle sammelte ich weiter, bis das nächste Problem auftauchte, mein Inventar war voll. Das wird nicht das letzt mal sein, nein, absolut nicht. Da unser Anzug und unser Schiff noch kein bisschen verbessert wurden, haben wir nur wenig Platz. Nachdem ich ein bisschen aufgeräumt und sortiert habe, ging es weiter mit dem Sammeln von Materialien. Nachdem ich den Rektor gebaut hatte, stellte ich fest, dass er leer ist. Nächstes Ziel, den Reaktor aufladen. Dafür brauchte ich Dinge, die ich noch nicht bauen konnte, da ich die Pläne noch nicht hatte. Einzige Möglichkeit war es, diese beim Händler zu kaufen, doch dazu brauchte ich Units.

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Neben dem Verkauf von Materialien gibt es da noch das hochladen von Entdeckungen. Alles was ich entdecke, Pflanzen, Tiere, Planeten oder Galaxien, kann ich hochladen und auch die zufallsgenerierten Namen ändern. Für das hochladen gibt es auch Units, ganz besonders, wenn man alle Tiere auf einem Planeten entdeckt hat. Dies ist nicht immer ganz einfach, da manche nur selten auftauchen. Während meiner Suche nach Tieren und Materialien für mehr Units, fand ich verschiedene Gebäude auf dem Planeten. Manche sind dafür da um neue Baupläne zu erhalten mit denen ich meinen Anzug, mein Multi-Tool oder mein Schiff verbessere. Manchmal gibt es auch größere Stationen, bei denen manchmal auch ein Alien anzutreffen ist. Es gibt jedoch auch verschlossene oder verlassene Einrichtungen. Letztere sind meist mit einer organischen Masse überwuchert und leiten euch entweder zu einer anderen Einrichtung weiter oder geben euch einen Bauplan. Verschlossene Einrichtungen musste ich mithilfe meines Multi-Tools aufbrechen, was den Wächtern so gar nicht gefällt. Als ich dann einen Weg hinein gefunden hatte, ging der Alarm los und ich musste ein Rätsel lösen. Entweder gibt es Texte bei denen ich die richtige Antwort finden muss, was aufgrund ungenügender Sprachkenntnisse sehr schwer ist oder ich muss ein Zahlenrätsel lösen. Diese sind eigentlich immer sehr einfach und manchmal gibt es sogar Wiederholungen. Nachdem dies getan war, wurde ich zu einem Signal geschickt, bei welchem ich ein abgestürztes Schiff fand. Dieses hatte keine funktionierenden Systeme mehr und müsste komplett wieder repariert werden, würde aber nichts kosten und bietet mehr Platz als mein aktuelles. Da mir der Look nicht zusagte, ließ ich es wo es ist und versuchte weiter Units zu sammeln. Nachdem ich dann endlich genug hatte, kaufte ich alles zusammen, um eine Warpzelle zu bauen. Mit dieser lud ich meinen Warpreaktor auf und es ging auf in die nächste Galaxie.

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Gutes

- unzählige Planten zum erkunden, die fast immer anders sind
- toller Soundtrack
- teils wunderschöne Planeten mit grandiosen Aussichten

Schlechtes

- permanente Abstürze
- viele kleine Fehler und Bugs
- wird mit der Zeit sehr einseitig
- sehr wenig Tiefgang im Gameplay

7.0 Gut

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