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Need for Speed Rivals – PlayStation 3 Version im Test

Artikel von | 28.11.2013 um 23:41 Uhr

Need for Speed beglückt uns auch in diesem Jahr wieder mit einem neuen Ableger. Dieses Mal wurden die Motoren sogar von einem neuen Entwickler gestartet, denn obwohl die Verantwortlichkeit am Franchise erst letztes Jahr an Criterion über ging, liegt die Reihe nun in den Händen von Ghost Games. Deren Erstlingswerk Need for Speed Rivals widmet sich ganz dem Kampf zwischen Rasern und der Polizei, und das im offen befahrbaren Redview County. Wir sind Probe gefahren, und zwar zunächst auf der PlayStation 3.

Kampf der Rivalen

Need for Speed Rivals legt besonderen Fokus auf einen Aspekt, den wir schon aus vielen Ablegern der Reihe kennen: Den Auseinandersetzungen zwischen den Rasern, den Verbrechern, und der Polizei, den Gesetzeshütern. Ihr dürft beide Seiten in getrennten Karrieren spielen. Doch egal, für was ihr euch zunächst entscheidet, ihr fangt bei Need for Speed Rivals nicht unter den kleinen Lichtern an, sondern ihr spielt gleich ganz oben mit und dürft in echten Edelkarossen Platz nehmen: Der erste Wagen in der Rennkarriere ist beispielsweise ein Porsche.
Nach einem kurzen Tutorial, das euch die notwendigsten Grundlagen erklärt, werdet ihr dann direkt auf die Straße geschickt. Redview County ist frei befahrbar und ihr habt verschiedene Möglichkeiten, euch Wettrennen zu liefern. Ganz wie gewohnt gibt es natürlich wieder Events. Zu diesen fahrt ihr entweder direkt und startet sie per Druck auf die L1-Taste (euer GPS System lotst euch hin), oder aber ihr wählt in einem eurer Verstecke auf der Karte das entsprechende Event aus und startet nach einem Ladebildschirm direkt dort, sodass ihr es nur noch starten müsst (oder weiterfahren könnt).
Des Weiteren könnt ihr euch mit anderen Fahrern, die gerade auf den Straßen unterwegs sind, Kopf an Kopf Rennen liefern, indem ihr in deren Nähe ebenfalls die L1-Taste drückt. Genauso könnt ihr auch Herausforderungen von ihnen erhalten. Wer dann nach dem Sprintrennen zuerst am Ziel ist, kassiert die Speedpoints.
Und da sind da natürlich noch die Cops. Diese verfolgen euch, sobald ihr in ihr Sichtfeld kommt. Danach greifen sie zu verschiedenen Mitteln, um euch zu stoppen, in erster Linie Straßensperren und Nagelbänder. Aber auch weitere Waffen sind in Need for Speed Rivals verfügbar, die uns teilweise sogar an „Funracer“ wie Blur denken lassen. So gibt es Betäubungsminen, die hinter dem Fahrzeug abgeworfen werden, oder die Schockwelle, die allen Fahrzeugen in eurer Nähe Schaden zufügt. Das EMP, das wir zuerst in Need for Speed Hot Pursuit kennen gelernt haben, ist auch wieder mit von der Partie.
Was den Anspruch in Need for Speed Rivals ungemein steigert, ist die Tatsache, dass eure Rennkarriere in „Sessions“ aufgeteilt wird. Jedes Mal, wenn ihr euer Versteck verlasst, beginnt sie, und sie endet, wenn ihr wieder ins Versteck fahrt. Zwischenzeitlich ist es eure Aufgabe, durch Events, Siege, Sprünge, usw., also alles, was ihr in Redview County anstellen könnt, Speedpoints zu sammeln. Mit diesen Speedpoints kauft ihr dann neue Wagen und Upgrades sowie die Verfolgungstechniken (also die Waffen). Schneller geht das, wenn ihr eure Fahndungsstufe und damit euren Multiplikator steigert. Irgendwann erhaltet ihr dann fünf- oder zehnfache Punkte auf alles und bekommt beim nächsten Aufsuchen des Verstecks alle gutgeschrieben. Doch Vorsicht: Erleidet ihr zwischenzeitlich Totalschaden oder werdet von der Polizei geschnappt, dann gehen alle in der Session gesammelten Speedpoints und der Mutiplikator verloren.

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Das Leben als Rivale

So ähnlich sieht es aus, wenn ihr als Cop unterwegs seid. Ebenso könnt ihr die Spielwelt frei befahren oder euch direkt zum Event bringen lassen. Der Unterschied ist aber, dass das Spiel nicht in Sessions unterteilt wird, das heißt, verdiente Speedpoints sind euch sicher. Ihr beginnt, Racer zu verfolgen, sobald ihr sie berührt oder selbst mit der L1 Taste eure Sirenen anschaltet.
Überhaupt ist das Leben als Gesetzeshüter irgendwie angenehmer, denn ihr befindet euch in robusteren Fahrzeugen und müsst nicht ständig eine Werkstatt aufsuchen. Dafür könnt ihr jedoch für die Polizeiautos keine Upgrades in der Kommandozentrale kaufen, nur die Verfolgungstechniken, und damit eure Durchschlagkraft gegenüber den Rasern, aufwerten.
Ja, Need for Speed Rivals bietet in der Rennkarriere wieder die Möglichkeit des „Tunings“ und der optischen Anpassung von Fahrzeugen. Die Möglichkeiten sind eher rudimentär, aber es macht trotzdem Spaß, die Wagen mit den verdienten Speedpoints mit den vorgefertigten Upgradepaketen für höhere Robustheit, Stärke, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder Kontrolle aufzurüsten. Die Effekte dessen sind auch deutlich spürbar, denn die Fahrzeuge werden wirklich schneller.
Das hat nur zum Ergebnis, dass die Motivation dazu, weitere Wagen freizuschalten, sehr gering ist, denn diese sind in der Grundform dann meist schlechter als euer aufgerüstetes Fahrzeug. Dabei werden euch neue Wagen aber quasi „geschenkt“, denn um in der Karriere weiterzukommen, müsst ihr Speedlists und damit verschiedene Aufgaben absolvieren (z.B.: „Gold in zwei Hot Pursuit Rennen“). Für den erfolgreichen Abschluss der ersten Speedlist einer jeden Stufe erhaltet ihr einen neuen Wagen, das geht wirklich schnell. Erfolgserlebnisse und Freudenschreie bleiben leider aus, die Struktur der Herausforderungen wirkt sehr lieblos und beliebig. Zusammengehalten werden die einzelnen Storykapitel nämlich lediglich durch einige Zwischensequenzen, die den Verlauf der Auseinandersetzungen zwischen Racer und Cops zeigen sollen, insgesamt aber völlig belanglos sind. Als Need for Speed Spieler fühlt man sich aus Most Wanted aus dem letzten Jahr zurückerinnert. Absolviert ihr auch die weiteren Aufgaben und Speedlists, schaltet ihr in erster Linie neue Lackierungen und ähnliches frei, wodurch die Personalisierung in Need for Speed Rivals eine noch wichtigere Rolle bekommt, jedoch gibt es kaum etwas als Belohnung, für das es sich lohnen würde, Events nochmal zu spielen oder sie überhaupt auf der recht unübersichtlichen Weltkarte zu suchen.

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Need for Speed: Rivals Testbericht

Need for Speed: Rivals

  • Release: 21.11.2013
  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Ghost Games
  • Publisher: EA Games

Gutes

+ Karriere als Racer und als Cop
+ Nahtlose Onlineverknüpfung mit AllDrive
+ Gelungener Soundtrack
+ Gelungene Steuerung
+ Personalisierungsmöglichkeiten
+ Grundsätzlicher Anspruch

Schlechtes

- Ruckler und sekundenlange (!) Aussetzer
- Häufige Grafikfehler und Popups
- Keine richtigen Erfolgserlebnisse
- Verbindungsabbrüche
- Recycelte, etwas langweilige Umgebung

6.9 / 10 Nicht so gut

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