Test zu Never Alone: Eiskalt erwischt + Video

Getestet von | 05.12.2014 um 14:55 Uhr

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Upper One Games haben mit Never Alone ihr erstes Spiel veröffentlicht. Wir haben uns für euch warm angezogen und uns auf die Reise durch einen eiskalten Schneesturm begeben. Ob sich das Frieren und Zittern am Ende gelohnt hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Es war einmal…

…ein Dorf im nördlichsten Alaska. Hier leben die Iñupiaq – ein sehr altes indigenes Volk. Es könnte alles so schön sein, doch eines Tages zieht ein Schneesturm auf. Eigentlich nichts ungewöhnliches, nur hört eben dieser nicht mehr auf, mehr noch – er wird immer schlimmer. Der Sturm hält Tage, ja Wochen an. Die Menschen können nicht mehr jagen und drohen zu verhungern. Eine schwere Zeit. Doch ein kleines Mädchen will sich nicht damit abfinden, in einem Wind aus Eis und Schnee fest zu sitzen und stellt sich die Frage, wo dieser Schneesturm denn her kommt. Entgegen der Meinung ihrer Eltern, begibt sich die kleine Nuna auf den Weg – und hier beginnt unser Abenteuer. Wir begleiten das kleine Mädchen und ihren Polarfuchs auf ihrer schweren Reise und erzählen euch, was wir erlebt haben.

Von Kultur, Traditionen und Kindheitsträumen

Never Alone beginnt mit einer mystischen und geheimnisvollen Hintergrundmusik als wir uns im Menü wiederfinden. Uns fällt ein leuchtender Menüpunkt sofort ins Auge: Kultureinblicke. Die Neugier in uns ist geweckt und wir sehen uns das an – und was wir hier zu sehen bekommen, kann man nicht beschreiben. In diesem Menü findet ihr zu Beginn zwei freigeschaltete Videos. In den Videos erfahrt ihr einiges über die Köpfe hinter Never Alone, über das Volk der Iñupiaq – lernt etwas über die Arktis und dessen Tierwelt, ihrer Bewohner und diese erzählen kleine Geschichten aus ihrem Leben. Im Laufe eures Abenteuers schaltet ihr viele weitere Videos frei und erfahrt so immer mehr. Wir finden, dass diese Herangehensweise an ein Videospiel einfach sehr selten – dafür um so schöner ist. Never Alone hat uns also schon, bevor wir es überhaupt gespielt haben,  in seinen Bann gezogen.

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Gehirntraining bei Minus 50 Grad Celsius

Wir begeben uns also auf den Weg, den Übeltäter für diesen Schneesturm zu finden. Wir bewegen uns durch den eiskalten Wind – in diesem Fall von Links nach Rechts. Die Steuerung unserer kleinen Heldin und ihrem Begleiter ist sehr einfach geraten und stellt uns vor keine all zu großen Herausforderungen. Nuna selbst kann springen, sich an Vorsprüngen festhalten oder sich ducken, wenn der Schneesturm mal zu heftig weht. Wenn wir das nicht tun, werden wir vom Wind weggerissen und das kann schon mal gefährlich werden. Im Laufe unseres Abenteuers erhalten wir einen Bola – eine Art Werkzeug für die Jagd. Damit können wir Eiszapfen zerspringen lassen, wenn sie uns mal im Weg sind oder nutzen ihn, um die Naturgeister auf uns aufmerksam machen.

Die Steuerung dieses kleinen Hilfsmittels bedarf durchaus etwas Übung, ist aber nach ein paar Versuchen kein Problem mehr. Unser treuer Begleiter, der Polarfuchs, verfügt über weitere Fähigkeiten. Er kann weiter springen, Wände empor klettern und mit den Geistern der Natur interagieren. Kommen wir also mit Nuna einmal nicht weiter, wechseln wir via Dreieck-Taste zu unserem Schoßhündchen und profitieren von dessen Fähigkeiten. Die Lauf- und Parkourpassagen werden mit teils recht anspruchsvollen Rätseln gespickt, in denen eine Zusammenarbeit unserer beiden Abenteurer unabdingbar ist. Die Rätsel sind teilweise wirklich knackig und man braucht auch mal den Einen oder Anderen Anlauf dafür. Leider werden Fehler meistens, nicht immer, mit einem Pixeltod bestraft, aber man weiß immer sofort, was man falsch gemacht hat. Die Rätsel sind gleichermaßen abwechslungsreich wie die Laufpassagen, in denen man zum Beispiel versucht vor einem hungrigen Eisbären zu fliehen.

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Anstatt allein zu spielen und immer zwischen Nuna und ihrem Polarfuchs hin und her zu wechseln, bietet Never Alone auch einen lokalen Koop-Modus. Hier kann jeder von euch einen der beiden Charaktere spielen und ihr könnt so das gefährliche Abenteuer bestreiten. Diese Möglichkeit gefiel uns wirklich sehr gut. Spielten wir allein, haben die jeweiligen computergesteuerten Kollegen, sicherlich unfreiwillig, den Freitod gewählt. Sind abgestürzt, oder wurden von Eisbergen zerquetscht. Dies kam im Laufe unseres Abenteuers vielleicht 2 bis 3 mal vor, aber im Koop-Modus hat man das Problem schon einmal nicht. Dann ist es der gewählte Spielpartner, der es einfach verhauen hat.

Gutes

-Wunderschoen erzaehlte Geschichte
-Interessante Videos zum freispielen
-Abwechslungsreiches Gameplay
-Super Koop Modus

Schlechtes

-Steuerung manchmal etwas ungenau

9.3 Must Have

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